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- (Staatliches Statistikinstitut, 18.10.01)
Leichte Verbesserung der Kapazitätsauslastung im produzierenden
Gewerbe im September. Mit einer erwarteten Auslastung von 72,8%
zeigt sich das produzierende Gewerbe in der Türkei erstmals wieder
leicht optimistischer. Im vergangenen Jahr lag der Wert mit 73,9 % nur
leicht über diesem Wert. Als Hauptfaktor für die mangelnde
Auslastung wird mit 58 % eine mangelhafte Binnennachfrage genannt.
- (Staatliches Statistikinstitut, 16.10.01)
Firmenschließungen halten an. Die Bilanz der im September
eröffneten und geschlossenen Firmen zeichnet ein Bild der anhaltenden
Krise. Die Zahl der Unternehmensschließungen lag um 41,5% über
dem Wert im Vorjahresmonat. Die Zahl der Neueröffnungen lag um
11,5 % unter der im Vorjahresmonat.
- (Aksam, 21.10.01) Zahl der Hilfeempfänger stark gestiegen.
Ein Bericht des für die sozialen Beihilfen verantwortlichen Minsiters
Gemici macht deutlich, daß in den vergangenen Jahren die Zahl
der Beihilfeempfänger stark gestiegen ist. Aus den Zahlen geht
auch hervor, daß die Zahl der Beihilfeempfänger durch die
Wirtschaftskrise stärker gestiegen ist als durch die Erdbeben von
1999. In dem Bericht wird ein Überblick über Nahrungsmittelhilfen,
Gesundheitshilfe und Beihilfen für Schüler und Studenten gegeben.
- (Radikal, 21.10.01) Belebung in der Textilindustrie.
Aufgrund steigender Nachfrage auf Exportmärkten beginnt in den
thrakischen Textilfabriken die Produktion wieder anzulaufen. Schrittweise
ist begonnen worden, zuvor entlassenes Personal wieder einzustellen.
- (Türkiye, 21.10.01) Ab November keine Zentralbankkredite mehr.
Wie in dem im Frühjahr im Rahmen des Erneuerungsprogramm verabschiedeten
Zentralbankgesetz festgelegt, wird die türkische Zentralbank ab
November keine Kredite mehr für den Haushalt oder für öffentliche
Einrichtungen mehr zur Verfügung stellen. Die bisherige Kreditpraxis
wird maßgeblich für die hohe Inflation verantwortlich gemacht,
weil auf diese Weise Geld ohne Gegenwert in Umlauf gesetzt wurde.
- (Türkiye, 21.10.01) Telefongebühren werden um 10 Prozent
erhöht. Der Preis für die Einheit wird ab November von
41.300 TL auf 45.600 TL steigen. Zugleich werden auch die Preise für
Telefonkarten steigen.
- (Milliyet, 21.10.01) Firmendurchsuchungen wegen Software-Piraterie.
Bei Durchsuchungen zweier Firmen in Ankara wurden insgesamt 23 illegal
betriebene Software-Programme gefunden. Das Ermittlungsverfahren wird
fortgesetzt.
- (Hürriyet, 21.10.01) Hoffnung für Geflügelmastbetriebe.
Durch Kabinettsbeschluß soll eine Kreditbürgschaft für
den angeschlagenen Großmastbetrieb Köytür erreicht werden.
Die Entwicklung könnte auch der Firma Mudurnu zugute kommen, die
ihren Betrieb inzwischen vollständig einstellen mußte. Hintergrund
der Probleme der Geflügelmastbetriebe ist ein aufgrund der in Krisenzeiten
zurückgegangenen Nachfrage stark gefallener Preis. Wurden 1999
noch 2 $/kg gezahlt, lag der Preis zum Jahreswechsel 2000/2001 bei 1,52
$/kg. Da die Betriebe mit Importfutter arbeiten, gerieten sie mit Ausbruch
der Februarkrise und der anschließenden gallopierenden TL-Abwertung
in Zahlungsschwierigkeiten.
- (Bianet, 19.10.01) Bauern in Konya haben kein Saatgut.
