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Besuch des israelischen Ministerpräsidenten in AnkaraAngesichts der zunehmenden Isolierung Israels wurde der Besuch des israelischen Ministerpräsidenten Scharon in Ankara mit einiger Spannung erwartet. Die Türkei ist der einzige muslimische Bündnispartner Israels und insbesondere die militärische Kooperation genießt einen hohen Stellenwert. Neben politischen Fragen sollten insbesondere die Lieferung von Wasser an Israel sowie die Modernisierung türkischer Waffen Gesprächsgegenstand sein. Ankara forderte Israel auf, zu den Friedensgesprächen zurückzukehren. Sollte weiterhin Gewalt bestimmend bleiben, würde dies auch einen Schatten auf die türkisch-israelischen Beziehungen werfen. Staatspräsident Sezer erklärte, daß die Türkei den Sicherheitsinteressen Israels mit Verständnis begegne, jedoch müsse bei allen Maßnahmen gegen den Terror das Prinzip der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Demgegenüber erklärte Scharon, daß sich die Türkei, wäre sie in einer Lage wie Israel, sich genauso verhalten würde. Eine Friedenslösung dürfe nicht die Existenz des Staates Israel oder das Leben seiner Bewohner gefährden. Scharon forderte Ministerpräsident Ecevit auf, auf die Palastinenser zur Einstellung der Gewalt einzuwirken. Der Kurzbesuch Scharons verlief unter einem bisher einzigartigen Sicherheitsaufgebot. Kundgebungen gegen den Besuch in Istanbul waren am Vortag durch die Polizei verhindert worden. Nach den Gesprächen wurde durch den Generalstab bekanntgegeben, daß Israel den Auftrag für die Modernisierung von 600 Panzern der türkischen Armee erhalten habe. |
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