Jahrgang 2 Nr. 4 vom 26.01.2002
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Bianet, 23.01.2002) Kooperation von Tosyöv und Weltbank zur Rehabilitation von Klein- und Mittelbetriebe. Auf einer Veranstatlung der Handelskammer Mersin wurde ein Programm mit einem Volumen von 10 Millionen Dollar zur Sanierung von Klein- und Mittelbetrieben vorgestellt. Gegenstand des Projektes sollen die Förderung des Exports, Marktings, des elektronischen Handels sowie der internationalen Zusammenarbeit sein. Nach Angaben des Vorsitzenden von Tosyöv ist das Programm bisher kaum bekannt und es werden Firmen gesucht, die daran teilnehmen wollen.
  • (Aksam, 23.01.2002) 12 Millionen Abonnenten bei Turkcell. Der Funktelefondienstleister konnte seine Abonnentenzahl im vergangenen Jahr um 21 Prozent steigern. Alleine im letzten Quartal 2001 seien 475000 neue Teilnehmer dazugekommen.
  • (Aksam, 23.01.2002) Baukosten um 63,4 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Staatlichen Statistikinistitutes stiegen die Baukosten im vergangenen Jahr um 63,4 Prozent. Den höchsten Anstieg mit 77,8 Prozent zeigten dabei die Baustoffe.
  • (Aksam, 22.01.2002) Gesundheitstourismus. Nachdem türkische Zeitungen am Montag gemeldet hatten, daß britische Sozialversicherungsträger sich mit einzelnen Krankenhäusern in der Türkei in Verbindung gesetzt haben, erklärte Gesundheitsminister Durmus, daß er Plänen, Krankenhauskapazitäten in der Türkei ausländischen Sozialversicherungen zur Verfügung zu stellen, positiv gegenüberstehe. Sowohl die verfügbaren Fachkräfte als auch die Kapazitätsauslastung der Krankenhäuser würden dies zulassen. Geeignet wären nach Einschätzung von Gesundheitsminister Durmus sowohl die Herzchirurgie, die plastische Chirurgie als auch Organtransplantationen.
  • (Aksam, 22.01.2002) Bürokratische Hemmnisse. UMCOR, eine Organisation der UNO plante in Düzce die Errichtung von 90 Häusern für Erdbebenopfer, scheiterte jedoch an bürokratischen Hemmnisssen. Der Provinzgouverneur teilte mit, daß es nach geltendem Recht verboten sei, Grundstücke kostenlos an Ausländer oder ausländische Organisationen abzugeben. Da kein Baugrund zur Verfügung gestellt werden konnte, verzichtete UMCOR auf das Bauprojekt. Die Wohnungsnot in Düzce hält an ...
  • (Aksam, 21.01.2002) Verbraucherverein fordert Senkung der Strompreise. Der Anstieg der Strompreise um 118 Prozent im vergangenen Jahr liegt um 50 Prozentpunkte über dem Anstieg des Verbraucherpreisanstiegs. Da 20 Prozent des gelieferten Stroms illegal abgezapft werden und ungefähr 3 Prozent an Verbrauchergehen, die von Zahlungen freigestellt sind (z.B. Schulen und Moscheen) werden die Verbraucher nach Ansicht des Verbrauchervereins unzulässigerweise mit nicht verbrauchsrelevanten Kosten belastet. Als Maßnahmen zur Senkung der Strompreise forderte Turhan Cakar, Vorsitzender des Verbrauchervereins, die Senkung der Mehrwertsteuer auf 1 Prozent, die Aufhebung der Gemeinde Verbrauchssteuer sowie die Aufhebung des Zuschlags von 50 % für Verbraucher über 150 kw/h.
  • (Aksam, 20.01.2002) Türkei bei Frauenbeschäftigung im IT-Sektor in Europa auf Platz drei. Eine von Cisco Systems in Auftrag gegebene Untersuchung zeigt den Frauenanteil unter den Beschäftigten im Informationstechnologiesektor mit 10,7 Prozent an. Damit lag in einem europaweiten Vergleich die Türkei an dritter Stelle. Die Untersuchung zeigt außerdem, daß mittel- und osteuropäische Staaten einen höheren Frauenanteil in diesem Sektor aufweisen als die westeuropäischen Staaten.
  • (Aksam, 19.01.2002) Zinserleichterungen für Bauern. Der Landwirtschaftsminister gab gestern bekannt, daß Kreditschulden von Bauern bei der Ziraat Bankasi in einem Gesamtvolumen von 1,4 Katrillionen Dollar nach einem bestimmten Verfahren in einem Zeitraum von 30 Monaten in Raten zinsfrei bezahlt werden sollen. Krediterleichterungen für die türkischen Bauern hatten im vergangenen Jahr mehrfach zu ernsten Spannungen in der Koalitionsregierung geführt.
  • (Aksam, 19.01.2002) Regierungsprogramm für neues IMF-Abkommen unterzeichnet. Wie der für die Wirtschaft zuständige Minister Dervis gestern in einer Presseerklärung mitteilte, wurde das Regierungsprogramm gestern unterzeichnet. Mit einer Entscheidung des IMF über das neue Abkommen, das verbilligte Kredite in einer Größenordnung von zusätzlichen 10 Milliarden Dollar vorsieht, wird Anfang Februar gerechnet. In der gleichen Pressekonferenz erklärte Dervis, daß für eine Senkung der Mehrwertsteuer zur Belebung der türkischen Wirtschaft zur Zeit kein finanzieller Spielraum bestehe. Die Türkei sei aufgrund ihrer hohen Schulden nicht in derselben Lage wie die USA.

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Kooperation von Tosyöv und Weltbank zur Rehabilitation von Klein- und Mittelbetriebe


Baukosten um 63,4 Prozent gestiegen


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Bürokratische Hemmnisse


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Regierungsprogramm für neues IMF-Abkommen unterzeichnet

 

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