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Mein Freund Wildolfvon Peter Kaiser/Antalya
Das ich ihm reichlich vorab Informationen gegeben habe, ist selbstverständlich und hat sich wieder einmal sehr ausgezahlt. Wildolf und Hilde kamen für drei Wochen in den Urlaub nach Antalya. Ihr Hotel war bei Kemer. Sie waren sehr zufrieden mit dem Zimmer und den Leistungen, wenn Sie auch die Preise in der Minibar sehr hoch fanden (ein kleines Bier DM 4,50!). Sie haben für drei Wochen Flug und Hotel pro Person rund DM 1.000 bezahlt. Natürlich hat Wildolf bei der Ankunft am Flughafen auch kein Geld gewechselt und auch nichts getrunken. An diesem Straßenraub" ist er unbeschadet vorbei gekommen. Ich hatte ihn darüber informiert, dass er am Flughafen in Antalya nur kein Geld wechseln sollte, bis zu 18% beträgt der Verlust wenn man im Change-Office der Bayindir Bank am Airport Geld wechselt. (Kaum den Fuß auf türkischem Boden, schon wartet der erste Wolf!) In den ersten zehn Tagen des Urlaubes war das Wetter sehr schön, er hat vieles auf eigene Faust unternommen und zusammen mit seiner Frau sehr viel gesehen. Warum bin ich Esel eigentlich nicht schön eher in die Türkei gekommen!" waren seine Worte. Du lebst in einem so schönen Land, so habe ich mir das wirklich nicht vorgestellt!" schwärmte er von allem was er links und rechts sah. In Deutschland liest man ja immer so viele negativen Schlagzeilen über die Türkei, deshalb haben wir vorher über eine Türkeireise nie nachgedacht!" sagte er. Alles war schön, alles war gut, bis........ seine Frau Hilde im Hotel eine Kreislaufschwäche bekam. Der Hotelarzt wurde konsultiert und dieser brachte Hilde mit seinem Wagen in eine Poliklinik. War das richtig? Ob das so richtig war, bezweifle ich, ein Krankenhaus wäre in dieser Situation sicherlich wesentlich besser gewesen, gerade wenn sich etwas schlimmeres hinter ihrer Kreislaufschwäche versteckt hätte, wäre wichtige Zeit verloren gewesen. Hilde hatte vor einen halben Jahr eine schwere Bypassoperation. Das hat sie auch dem Arzt gesagt. Mein Freund Wildolf rief mich leider erst an, nachdem seine Frau in der Polikinik war. Ich fuhr sofort hin und habe Hilde besucht. Ich war schon sehr geschockt, als ich in Ihrem Krankenzimmer an der Wand viele schwarze Schimmelflecken sah! So etwas darf es auch in keiner Poliklinik geben! Jeder normale Mensch weiß, daß feuchte und schimmelige Wände gefährlich für die Gesundheit sind! Gottseidank ging es Hilde wieder besser und sie sollte, laut Arzt, die Nacht über in der Poliklinik bleiben. Ich habe Wildolf geraten, seine Frau am nächsten Tag auf jeden Fall in ein richtiges Krankenhaus zu bringen, falls ein längerer Aufenthalt nötig sein sollte. Allah sei dank, es war nicht erforderlich, Hilde konnte sich die letzten Tage des Urlaubs im Hotel ausruhen und erholen. Tag der Abrechnung! Behandlungskosten müssen bezahlt werden. Das ist überall so. Laut Aussage von meinem Freund Wildolf lag seine Frau eine Nacht in der Poliklinik. Man hat drei EKG`s gemacht und zwei Laboruntersuchungen. Die Rechung dafür: DM 1.804,00!!! Wildolf war mir dankbar, dass ich ihm vor seiner Reise dringend geraten habe, für einen evtl. Notfall, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen. Damit er in so einer Situation vor den finanziellen Folgen geschützt ist. Mittlerweile hat schon die Krankenversicherung von Deutschland aus die Höhe der Rechnung beanstandet!! Mal sehen, wie es damit weitergeht. Vielleicht sollte der Besitzer der Poliklinik mit dem Geld schnellstens das Krankenzimmer von Hilde renovieren lassen und in einen zumutbaren Zustand bringen! Was ist das für eine Visitenkarte! Zwischenzeitlich habe ich das recherchiert. Interessante Dinge kamen dabei an das Licht. Darüber berichte ich zu einem anderen Zeitpunkt. Bis nächste Woche |
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