Jahrgang 2 Nr. 11 vom 16.03.2002
 

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Griechisch-türkischer Dialog über Streitfragen in der Ägäis offiziell begonnen.

Am vergangenen Dienstag trafen sich erstmals beide Delegationen, um zunächst Verfahrensfragen zu besprechen. Zu den Streitfragen gehören u.a. die Ausdehnung der Hoheitsgewässer, die Nutzung der Luftkorridore, die Entmilitarisierung der griechischen Inselns gemäß des Lozan-Abkommens von 1923, der Verlauf des Festlandssockels und die damit verbundenen Rechte zur Nutzung der Bodenschätze in der Ägäis sowie die hoheitsrechtliche Zuordnung vereinzelter Klippen, die zwischen beiden Ländern umstritten sind.

Die Konflikte um Grenzfragen in der Ägäis haben immer wieder zu heftigen Spannungen zwischen beiden Ländern geführt, die bis dicht an eine militärische Eskalation heranreichten. Die EU hat nun beiden Ländern eine Frist bis zum Jahr 2004 gesetzt, um die Frage zu lösen. Sollte bis dahin keine Lösung erzielt worden sein, sollen die Streitfragen vor dem Internationalen Gerichtshof in Lahey gelöst werden.

Nach Meldungen von CNN-Türk und NTV-Türk ist die Aufnahme von Verhandlungen in der Türkei in Griechenland heftig umstritten.

Nach Abschluß der ersten Gesprächsrunde erklärte sich ein griechischer Regierungssprecher befriedigt über den Beginn der Verhandlungen.

 

 

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