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Kurznachrichten Wirtschaft
- (Radikal, 3.08.01)Fitch senkt türkische Kreditnote von B+
auf B-. Aufgrund der hohen Verschuldung und des Abflusses von Kapital
senkt die Kreditbewertungsagentur Fitch die Note der Türkei. Fitch
erklärte, daß die Firma zwar davon ausgehe, daß die
Türkei einen Ausweg aus der schwierigen finanziellen Lage fände,
aber die Risiken bisher bestehen bleiben.
- (Hürriyet, 1.08.01)Oyak-Bank übernimmt Sümerbank.
Die Oyak-Gruppe, zu der auch die Oyak-Bank gehört, ist eine Organisation,
die 1961 von Militärangehörigen gegründet wurde. Unter
dem Dach der Sümerbank wurden eine Reihe von Banken, die in den
Banken-Fond übernommen worden waren, vereinigt. Es sind die Yurtbank,
Yasarbank, Egebank und die Bank Kapital. Mit der Übernahme wird
die Oyak-Bank die 12größte türkische Bank.
- (Hürriyet, 1.08.01)795 Millionen Dollar in das Vermögen
der Fond-Banken rücküberführt.
Wie die Bankenaufsicht (BDDK) mitteilt, konnten 795 Millionen Dollar
in das Vermögen der in staatliche Obhut genommenen Banken rücküberführt
werden. Dies geschah teils durch Einzahlungen seitens der ehemaligen
Besitzer und Teilhaber, teils durch Rückforderung von Krediten.
Gleichzeitig gab das BDDK bekannt, daß 1,5 Milliarden $ der staatlichen
Kredithilfe nicht in Anspruch genommen werden müssen.
- (Bianet, 31.07.01)Bewässerungsprobleme für die Landwirtschaft.
Die geringen Niederschläge des vergangenen Jahres haben das Niveau
der Stauseen absinken lassen. Neben Problemen für die Stromversorgung
betrifft dies vor allem auch die Landwirtschaft. In der Ägeis-Region
wurden die Landwirte aufgerufen, Produktionsumstellungen vorzunehmen
und neue Bewässerungstechniken einzusetzen. Der Wasserstand des
Isikli-Stausees in der Provinz Denizli sank innerhalb eines Jahres von
einem Füllstand von 49% auf einen von 28%. Eine Reihe weiterer
Stauseen der Region hat ebenfalls Wasserstände zwischen 20 und
33 % der Kapazität.
- (BBC-Türkish, 30.07.01/Milliyet, 31.07.01)Streit um Erdgas-Import
aus dem Iran. Gemäß eines 1996 durch
die Regierung Erbakan ausgehandelten Vertrages, sollten am 30. Juli
die Lieferungen iranischen Erdgases beginnen. Der Vertrag sieht vor,
daß im Falle einer Nichtabnahme des Gases durch die Türkei,
diese Schadenersatz zu zahlen habe. Das Energieministerium teilt jedoch
mit, daß auf iranischer Seite eine Meßstation nicht fertiggestellt
wurde und darum mit der Aufnahme der Lieferungen gemäß internationaler
Standards nicht begonnen werden könne. Der Vertrag sieht Erdgaslieferungen
in einer Höhe von bis zu 10 Milliarden Kubikmetern jährlich
bis 2007 vor. Schwierigkeiten bei der Verwirklichung des Projektes ergeben
sich insbesondere aufgrund der amerikanischen Embargo-Politik gegen
den Iran.
- (Milliyet, 31.07.01)Deutschland Hauptgläubiger der Türkei.
Aus einer Studie der Bank for International Settlements geht hervor,
daß die Kredite für die Türkei und die lateinamerikanischen
Länder zurückgehen. Im dritten und vierten Quartal 2000 und
dem ersten Quartal 2001 erreichten die Schulden der Türkei bei
deutschen Banken 37,7 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal 2001 wurden
3 Milliarden Dollar Schulden abgetragen.
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