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- (Star, 25.05.02) Volumen der Eigenkapitalhilfen für die Privatbanken
wird voraussichtlich 1 Milliarde Dollar nicht übersteigen.
Nach einem Gespräch mit der IMF-Delegation gab der Vorsitzende
des türkischen Bankenaufsicht (BDDK) Engin Akcakoca bekannt, daß
statt der bisher geschätzten 4-5 Milliarden Dollar voraussichtlich
weniger als 1 Milliarde Dollar für die vorgesehenen Eigenkapitalhilfen
für die Banken aufgewandt werden. Ausschlaggebend für die
Höhe der Eigenkapitalaufstockungen sind die Bankenbilanzen, die
voraussichtlich am 6. Juni veröffentlicht werden. Akcakoca erklärte,
daß die Gefahr bestünde, daß angesichts des deutlich
geringeren Bedarfes in internationalen Bankerkreisen Gerüchte über
die Zuverlässigkeit der Bilanzen aufkommen könnten.
- (Milliyet, 24.05.02) Politische Verunsicherung trübt Wirtschaftserwartungen.
Die regelmäßige Umfrage zu den Zins- und Inflationserwartungen
der türkischen Zentralbank ergab bei der zweiten Mai-Befragung
einen Anstieg bei den Zins- und Inflationserwartungen. Zuvor hatte sich
seit Jahresanfang eine kontinuierlich fallende Tendenz gezeigt. Die
Einschätzungen für den Dollarkurs änderten sich jedoch
nicht.
- (Milliyet, 24.05.02) Privatisierung der Turkish Telecom in voraussichtilch
6 Teilen. Nach einem Gespräch mit dem IMF-Delegation
teilte der zuständige Minister Vural mit, daß der neue Privatisierungsplan
voraussichtlich im Juni fertiggestellt werde. Außerdem sei die
frühere Werteinschätzung inzwischen überholt und müsse
erneuert werden. Die Aufsplittung der Turkish Telecom in mehrere Teilbetriebe
soll ein flexibleres Vorgehen bei der Privatisierung ermöglichen.
- (Aksam, 24.05.02) Neuwahlen billigere Lösung.
Nach einer Einschätzung des für die Wirtschaftskoordination
zuständigen Staatsministers Kemal Dervis sind die politische Instabilität
und die Erwartung von Neuwahlen wesentlich dafür Verantwortlich,
daß die Zinsen nicht im selben Tempo sinken, wie die Inflation.
Demzufolge würden eingeschätzten Wahlkosten von 2,5 Milliarden
Dollar im Falle der Aufhebung der politischen Unsicherheitsfaktoren
Einsparungen in Höhe von 6 Milliarden Dollar gegenüberstehen.
- (Aksam, 24.05.02) "Vererbung" von Zwangsvollstreckungsverfahren.
Nach einer Entscheidung des Kassationsgerichtshofes (Yargitay), geht
ein eröffnetes Zwangsvollstreckungsverfahren im Todesfall des Schuldners
automatisch auf dessen Erben über. Die Entscheidung betrifft vor
allem auch die Verzinsung der Forderung, die ab gemäß des
Betrages der ersten amtlichen Mahnung erfolgt.
- (Bianet, 23.05.02) Griechische Beratungsfirma betreut regionalen
Entwicklungsplan Canakkale. Die griechische Firma
Axandas wird in Zusammenarbeit mit dem Verein der Geschäftsleute
und Industriellen Canakkale mit der Ausarbeitung eines regionalen Entwicklungsplans
beginnen. Die griechische Firma, die auch Erfahrungen bei der Verwirklichung
von EU-Projekten mitbringt, strebt an, für das Projekt auch EU-Gelder
einzuwerben.
- (Aksam, 22.05.02) Erweiterung der MAN-Autobusproduktion eingeweiht.
Mit einer Investion von 45 Millionen Euro konnte die Produktionskapazität
der Busproduktionsstätte in Ankara verdoppelt werden. In den vergangenen
fünf Jahren stieg die Beschäftigung am Standort um 50 %. Die
durchschnittliche Produktionskapazität liegt bei 8,5 Bussen täglich.
Geplant ist ein Jahresumsatz von 250 Millionen Euro.
- (Aksam, 22.05.02) Alkoholausschank nur mit Tekel-Lizenz.
Trotz der eingeleiteten Privatisierung des staatlichen Monopolbetriebes
Tekel, der vor allem Zigaretten und Spirituosen herstellt, wird auf
der Grundlage eines alten Gesetzes von Gaststätten und Bars, die
eine Lizenz zum Alkoholausschank beantragen, verlangt, gleichzeitig
auch eine Tekel-Lizenz zu erwerben. Dies trifft in der Region Muglu,
wo eine solche Regelung bisher nicht angewandt wurde, auf Widerstand
sowohl der Gastronomie als auch des Einzelhandels.
- (Milliyet, 21.05.02) Verstärkte Investitionen von Klein- und
Mittelbetrieben. Ein Sprecher des Vereins der
Leasingunternehmen (FIDER, Finansal Kiralama Dernegi) erklärte,
daß im ersten Quartal dieses Jahres vor allem im Bereich Textil
und Tourismus ein deutlicher Anstieg der Geschäftstätigkeit
zu verzeichnen war. Zur Zeit käme 90 % der Nachfrage von Klein-
und Mittelbetrieben.
- (Staatliches Statistikinstitut, 20.05.02) Auslastungsgrad im Produzierenden
Gewerbe bei 74 %. Die monatliche Umfrage im produzierenden
Gewerbe ergab, daß nach wie vor mangelnde Binnennachfrage zu den
Hauptgründen für mangelnde Auslastung ist (50,0 % im April
2002 gegenüber 51,7 % im April 2001). An zweiter Stelle liegt die
unzureichende Nachfrage auf ausländischen Märkten (12,7 %
in 2002 gegenüber 8,7 % in 2001). Der Auslastungsgrad wurde mit
74 % angegeben. Eine deutliche Verändungerung gegenüber den
Ergebnissen des Vorjahresmonats zeigt sich bei der Erwartung von Preiserhöhungen,
die sich sowohl für den Befragungsmonat als auch für den folgendem
Monat deutlich verringert hat.
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