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- (Milliyet, 15.02.2002) "Was die Türkei nicht an ausländischen
Direktinvestitionen eingeworben hat, hat sie als Schulden aufgenommen".
In Ankara fand ein zweitägiger Kongreß zur Verbesserung des
Investitionsklimas in der Türkei statt. Der Kongreß stellt
die Fortsetzung einer Arbeit von TOBB, YASED und der Weltbank dar. Staatssekretär
Öztrak vom Schatzamt erklärte, daß Wachstum nicht mehr
mit "heißem Geld", sondern vor allem durch ausländische
Direktinvestitionen zu erzielen sei. Der Vorsitzende des Verbandes der
türkischen Börsen und Kammern Hisarciklioglu erklärte,
daß die Türkei einen Berg von 118 Milliarden Dollar Schulden
aufgehäuft habe. Die Türkei habe, was sie nicht an ausländischen
Direktinvestitionen eingenommen habe als Schulden aufgenommen. Im Vorfeld
der Konferenz hatte der Vorsitzende des Vereins ausländischer Direktinvestoren
Yöneyman beklagt, daß vielfach noch eine Gesinnung aus den
70er Jahren fortbestehe, derzufolge ausländische Investoren als
"Ausbeuter" angesehen würden.
- (Bianet, 14.02.2002) Großstadtverwaltung Antalya führt
Veranstaltung zu Rückständen in Obst und Gemüse durch.
Gegenstand der in Zusammenarbeit mit dem Verband der Exporteure durchgeführten
Veranstaltung war die Sensibilisierung der Bauern beim Gebrauch von
Düngern und Insektiziden, da überhöhte Rückstandswerte
zu einem Einfuhrverbot in die EU führten.
- (Aksam, 14.02.2002) Verfassungsgericht hebt zwei Bestimmungen des
Stromgesetzes auf. Das Verfassungsgericht hob im
Gesetz 4628 die Paragraphen 4 (Absatz 1) und 8 auf. Es handelt sich
bei der ersten Bestimmung um die Privatisierungsverpflichtung für
staatliche Stromerzeugunger, bei der zweiten Bestimmung um eine Einschränkung
der gegebenen Staatsgarantien für bereits projektierte private
Stromprojekte. Um das Stromgesetz hatte es im vergangenen Frühjahr
heftige Auseinandersetzungen innerhalb der Koalitionsregierung gegeben.
Der Aufhebungsantrag wurde von der inzwischen verbotenen Tugendpartei
(FP) gestellt.
- (insight yased, 1/2002) Wirtschaftsaussichten für 2002 - Ergebnisse
der Mitgliederbefragung unter ausländischen Direktinvestoren.
76 % der Befragten gehen von einem ansteigenden Wirtschaftswachstum
aus. 41 % schätzen das Wachstum in 2002 auf 4 bis 4,9 % ein. Der
Durchschnittswert beträgt 3,3 %. Die durchschnittliche Inflationserwartung
beträgt 46,92 % bei den Verbraucherpreisen und 44,9 % beim Gesamtindex.
Das Durchschnittsergebnis bei den Zinssätzen beträgt 47,88
%, wobei 40 % der Befragten ein Zinsniveau zwischen 50 und 59 % voraussehen.
Außerdem fallen hohe Erwartungswerte hinsichtlich einer Zunahme
der ökomischen Stabilität, einer Verbesserung der rechtichen
Rahmenbedingungen und des Finanzierungsumfeldes auf.
- (Aksam, 10.02.02) Türkische Holdings unter den weltgrößten
Betrieben. Das amerikanische "Familiy
Business Magazin" veröffentlichte die Liste der größten
Familienunternehmen außerhalb der USA. Darin nimmt die Koc-Holding
Platz 49, die Sabanci Platz 56 und die Dogus Holding Platz 60 ein.
- (Milliyet, 9.02.02) Akbank erhält von Fitch die beste Kreditnote
unter den türkischen Banken. Mit B+ erhielt
die Akbank die besten Kreditnoten des internationalen Bewertungsinstituts
Fitch. Die Noten der anderen Banken liegen bei B oder B-.
- (Aksam, 9.02.02) Rund 10 Prozent des deklarierten Steueraufkommens
wurden in 2001 nicht gezahlt. Steuern in einer
Größenordnung von 4,254 Katrillionen TL wurden im vergangenen
Jahr nicht eingezahlt. Den größten Posten bildet dabei die
Einkommenssteuer. Aber auch Steuerstrafen und Mehrwertsteuer stellen
einen großen Anteil. Das deklarierte Steueraufkommen im vergangenen
Jahr betrug 44,022 Katrillionen TL.
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