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- (Aksam, 28.12.01) Verbesserung der Finanzausstattung der Privatbanken
und Kreditunterstützung für den produzierenden Sektor.
Ein diesbezüglicher Gesetzesentwurf ist im parlamentarischen Haushaltsausschuß
verabschiedet worden. Gemäß dem Entwurf wird Privatbanken
mit einem Marktanteil von mindestens einem Prozent auf dem Wege von
Staatsschuldscheinen eine Eigenkapitalhilfe zugewiesen, die die Kapitalausstattung
der Banken auf das weltweit übliche Niveau anhebt. Mit dem Gesetz
sollen zugleich auch die Voraussetzungen für die Verbesserung der
Kreditierungsmöglichkeiten des produzierenden Sektors verbessert
werden. Für Streit im Haushaltsausschuß sorgten Bestimmungen
des Gesetzentwurfes, die Direktoren staatlicher Banken weitgehend vor
strafrechtlicher Verfolgung schützen sollen.
- (Aksam, 27.12.01) Netto-Mindestlohn bei 163 Millionen TL.
Die Kommission zur Festlegung der Mindestlöhne hat einen Anstieg
um 33,9 Prozent ab dem 1. Januar 2002 beschlossen. Das Ergebnis wurde
von dem Gewerkschaftsbund Türk Is als unzureichend kritisiert.
Das Mindestlohnniveau reicht nach Einschätzung von Prof. Dr. Fevzi
Demir nicht aus, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Laufzeit
des Mindestlohnes beträgt 6 Monate. (Der Gegenwert in DM beläuft
sich auf ca. 250,--. IP)
- (Staatliches Statistikinstitut, 27.12.01) Weiterhin günstige
Entwicklung des türkischen Außenhandels.
Nach dem Bericht des Staatlichen Statistikinstitutes haben die Exporte
im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat um 24,3 % zugenommen, während
die Importe um 34,3 % zurückgingen. Das Außenhandelsdefizit
ging im selben Zeitraum von 2,279 Millionen Dollar auf 508 Millionen
Dollar zurück. Seit Jahresbeginn ist das Außenhandelsdefizit
um 63,6 % gesunken.
- (Aksam, 26.12.01) 53 Millionen TL Strafe für Kunden ohne Kassenbon.
Wer seinen Kassenbon oder Fahrschein nicht aufbewahrt, kann mit einer
Geldstrafe in Höhe von 53 Millionen TL rechnen. Ziel der Maßnahme
ist es, Mehrwertsteuerunterschlagungen vorzubeugen. Es gehört insbesondere
bei größeren Anschaffungen zu einer weitverbreiteten Praxis,
den Kauf ohne Beleg und ohne die Zahlung der Mehrwertsteuer zu tätigen.
- (Milliyet, 20.12.01) Neue Betriebsschäden für staatliche
Banken? In seiner Wirtschaftskolumne stellt Hursit
Günes Überlegungen zur Kursintervention der staatlichen Banken
an. Vor den Bayramtagen waren die Devisenkurse stark abgesunken, dann
erfolgten Stützkäufe durch die staatlichen Banken. Sollte
der Kurs weiter fallen, würden diese Banken Verluste erwirtschaften,
ohne das geklärt ist, wer dafür aufkommen soll. Auch sei es
Aufgabe der Zentralbank, staatliche Kurspolitik zu betreiben. Außerdem
wirft Günes in seinem Kommentar die Frage auf, ob es zum jetzigen
Zeitpunkt unter dem Gesichtspunkten von Devisenschulden und Preisstabilität
überhaupt sinnvoll ist, in die Kursentwicklung einzugreifen.
- (InternetHaber, 19.12.01) Russland plant Maßnahmen gegen
"Kofferhandel". Einer für kommendes Jahr geplanten
Regelung zufolge sollen russische Reisende sollten sie mehr als 50 kg
Gepäck mit sich führen oder dessen Wert 1000 Dollar übersteigen,
die regulären Firmenzollsätze bezahlen. Der Kleinexporthandel
ist in der Türkei zu einem bedeutenden Wirtschaftssektor herangewachsen
und hat in diesem Jahr Zeitungsberichten zufolge einen deutlichen Aufschwung
genommen.
- (Milliyet, 17.12.01) Mit 2,5 Milliarden Dollar Rekord bei den ausländischen
Direktinvestitionen. Den Löwenanteil bei
den ausländischen Investitionen nahmen dabvei das Aria-Funktelefonprojekt
sowie der Kauf der Demirbank durch die britische HSBC-Bank ein. Wie
der Generalsekretär des Vereins ausländischer Investoren (YASED),
Ariman, erklärte, liegt das Potential jedoch weit höher. Wenn
die Regierung die geplanten Reformen verwirklicht, die türkischen
Wirtschaftspotentiale besser bekannt gemacht werden und die Bürokratie
verringert werde, könnten auch 35 Milliarden Dollar erreicht werden.
- (Aksam, 17.12.01) Finanzminister Oral: 2002 wird das letzte schwierige
Jahr. Anläßlich einer Pressekonferenz in Izmir erklärte
Finanzminister Oral, daß die Haushaltsdaten von Januar bis November
2001 sehr positiv ausgefallen seien und aß dies an dem Haushaltüberschuß
ohne Zinsen gemessen werden könne. Die vorgesehenen 2,6 Katrillionen
Überschuß seien überschritten worden. Solide öffentliche
Finanzen seien eine Voraussetzung für die Wirtschaft. Die Zahlen
zeigten eine Gesundung der öffentlichen Haushalte an.
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