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Dieses Mal wurden Häuser gestürmt: 4 ToteAm Montag stürmte die Polizei Häuser von Hungerstreikenden im Istanbuler Stadtviertel Kücükarmut. Hungerstreikende und Sympatisanten hatten sich seit Monaten dort verbarikadiert. Der Hungerstreik richtet sich gegen die Einführung der Hochsicherheitsgefängnisse und dauert seit über einem Jahr an. Im Dezember vergangenen Jahres waren bei der Stürmung von Gefängnissen mehr als 30 Menschen getötet worden. Nach einer Presseerklärung der Polizei starben vier Menschen. Zwei von ihnen sollen sich selbst angezündet haben. Die Polizei erklärte weiterhin, daß sie keinen Gebrauch von Schußwaffen gemacht habe. In den Abendnachrichten des Fernsehsenders "atv" waren jedoch Polizisten zu sehen, die mit Schnellfeuergewehren schossen. Die Tageszeitung "Radikal" meldet am 7.11.01, daß drei der Getöteten laut Autopsiebericht Schußverletzungen aufwiesen. Ein Ende des Hungerstreiks ist nicht in Sicht. Es ist auch kaum anzunehmen, daß Polizeiaktionen ihn beenden können. Demgegenüber wurde am vergangenen Wochenende gemeldet, daß das türkische Justizministerium die Einführung eines neuen Gefängnistyps für politische und terroristische Gefangene erwägt. Die neuen L-Typ Gefängnisse sollen wie die F-Typ Gefängnisse, gegen die sich der Hungerstreik richtet, nach einem Zellensystem organisiert sein. Der Strafvollzug soll tagsüber jedoch in Gemeinschaftszellen erfolgen und der Einzeleinschluß erst nachts vorgenommen werden. Die Meldung erfolgte ohne Bezug auf den Hungerstreik. Eine Stellungnahme der Hungerstreikenden zu diesen Plänen ist bisher ebenfalls nicht erfolgt. |
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