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- (Aksam, 16.03.02) Preiserhöhung für einheimische Medikamente
um 10 bis 12 Prozent. Das Gesundheitsministerium
gab bekannt, daß gemäß des drei- bis viermonatigen
Rhythmus die Preise für in der Türkei produzierte Medikamente
mit Wirkung ab 2. April um 10 bis 12 Prozent erhöht werden.
- (Radikal, 15.03.02) Verbrauchergerichte entscheiden zu 90 % zugunsten
der Kunden. Im vergangenen Jahr sind Verbrauchergerichte
eingerichtet worden, die Streitfälle aufgrund des Verbraucherschutzgesetzes
(von 1985) bearbeiten. Die Gerichte sind nur mit einem Richter besetzt.
Inzwischen sind aber Tausende von Verfahren eingegangen. Nach Auskunft
des Türkischen Verbraucherschutzverbandes werden 90 % der Klagen
zugunsten der Kunden entschieden. Der Verband fordert den Einsatz weiterer
Richter und die Vermehrung der Gerichte.
- (Radikal, 15.03.02) Zentralbank senkt die Kurzfristzinsen um 3
Prozent. Mit einer Entscheidung vom 14. März
senkte die Zentralbank die Over-Neight-Zinsen von 57 auf 54 %. Die Zinssenkung
war bereits erwartet worden, blieb jedoch hinter den Erwartungen vieler
Marktakteure zurück.
- (Milliyet, 15.03.02) Koc: Schrumpfungsprozess hält an.
In seiner Eröffnungsrede bei der TÜYAP-Industriemesse erklärte
der Aufsichtsratsvorsitzende der Koc-Holding, daß zwar zurückgehende
Inflation, Zinsen und Devisenpreise für eine positive Stimmung
gesorgt hätten, daß diese aber nur bleibender Natur sein
könne, wenn auch Beschäftigung und Produktion wieder anstiegen.
- (imedya, 14.03.02) Realitäten im Bankensektor.
Der Generaldirektor der Garanti Bankasi erklärte, daß bei
einer durchschnittlichen Festeinlage von 45 Tagen bei Sparkonten die
Banken nicht in der Lage seien, langfristige Kredite zu gewähren.
Außerdem würde die staatliche Eigenkapitalhilfe nicht als
Geld, sondern in Form von Schuldscheinen gewährt. Die Äußerung
wirft ein interessantes Licht auf die Vorwürfe gegen den Bankensektor,
ausschließlich auf bequeme Lösungen zu setzen und Anleihen
nur an den Staat, nicht aber an die Wirtschaft zu geben.
- (Milliyet, 13.03.02) Umfrageergebnisse der Zentralbank zeigen steigendes
Vertrauen zum Wirtschaftsprogramm. Nach
den Ergebnissen der Umfrage ist die Erwartung hinsichtlich des Anstiegs
der Verbraucherpreise von 3,7 % im Februar auf 2,6% im März gesunken.
Auch die Erwartungen auf die Jahresinflation sind deutlich zurückgegangen.
Zurückgegangen sind aber auch die Erwartungen hinsichtlich des
Wirtschaftswachstums, die auf 2 Prozent sanken.
- (Aksam, 13.03.02) Gehaltsreform im öffentlichen Dienst.
Nachdem Staatspräsident Sezer am Mittwoch die Verordnung zur Neuregelung
der Beamtengehälter abgezeichnet hat, erklärte Finanzminister
Oral, daß das Ziel der Verordnung weniger in einer einfachen Gehaltserhöhung,
sondern vor allem darin bestünde, in einem Zeitraum von 5 Jahren
das Gehaltsgefüge im Staatsdienst auf eine neue Grundlage zu stellen.
- (Aksam, 12.03.02) Ernährungsausgaben einer vierköpfigen
Familie jetzt bei 362,583 Millionen TL. Nach
Angaben der Gewerkschaft Kamu Sen liegt die Armutsgrenze jetzt bei 1,031
Milliarden TL. In der Erklärung der Gewerkschaft heißt es
außerdem, daß ca. 16 Millionen Menschen in der Türkei
über ein Einkommen unterhalb der Hungergrenze verfügten.
- (Aksam, 12.03.02) Verschärfte Kontrollen und Aufwertung der
Lira behindern Export. Staatsminister Toskay
erklärte, daß dringend ein rationelleres Verfahren für
die Kontrolle der korrekten Besteuerung von Exporten gefunden werden
müsse, da das zur Zeit angewandte Verfahren einen starken psychologischen
Druck auf die Exporteure ausübe. Auch behindere die Aufwertung
der Türkischen Lira in den vergangenen Monaten die Exporte. Die
Exportkontrollen sind nach einer Reihe von Skandalen um vorgetäuschte
Exporte verschärft worden.
- (Aksam, 11.03.02) Weltbank- und IMF-Präsidenten sagen Teilnahme
an Konferenz zur Werbung für ausländische Investitionen zu.
Die Konferenz soll am 18. Juli 2002 stattfinden. In einem Gespräch
mit der Istanbul Post hatte der Generalsekretär des Vereins ausländischer
Direktinvestoren Ariman erklärt, daß eine Teilnahme der Präsidenten
beider Organisationen vor allem davon abhänge, ob die nötigen
Rahmenbedingungen für die Anwerbung ausländischer Direktinvestitionen
geschaffen werden konnten. Die Meldung in der Tageszeitung Aksam kann
darum als ein positives Signal beider Organisationen im Hinblick auf
die Arbeiten zur Verbesserung des Investitionsklimas gewertet werden.
Demgegenüber heißt es in der Aksam-Meldung jedoch auch, daß
die gemischten Komitees aus Ministerien und Wirtschaftsverbände
bisher ihre Arbeit noch nicht aufgenommen hätten.
- (Radikal, 11.03.02) Umrisse der Reform des staatlichen Finanzwesens
bekanntgegeben. Für Mai sind umfangreiche
Gesetzesänderungen im staatlichen Finanzwesen geplant. Zu den geplanten
Regelungen gehört, daß die Laufzeit des Haushalts auf drei
Jahre verlängert werden soll. Außerdem sollen die verselbständigten
Institutionen wie die Banken- und die Finanzmarktaufsicht unter parlamentarische
Kontrolle genommen werden. Hinzukommt eine jährliche Publikationspflicht
der Ausgaben via Internet. Geplant ist außerdem eine Effektivierung
der Rechnungsprüfung sowie eine Vereinheitlichung des Abrechnungssystems.
Die geplanten Neuregelungen erweckten zum Teil Befürchtungen, ob
dadurch die Selbständigkeit der Aufsichtsgremien beeinträchtigt
werden könnten (z.B. Meldungen von Aksam (11.03.02) und imedya
(11.03.02)).
- (Bianet, 8.03.02) Steigender Export von Haselnüssen - niedrigere
Erlöse. Der Haselnußpreis ist von
349 Dollar/100 kg auf 256 Dollar/kg zurückgegangen. Damit konnte
trotz der Steigerung seit Saisonbeginn am 1. September 2001 der Exportgewinn
deutlich geringer gesteigert werden als die Menge. Der größte
Abnehmer für türkische Haselnüsse sind EU-Staaten.
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