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Mit dem Schulanfang sind plötzlich alle Probleme wieder da ...Am Montag begann die Schule in der Türkei. 14 Millionen Schüler werden sich im beginnenden Schuljahr jedoch nicht nur mit ihren Unterrichtsfächern auseinandersetzen müssen. Es herrscht Lehrermangel, viele Klassenräume sind überfüllt. Zu diesen bereits seit Jahren bekannten Mängeln kommt nun jedoch noch hinzu, daß einigen Schulen wegen Schulden bei den Elektrizitäts- und Wasserwerken die Strom und Wasserversorgung abgestellt wird. Gleichwohl sind diejenigen, die zur Schule gehen, glücklich zu schätzen: Schätzungen gehen davon aus, daß auch in diesem Jahr wieder eine Million schulpflichtiger Kinder nicht am Unterricht teilnehmen werden. Bereits seit zwei Wochen ist in Istanbul ein deutlicher Wandel im Straßenbild zu erkennen: Allenthalben entstehen Stände mit Schreibwaren, auf den Wochenmärkten finden sich Schuluniformen, vor den Schulen bildeten sich Schlangen für die Anmeldung. Das neue Schuljahr beginnt unter dem Vorzeichen der andauernden Wirtschaftskrise. Auch ohne Krise wurde in der Vergangenheit die schlechte Ausstattung der Schulen und die hohe finanzielle Belastung der Eltern häufig kritisiert. Wie jedoch Berechnungen der Lehrergewerkschaft Egitim Sen ergeben haben, sind die Ausgaben für die Schulausstatung eines Erstklässlers höher als ein Mindestverdienst. Da diese Kosten mit jeder weiteren Klassenstufe steigen, wird offensichtlich, daß viele Familien vor einem kaum zu bewältigenden Problem stehen. Hinzu kommen Einschreibegebühren und - wenn auch untersagt - drastische Aufforderungen, Spenden für den Unterhalt der Schulen zu leisten. Die mangelnde Finanzierung der Schulen zeigt sich nicht zuletzt in einem Problem, das die Tageszeitung "Milliyet" am 9. September darstellte: Das Energieministerium hat strikte Anweisung gegeben, säumigen Zahlern - auch im öffentlichen Dienst - den Strom zu sperren. Die Liste der betroffenen Einrichtungen reicht von Ardahan und Antalya bis nach Istanbul und Tekirdag. Gehen in der Schule also die Lichter aus?
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