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Randale in Istanbul-EsentepeBei einer Straßenschlacht zwischen Bewohnern der Istanbuler Siedlung Esentepe am vergangenen Samstag wurde eine Person getötet, weitere Personen verletzt und schwerer Sachschaden angerichtet. Die Straßenschlacht brach nach einem alltäglichen Wortwechsel zwischen einem Ladenbesitzer und einem Kunden über dessen Schulden aus. Die Bewohnerschaft der Siedlung soll aus türkischen Roma und aus dem Südosten der Türkei Zugewanderten bestehen. Nach der Verhängung eines Ausgehverbotes am Sonntagabend und einem massiven Polizeiaufgebot wurden weitere Kämpfe unterbunden. Die Auseinandersetzungen wurden mit Steinen, Molotowcoktails und Schußwaffen geführt. Erklärte die Polizei nach ersten Untersuchungen, daß es bisher keine Anzeichen für einen ethnischen Hintergrund der Kämpfe geben, erklärten Sozialexperten, daß solche Auseinandersetzungen seit langem absehbar waren. So gab die Tageszeitung Milliyet in ihrer Dienstagsausgabe (5. März) Professor Narli (Marmara Universität) mit folgender Analyse wieder: "Bis 1980 versuchten diejenigen, die vom Dorf in die Stadt wanderten noch, sich zu integrieren. Aber bei den nach 1980 in die Stadt gekommenen war weder dieser Wunsch noch die Möglichkeit vorhanden. Sie haben sich in den Vorstädten ihre Ghettos eingerichtet. Die Ghettos bei uns unterscheiden sich natürlich von denen in den USA. Wir können sie als eine völlig in sich abgeschlossene Gesellschaft charakterisieren. Sie organisieren sich um die Herkunftsregion, Verwandtschaftsbeziehungen, religiöse Konfessionen und Heimatorten. Beispielsweise siedeln sich die Bewohner eines anatolischen Dorfes in einer bestimmten Straße im Stadtteil Sultanciftlik an." Im gleichen Artikel wird eine Aufstellung über Siedlungsgebiete in Istanbul nach Herkunftsregionen gegeben:
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