Nachdem zuerst Überschwemmungen und danach Dürre die Ernte
im Konya-Tal vielerorts vernichtet haben, finden die Bauern jetzt kein
Geld zur Finanzierung der neuen Aussaat. Von 1,1 Millionen Hektar Anbaufläche
werden voraussichtlich 700000 ha unbebaut bleiben. Ein Gesetz, das in
Fälle von widrigen Wetterverhältnissen den Bauern Beihilfen
zur Verfügung stellte, ist im Zuge der Haushaltsreformen aufgehoben
worden. Die Ernte in der Region ist in diesem Jahr von 3,5 Millionen
Tonnen auf 1 Millionen Tonnen gefallen.
- (Milliyet, 18.10.01) Türkischer Banker im Vorstand der Commerzbank.
Bei der Neubesetzung des Vorstandes wurde Mehmet Dalman als für
das Investment Banking zuständiges Mitglied berufen. Mit der Neubesetzung
des Vorstandes wurden auch Maßnahmen zur Bewältigung der
aktuellen Krise beraten. Auf der Tagesordnung stehen die Entlassung
von 3400 Mitarbeitern und die Schließung von 204 Filialen.
- (Milliyet, 16.10.01) Budgetdefizit erreicht 18,4 Katrillionen TL
in den ersten 9 Monaten. Nach Mitteilung von Finanzminister Oral
wurden in den ersten 9 Monaten des Jahres 54,7 Katrillionen TL ausgegeben
und 36,373 Katrillionen TL eingenommen. Das zinsbereinigte Budget weist
einen Überschuß von 11 Katrillionen auf.
- (Milliyet, 13.10.01) Erste Meldungen zu Steuer- und Gebührenplänen
zur Finanzierung des Haushalts 2002. Zunächst
die gute Nachricht: Mehrwert-, Körperschafts-, Einkommens- und
Kraftfahrzeuganschaffungssteuer bleiben voraussichtlich im nächsten
Jahr unverändert. Und nun die schlechte Nachricht: Kraftfahrzeugssteuer,
Grund- und Gebäudesteuer sowie amtliche Gebühren werden nach
Information der Tageszeitung Milliyet zwischen 85 und 100 Prozent steigen.
- (Milliyet, 13.10.01) Devisenguthaben steigen.
100 TL Spareinlage auf türkischen Banken stehen durchschnittlich
Guthaben auf Devisenkonten in einer Höhe von 165 TL gegenüber.
Durch die enorme Abwertung stieg der Gegenwert der Devisenguthaben von
Januar bis September um 34,8 Katrillionen TL, der der TL-Guthaben um
5,9 TL.
- (Milliyet, 12.10.01) TUI für kommende Saison optimistisch.
TUI rechnet damit, daß in der kommenden Wintersaison genausoviele
Touristen nach Antalya kommen werden, wie im Sommer 1999. Nach Einschätzung
des TUI-Regionaldirektors für die Türkei, Schenk, sind vom
Terroranschlag vom 11. September vor allem die nordafrikanischen Tourismusziele
betroffen. Zwar sind nach dem Terroranschlag zunächst die Buchungen
zurückgegangen, doch hat sich in der vergangenen 10 Tagen die Lage
wieder entspannt.
- (Aksam, 12.10.01) Steuerlast in den letzten 10 Jahren verdoppelt.
Einer Untersuchung des Arbeitgeberverbandes TISK zufolge, hat sich die
Steuerlast in der Türkei in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt.
Damit zähle die Türkei zur Weltspitze. Mit dem drastischen
Anstieg der Steuern sei jedoch auch die Schattenwirtschaft drastisch
gewachsen.
- (Milliyet, 11.10.01) Steueraufkommen um 12,1 Prozent gesunken.
Nach Angaben der Kammer der Steuerberater sind in diesem Steuerjahr
mit drastischen Einnahmenrückgängen zu rechnen. Nach einer
Studie der Kammer geht die Einkommenssteuer um 21,6 % zurück. Den
stärksten Rückgang zeigt die Anschaffungssteuer auf Kraftfahrzeuge
mit 59,6 Prozent.
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