Jahrgang 2 Nr. 0 vom 23.07.2001
Wirtschaftsmeldungen

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  • (InternetHaber, 27.07.01)Lebensmittelkosten minimum 222 Millionen. Der Gewerkschaftsbund Türk Is gibt die Mindestausgaben für Lebensmittel einer vierköpfigen Familie mit 222 Millionen TL an. Zusammen mit den sonstigen Ausgaben wie Miete, Bildung, Verkehr usw. liegt die Armutsgrenze nach diesen Angaben bei 676 Millionen TL.
  • (Zaman, 27.07.01)Handelsbilanz verbessert sich. Von Januar bis Mai 2001 sind die Exporte um 10,3 % gestiegen. Im Juni betrug der Anstieg 19,2 %. Der Import von Verbrauchsgütern ist demgegenüber von Januar bis Mai um 31,3 % gesunken. Das Handelsbilanzdefizit betrug im Mai 752 Millionen $. Dies entspricht einem Rückgang des Defizits um 68,1 % . Im Zeitraum von Januar bis Mai 2001 ist das Handelsbilanzdefizit vom 9 Mrd. $ im Vorjahreszeitraum auf 4,457 Mrd. $ zurückgegangen (Bericht des staatlichen Statistikinstitutes).
  • (Istanbul Post, 26.07.01)Deutsch-türkische Wirtschaftsbeziehungen - ein Überblick.
  • (Hürriyet, 26.07.01)Umstrukturierung der Finanzabgaben. Die Stopaj auf Repo-Anlagen (Tagesgeld) wird um 6 % auf 22 % erhöht. Außerdem wird die Stopaj auf längerfristige Anlagen verringert und der Steuerfreibetrag für Zinserlöse aus Staatsanleihen wird erhöht. So wird die Stopaj auf dreimontige Sparanlagen 16 %, für sechsmonatige 14 % und auf jährliche 10 % betragen. Die Stopaj für Devisenkonten wird demgegenüber von 16 auf 18 % erhöht.
  • (Hürriyet, 26.07.01)Volkswirtschaftlicher Verlust aus Kursschwankungen in Juni und Juli fast 1 Katrillion TL. Nach Berechnung des Vorsitzender der Istanbuler Industriekammer Kavi erreichen die Einbußen für Wirtschaft und Gesellschaft die Höhe fast von 1 Katrillion TL. Kavi forderte die Regierung auf, in den Gesprächen mit dem Internationalen Währungsfond auf eine Abkehr vom freien Devisenkurssystem hinzuwirken.
  • (Milliyet, 26.07.01)Opel-Chef erklärt, daß Krisenangst weitgehend überwunden ist. Der Generaldirektor von Opel-Türkei, Gerhard Spranger, erklärte, daß sich zunehmend eine optimistischere Stimmung ausbreite. Auch für das eigene Unternehmen zeigte sich Spranger optimistisch. Aufgrund der aufgeschobenen Nachfrage rechnet er mit einem deutlichen Verkaufsanstieg in 2002.
  • (Milliyet, 23.07.01)Schatzamt veröffentlicht Bilanz ausländischen Unternehmensbeteiligungen. 5470 ausländische Unternehmen aus 111 Ländern sind an 7988 türkischen Firmen beteiligt. Das Volumen des Beteiligungen beträgt 5,9 Katrillionen TL. 1452 der beteiligten ausländischen Firmen stammen aus Deutschland. Deutschland nimmt damit die Spitzenstellung bei den Direktbeteiligungen ein. Seit März wurden Beteiligungsgenehmigungen in einer Höhe von über 29 Milliarden $ erteilt, davon sind bisher 14 Milliarden $ tatsächlich ins Land gekommen. Die erzielten Gewinne werden in der Regel reinvestiert. Mit Ausbruch der Krise ist auch die Nachfrage türkischer Firmen nach ausländischer Beteiligung gestiegen.
  • (Milliyet, 22.07.01)Jahresinflation 2001 voraussichtlich höher als erwartet. Mit Verweis auf eine Nachricht von NTV wird die Inflationsquote voraussichtlich zum Jahresende 64,5 % statt der im Erneuerungsprogramm angegebenen 57,6 % betragen. Dabei spielt der durchschnittliche Dollarkurs eine wichtige Rolle. War dieser im Erneuerungsprogramm noch auf 1.190.000 TL geschätzt worden, so liegt er jetzt bereits bei 1.210.000 TL.
  • (Bianet, 21.07.01)Zwangsvollstreckungen in der Landwirtschaft. Von 36.835 Kreditempfängern der landwirtschaftlichen Kreditkooperative Erzurum ist gegen 21.000 ein Zwangsvollstreckungsverfahren eingeleitet. Bei ca. 16.000 landwirtschaftlichen Schuldnern steht das Verfahren bereits vor dem Abschluß. Die Schuldenlast erreicht insgesamt fast eine Höhe von 33,5 Trillionen TL.

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