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- (Aksam, 4.01.2002) Inflationszahlen für Dezember bekanntgegeben.
Dem Staatlichen Statistikinstitut zufolge stiegen die Preise im Dezember
um 4,1 Prozent, die Verbraucherpreise um 3,2 Prozent und die des produzierenden
Gewerbes um 2,4 Prozent. Damit wird das Jahr 2001 mit einer Gesamtinflation
von 88,6 Prozent und einem Anstieg der Verbraucherpreise um 68,5 Prozent
abgeschlossen.
- (Aksam, 3.01.2002) Heizkosten im Vergleich zum Vorjahr um 170 Prozent
gestiegen. Die massiven Preiserhöhungen
beim Erdgas haben dazu geführt, daß viele Menschen sich nach
anderen Heizmöglichkeiten umsehen. Neben einem Anstieg der Luftverschmutzung
nimmt auch die illegale Abzweigung von Strom zu.
- (Bianet, 2.01.2002) Überschwemmungen im Industriegebiet Izmir.
In der Freihandelszone in Izmir stehen mehr als 100 Fabriken unter Wasser.
In dem Industriegebiet mit 420 Fabriken und 20.000 Arbeitsplätzen,
das jährlich ein Exportvolumen von 1 Milliarden Dollar erreicht,
werden viele Firmen vor dem Ablauf von 2 Monaten voraussichtlich die
Produktion nicht wieder aufnehmen können.
- (Aksam, 1.01.2002) Drastischer Anstieg der Gemüsepreise wegen
Überflutungen. Die Überschwemmungen
in der Region Antalya haben einen Preisanstieg bei Gemüse von über
100 Prozent innerhalb eines Jahres zur Folge.
- (Aksam, 1.01.2001) Kapitalertragssteuerschulden der Türken
in Deutschland. Seit 1977 sollen Türken in Deutschland rund
12 Milliarden Dollar über die türkische Zentralbank in die
Türkei transferiert haben, ohne die erforderlichen Anlagesteuern
zu bezahlen. Das Problem soll zwischen dem deutschen und dem türkischen
Finanzminister erörtert werden.
- (Milliyet, 31.12.2001) Erdgasverbrauch zurückgegangen.
Im Zeitraum von Januar bis November 2001 ist der Erdgasabsatz um 4,1
Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesunken.
- (Radikal, 31.12.2001) Reallohneinbußen.
Die stärksten Einbußen mußten im vergangenen Jahr die
Empfänger von Mindestlöhnen hinnehmen. Ihre Kaufkraft ist
um 16,8 Prozent gesunken. Arbeiter in staatlichen und öffentlichen
Betrieben verzeichneten Einbußen von 13,7 %. Am besten standen
die Empfänger von Privatrenten (Bag Kur) mit einem Verlust von
0,2 % dar.
- (Radikal, 31.12.2001) Streit um Bankensanierung.
Der Kolumnist Enis Berberoglu kommt zu dem Schluß, daß die
Regierung selbst nicht weiß, wie sie mit den Banken umgehen soll.
Wurden 1999 und 2000 eine Reihe von Banken verstaatlicht und ihre Besitzer
festgenommen, wurde im Jahr 2001 versucht, die Banken über Wasser
zu halten und die inhaftierten Banker freigelassen. Im kommenden Jahr
soll nun eine Förderung der Kapitalausstattung der Banken mit staatlichen
Mitteln erfolgen. Daß jedoch nur Banken mit einem Marktanteil
von mindestens einem Prozent in den Genuß der Förderung kommen
sollen, wird zwar vielleicht der Zersplitterung des Bankenwesens entgegenwirken,
jedoch aber auch neue Unsicherheiten hervorrufen. Für die nunmehr
ausgeschlossenen Banken stellen sich drei Alternativen: Sie können
sich einen neuen Partner suchen und damit selbständig ihre Kapitalausstattung
verbessern; sie können fusionieren, was die Regierung fördern
will, oder sie können versuchen, sich hindurchzulavieren. Die Gegenstimmen
aus dem Regierungslager gegen den Gesetzesentwurf zeigen wiederum, daß
die Regierung selbst nicht hinter dem Entwurf steht. Durch diese Unsicherheiten
gerät jedoch das eigentliche Anliegen, dem produzierenden Sektor
Kreditmöglichkeiten zu eröffnen, in Gefahr.
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