Jahrgang 2 Nr. 0 vom 18.08.2001
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Hürriyet, 24.08.01) Euro-Umstellung. Die türkische Zentralbank wies die türkischen Banken darauf hin, daß sie bis zum Jahresende die Euro-Währungskonten auf den Euro umstellen müssen. Außerdem wurde mitgeteilt, daß ab Dezember begonnen wird, Euro-Banknoten einzuführen, die ab Januar in Umlauf gebracht werden. Zum Verlust der einzelnen Fremd-Banknoten wurde mitgeteilt:
    der Hollandische Florint verliert zum 28. Januar 2002,
    die irische Lira verliert zum 9. Februar 2002,
    der französische Franc verliert zum 17. Februar 2002,
    die deutsche Mark, österreichische Schilling, Belgische Franken, finnische Mark, spanische Peseten, italienische Lira, luxenburgische Franken, portugiesische Escudos und die griechische Drachme verlieren zum 28. Februar 2002 ihre Gültigkeit als Zahlungsmittel. Nach den genannten Terminen werden diese Währungen nur noch von den jeweiligen nationalen Zentralbanken entgegengenommen.
  • (Zaman, 23.08.01)Technische Inbetriebnahme der neuen Generation von Funktelefonen: Aycell. Ab Mitte September wird Aycell als neuer Funktelefon-Service auf den Markt kommen. Das Angebot beginnt zunächst in Istanbul, Izmir, Adana, Ankara, Antalya, Urfa und Mugla. Bis Ende 2002 soll das Angebot flächendeckend erfolgen. Bisher wurde 130 Millionen Dollar investiert. Vorgesehen sind Investitionen von weiteren 1,5 Milliarden Dollar. Die neue Vorwahl für das Funk-Netz der 'vierten Generation' wird 0505 sein.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 23.08.01)Exportsteigerung um 10,2 Prozent im ersten Halbjahr. Der Antieg im Juni betrug 6,5 %. Gleichzeitig sanken die Importe im Juni um 34,3 %, im ersten Halbjahr insgesamt um 20 %. Mit dieser Entwicklung ist das Außenhandelsdefizit gegenüber dem Vorjahr um mehr als die Hälfte auf ein Niveau von 5,16 Milliarden Dollar gesunken.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 20.08.01) Produktionssteigerungen im August erwartet. Die Ergebnisse der Erwartungsumfrage im produzierenden Gewerbe für den Monat Juli sind veröffentlicht worden. Dabei sticht ins Auge, daß die erwartete Kapazitätsauslastung auch im Juli mit 72,5 % weiterhin gering ist. Für den Monat August überwiegen jedoch die Erwartungen auf einen Produktionsanstieg und auch auf eine Belebung des Inland-Absatzes.
  • (Zaman, Milliyet, 21.08.01)Drei Provinzen erzielen die Hälfte des Steueraufkommens. Kocaeli, Istanbul und Ankara bringen die Hälfte des Steueraufkommens der Türkei auf. In der Provinz Kocaeli kommen auf je 100 ausgegebene TL 561 TL Einnahmen. Am ungünstigsten ist die Beziehung zwischen Ausgaben und Einnahmen in den Ostprovinzen Siirt, Hakkari und Bingöl.
  • (Radikal, 17.08.01)Handelskammer Ankara verbietet Handel auf Devisenbasis. Die 70 in der Ankaraner Handelskammer vertretenen Berufskommissionen haben beschlossen, den Mitgliedern der Kammer den Handel auf Devisenbasis zu untersagen. Der Kammerbeschluß hat bindende Wirkung für die Mitglieder. Hintergrund ist der Versuch, durch Zurückdrängung der Devisen aus dem Inlandshandel die Devisennachfrage zu reduzieren und auf diese Weise den Verfall der Türkischen Lira aufzuhalten.
  • (Hürriyet, 16.08.01)Drastische Preiserhöhungen für Museumsbesuche. Die Entscheidung des Kulturministeriums ab dem 1. Januar 2002 von Touristen Eintrittspreise für Museumsbesuche in Dollar zu kassieren, wurde von Reiseagenturen stark kritisiert. Außerdem wird auch das Niveau der Preiserhöhung, das weit über den europäischen Standard hinausreicht, abgelehnt. Gemäß den neuen Preisen wird ein Tourist, der im nächsten Jahr den Topkapi Palast vollständig bereisen will, 30 US-Dollar bezahlen müssen. Der Besuch des Schloß von Versailles kostet demgegenüber nur 12 $, der der Akropolis 6 $.
  • (Radikal, 16.08.01)Ernährungsausgaben einer vierköpfigen Familie betragen 283 Millionen TL. Nach Analyse des Gewerkschaftsbundes Hak Is betrugen im Zeitraum 15. Juli bis 14. August die Ernährungsaufwendungen einer vierköpfigen Familie 283 Millionen TL. Der Anstieg gegenüber dem Wert des Vormonats beträgt 1,4 %.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 15.08.01) Weiterhin schlechte Bilanz bei den Unternehmensschließungen. Die Daten des Staatlichen Statistikinstitutes für Juli zeigen, daß die Zahl der Unternehmens- (36,36%) und Firmenschließungen (7,72%) deutlich ausfällt als im Vorjahresmonat. Außerdem liegt auch die Zahl der Neugründungen unter der des Vorjahresmonats (-4,26% bei den Unternehmensgründungen und -22,45 % bei den Firmengründungen).
  • (Radikal 14.08.01/Bianet 14.08.01) Die Krise in der Istanbuler Industrie und Hoffnungen für das 2. Halbjahr. Die Veröffentlichung einer Umfrage durch die Istanbuler Industriekammer führt einmal mehr die schwierige Situation des produktiven Sektors vor Augen. So gaben 62,5 % der befragten Mitgliedsfirmen an, die Produktion im ersten Halbjahr 2001 reduziert zu haben. 50,7 % gaben an, die Zahl der Beschäftigten verringert zu haben. 72 % der Befragten gaben an, daß die Bestellungen aus dem Inland zurückgegangen seien. Der Vorsitzende der Istanbuler Industriekammer Kavi gab jedoch auch an, daß die Erklärungen der Regierung in den vergangenen Monaten positive Erwartungen für das 2. Halbjahr 2001 geweckt hätten.

weitere Meldungen

 

Euro-Umstellung


Exportsteigerung um 10,2 Prozent im ersten Halbjahr


Produktionssteigerungen im August erwartet


Drei Provinzen erzielen die Hälfte des Steueraufkommens


Handelskammer Ankara verbietet Handel auf Devisenbasis


Drastische Preiserhöhungen für Museumsbesuche


Ernährungsausgaben einer vierköpfigen Familie betragen 283 Millionen TL


Weiterhin schlechte Bilanz bei den Unternehmensschließungen


ISO-Umfrage

 

 

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