Jahrgang 2 Nr. 0 vom 8.10.2001
 

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Blumen und Krise

(nach einem Artikel von Yilmaz Yildiz, Yeni Saffak, 4.10.01)

Menschen schenken einander Blumen als Ausdruck von Liebe, um einander eine Freude zu machen oder Blumen werden im Rahmen von Festen und Feiern als Dekoration benutzt. Sie sind ein schöner Luxus und Ausdruck dafür, daß man es sich leisten kann, auch für anderes als das Unabdingbare Geld auszugeben. In der Türkei ist mit der Wirtschaftskrise der Blumenverkauf drastisch zurückgegangen. Bereits durch die Erdbeben von 1999 war der Sektor schwer getroffen worden. Da 54 Prozent der Zierblumen in Istanbul verkauft werden, ist das Umland traditionell ein Zentrum des Gartenbaus. Beim Erdbeben sind 80 Prozent der Anlagen in Yalova vernichtet worden.

Nach Auskunft des Vorsitzenden der Kammer der Blumenhändler, Ahmed Nadir Yüksel, sind rund ein Viertel der Betriebe gefährdet. Gleichzeitig warb Yüksel dafür, auch dem Blumenhandel Aufmerksamkeit zu schenken. Ausgehend davon, daß die Tulpe über das Osmanische Reich nach Europa gelangt ist, erinnerte Yüksel an die mehrhunderjährige Tradition der Blumenzucht in der Türkei und setzte dies in Kontrast mit der Tatsache, daß die Türkei heute Tulpen aus Holland einführe. Mit etwas Unterstützung könnte der Blumenhandel auch für den Export wieder interessant werden und im Jahre 2002 Exporterlöse in einer Größenordnung von 5 Milliarden Dollar erzielt werden.

 

 

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