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- (Milliyet, 9.09.01) Steigendes deutsches Interesse an Ferien-Wohnungen
in Alanya. In der Provinz leben ca. 12.000 Deutsche. In den letzten
Jahren wurden 6.000 Wohnungen verkauft, davon ca. 99 Prozent an Deutsche.
Mit der enormen Nachfrage geht auch ein Anstieg der Wohnungspreise einher.
Waren es bisher vor allem Pensionäre, die sich für Alanya
entschieden, interessieren sich verstärkt auch junge Deutsche für
Wohnungen in der Provinz.
- (Milliyet, 8.09.01) Armutsgrenze bei 826 Millionen, Hunger-Grenze
bei 272 Millionen TL. Wie die Gewerkschaft Kamu Sen errechnete,
liegt die Armutsgrenze für eine vierköpfige Familie bei 826
Millionen TL, die reinen Lebenserhaltungskosten bei 272 Millionen TL.
- (Milliyet, 5.09.01) Auseinandersetzung um Auffang-Fond. Als
ein wichtiges Element zur Stützung der durch dei Krise schwer geschädigten
produzierenden Wirtschaft ist seit Juli die Einrichtung eines Sanierungsfonds
im Gespräch. Aufgabe des Fonds sollte sein, durch hohe Zinsen in
Finanzschwierigkeiten geratene Firmen, bei denen ausreichende Sannierungsaussichten
bestünden, durch Sonderkredite vor dem Konkurs zu bewahren. Am
Fond sollte neben Regierung und Wirtschaftsverbänden auch die Weltbank
beteiligt sein. Bei einer gestrigen Sitzung erklärte jedoch der
für die Wirtschaft verantwortliche Minister Dervis, daß regierungsseitig
keine Gelder zur Verfügung stünden und ein Weltbankkredit
nicht in Frage käme. Daraufhin kündigten sowohl der Dachverband
der Türkischen Kammern und Börsen als auch die Ankaraner Handelskammer
ihre Mitarbeit im Fond-Projekt auf. Es habe keinen Sinn, eine Organisation
zu errichten, wo keine Gelder vorhanden seien.
- (InternetHaber, 5.09.01) Europäischer Qualitätsgipfel
vom 19. bis 21. September in Istanbul. Der 45. Kongreß der
weltweit größten Qualitätsplattform wird unter Schirmherrschaft
von Staatspräsident Sezer in Istanbul durchgeführt. Gastgeber
ist das Türkische Standard-Institut.
- (Zaman, 4.09.01) Inflationswerte für August höher als
geplant. Mit einem Preisanstieg im Gesamt-Index
um 3,5% und im Verbraucher-Index um 2,9% gegenüber dem Vormonat
ist die Inflation recht hoch ausgefallen. Das der Verbraucherpreis-Index
erneut niedriger liegt als der Gesamt-Index deutet auf eine weiterhin
geringe private Nachfrage hin und muß damit als weiteres Krisenzeichen
gewertet werden. Auf 12 Monate berechnet ergibt sich ein Preisanstieg
im Gesamt-Index von 46,9%, bei den Verbraucherpreisen um 46,5%.
- (Milliyet, 4.09.01) Preiserhöhungen für Energie.
Die Strompreise sind um 6 Prozent erhöht worden. Gleichzeitig stiegen
auch die Preise für Benzin (1,92%), für Diesel (0,48%) und
für Heizöl (1%).
- (Milliyet, 3.09.01) Rückgang auch bei den Investitionen in
der Privatwirtschaft. Unter dem Eindruck der
Krise geht nicht nur die Produktion sondern auch die Investitionstätigkeit
zurück. Während im vergangenen Jahr die Investitionen im ersten
Quartal um 20% stiegen, gingen sie in diesem Jahr im gleichen Zeitraum
um 12 % zurück. Im zweiten Quartal zeigt der Vergleich für
das Jahr 2001 einen Anstieg um 13 %, in diesem Jahr einen Rückgang
um 32 %.
- (Zaman, 2.09.01) Abbau bürokratischer Hemmnisse für ausländische
Investoren. Ministerpräsident Ecevit kündigte an, daß
die Regierung einen Gesetzentwurf einbringen werde, der ausländische
Investitionen erleichtern solle. Es sei ein Unding, daß Investoren
bis zu 40 verschiedene Stellen aufsuchen und zum Teil jahrelang auf
Bescheide warten müßten. Geplant ist, daß Investitionsanträge
bei einer zentralen Stelle eingereicht und innerhalb von drei Monaten
beschieden werden sollen.
- (InternetHaber, 2.09.01) Delegation des IMF kommt am 7. September.
Die unter Führung des Abteilungsleiters Kahkanonen am 7. September
in der Türkei erwartete Delegation des Internationalen Währungsfonds
wird sich schwerpunktmäßig mit der wirtschaftlichen Entwicklung
in den ersten 9 Monaten des Jahres, dem Budget und den Erwartungen für
das kommende Jahre beschäftigen. In der Meldung von Internet Haber
heißt es weiter, daß eine türkische Delegation unter
Führung des für die Wirtschaf verantwortlichen Ministers Dervis
an der IMF-Jahrestagung am 29. und 30. September in Washington teilnehmen,
den USA-Besuch jedoch auch zu weiteren Gesprächen nutzen werde.
- (Milliyet/Staatliches
Statistikinstitut, 1.09.01) Schlechte Bilanz für das erste
Halbjahr. Der Schrumpfungsprozeß der türkischen
Volkswirtschaft hat sich auch im 2. Quartal 2001 fortgesetzt und mit
11,8 Prozent die größte Einbuße seit Ende des 2. Weltkrieg
hervorgebracht. Die Gesamt-Einbuße für das erste Halbjahr
beträgt 8,5 Prozent. Neben drastischen Rückgängen in
der Wertschöpfung wird auch auf einen enormen Rückgang im
privaten und staatlichen Konsum hingewiesen.
- (Milliyet, 1.09.01) In fünf Jahren wird es nur noch fünf
bis sechs Banken geben. Der Präsident der
türkischen Bankenaufsicht, Engin Akcakoco, erklärte, daß
nach seiner Ansicht in fünf Jahren nur noch fünf bis sechs
Banken bestehen werden. Davon werden seiner Ansicht nach zwei oder drei
mit ausländischen Partnern arbeiten. Weiterhin gab Akcakoca an,
daß aufgrund der nachlassenden Zinsen die Banken gezwungen sein
werden, ihr Dienstleistungsangebot auszubauen.
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