Jahrgang 2 Nr. 20 vom 18.05.2002
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Milliyet, 17.05.02) Euro nützt dem türkischen Tourismus. Da mit der Euro-Umstellung Urlaub in Italien, Griechenland und Spanien teurer geworden sei, profitiere der türkische Tourismus von der Währungsumstellung.
  • (Aksam, 17.05.02) Weltbankunterstützung für "Istanbul Yaklasim". Schrittweise vervollständigt sich das Maßnahmenpaket zur Umschuldung für Produktionsbetriebe (Istanbul Yaklasim). Auch wenn die Details noch nicht endgültig festgelegt sind, ist ein Kreditrahmen der Weltbank in einer Größenordnung von 500 Millionen Dollar vorgesehen. Wie der Direktor der Europa-Asien Privatsektorabteilung der Weltbank, Liebermann, mitteilte, sei mit einem entsprechenden Vorstandsbeschluß der Weltbank, mit dem auch die noch ausstehenden Detailentscheidungen gefällt werden, in den nächsten 5 bis 10 Tagen zu erwarten.
  • (Aksam, 17.05.02) Weitere Klagen gegen Steuern und Gebühren zu erwarten. Verbraucherschutzverbände kündigen nach dem erstinstanzlichen Erfolg der Klage gegen Autobahn- und Brückengebühren weitere Klagen an. Angesprochen wurden zunächst Benzin und Funktelefone. Es sei in keinem Land der Welt üblich, daß auf Steuern Steuern bezahlt werde. Der ehemalige Präsident der Galatasaray Universität Yayla erklärte, daß die übermäßige Steuerlast gegen den Artikel 73 der Verfassung verstoße, demzufolge jeder seinem Einkommen gemäß Steuern zahle.
  • (Aksam, 16.05.02) Furcht vor Neuwahlen. Wie der ANAP-Abgeordnete Nas nach Gesprächen mit dem IMF-Außenbeziehungsdirektor Dawson und Weltbankpräsident Wolfensohn mitteilte, befürchten beide Organisationen im Falle von Neuwahlen in der Türkei Rückschläge für die wirtschaftliche Erhohlung. Nas zufolge, war der gemeinsame Eindruck von beiden Gesprächen, daß den Organisationen zufolge die erforderlichen Reformen vollzogen, aber die Erwartungen der Marktakteure noch nicht gefestigt seien. Bis zu Neuwahlen müsse darum mindestens noch ein Jahr vergehen.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 15.05.02) Außenhandelsentwicklung im Januar. Nach Angaben des Staatlichen Statistikinstitutes (DIE) ist der Mengenindex der Exporte im Januar 2002 um 2,8 % gegenüber dem Vormonat, der Mengenindex der Importe um 1,3 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Gleichzeitig sanken die entsprechenden Wertindexe um jeweils 1,4 %. Im Durchschnitt der vorausgegangenen 12 Monate stieg der Mengenindex der Exporte um 23,7 %, der der Importe sank um 26,3 %. Der Wertindex sank im Durchschnitt der vorausgegangenen 12 Monate um 3,5 Prozent bei den Exporten und um 1,3 % bei den Importen.
  • (Milliyet, 14.05.02) Erhohlung bei den Banken. Einem Bericht der Zentralbank zufolge haben die Aktiva der türkischen Depositen-Banken im Januar ein Niveau von 109.7 Milliarden Dollar erreicht. Nach massiven Verlusten im vergangenen Jahr konnten im Januar mit 0,4 % erstmals wieder Gewinne verzeichnet werden.

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