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TÜSIAD-Umfrage wirft Schlaglicht auf Stimmung in der WirtschaftDer Unternehmerverein TÜSIAD hat am 23. November einen Bericht über die regelmäßige Befragung seiner Mitglieder vorgelegt. Da TÜSIAD die größten Unternehmen der Türkei repräsentiert, kommt den Ergebnissen einige Bedeutung zu. Der Bericht läßt einen Vergleich der Monate Juni bis Oktober zu. Einen besonderen Stellenwert für die wirtschaftliche Entwicklung haben in der Türkei politische Erwartungen - dementsprechend lag auch einer der Schwerpunkte auf den politischen Erwartungen der Mitglieder. 68 % der Befragten rechnen kurzfistig mit keiner politischen Veränderung. 76 % gehen davon aus, daß langfristig nicht mehr politische Stabilität erreicht wird oder daß sie sich verringert. Nur 6 % glauben, daß vorgezogene Neuwahlen zur Lösung der Vertrauenskrise in die Regierung beitragen könnte. Als wichtigste politische Themen werden die Reform von Wahl- und Parteiengesetz, die Verringerung der Ministerzahl und der Abbau von Bürokratie angesehen. Wirtschaftlich gehen 54 % der Befragten davon aus, daß sich in den kommenden drei Monaten keine Veränderung ergeben werde. Als wichtigsten Probleme werden die Bewältigung der staatlichen Inlandsschulden, die Auswirkungen der politischen Instabilität sowie Arbeitslosigkeit und ihre gesellschaftlichen Folgen gesehen. Bezogen auf einen Jahreszeitraum überwiegen jedoch positive Einschätzungen, die eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage erwarten. Bei den zu treffenden Vorkehrungen nimmt die Forderung nach einer Steuerreform eine Spitzenstellung ein. Im Oktober zeigt sich gegenüber den Vormonaten zudem ein Bedeutungszuwachs für die Themen 'Exportförderung' und 'ausländische Direktinvestitionen'. |
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