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SchwarzmeerautobahnDas erste Mal habe ich vor zwei Jahren von der Schwarzmeerautobahn gehört. Eine Freundin erzählte von einem Besuch in ihrer Geburtsstadt Rize. Was sie dort an Veränderungen vorfand, so erzählte sie, hätte sie an den Rand einer Depression gebracht: Großflächige Landschaftsverändungen - Häßlichkeit. Es gibt natürlich auch Menschen, die anders denken. Es ist ein ehrgeiziges Projekt: 715 km Autobahn sollen die Verkehrsverbindungen am Schwarzen Meer sicherstellen, in einigen Städten die innerstädtischen Verkehrsprobleme lösen und außerdem die Anbindung der Region, aber auch der angrenzenden Kaukasus-Staaten an das europäische Fernstraßennetz erreichen. Die 715 km lange neue Autobahn wird 7 Provinzhauptstädte und 9 Häfen miteinander verbinden. Von dem Straßenprojekt verspricht man sich bedeutende Fortschritte für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region. Umweltschützer, Anwohner der geplanten Strecke und Organisationen, die sich den Schutz historischer Bausubstanz zum Ziel gesetzt haben, sind jedoch skeptischer. So wird beispielsweise ein Teil der historischen Stadtmauer Trabzons von der Streckenführung betroffen. 35 Prozent des geplanten vierspurigen Straßenprojektes sind abgeschlossen. Geplant ist, daß bis zum Jahresende die Hälfte fertiggestellt wird. 125 km der Strecke sind bereits für den Verkehr freigegeben. |
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