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Gut besuchte Pir Sultan GedenkveranstaltungAli Sirin Am Pfingstmontag veranstaltete das alevitische Kulturzentrum Kamp-Lintfort in Neukirchen-Vluyn eine Pir Sultan Gedenkveranstaltung. An dem schönen, sonnigen Tag kamen sehr viele Besucher, viel mehr als erwartet. Denn die Organisation rechnete mit 800 bis 900 Besuchern, 2000 Stühle standen zur Verfügung, aber es kamen mehr als 2500 Besucher zur Gedenkveranstaltung. Viele mußten lange Anstehen und waren verärgert. Zu Beginn wurde eine Gedenkminute für den am 17. Mai verstorbenen Sänger Mahsuni Serif gehalten. Sein Tod wurde von den türkischen Medien leider mit Desinteresse registriert. Viele der anwesenden Sänger machten auf seine Leistungen für das Alevitentum aufmerksam. Seydi Koparan, der 2. Vorsitzende der AABF, erwähnte in seiner Rede, dass die alevitische Bewegung nun seit mehr als zehn Jahren voranschreite und trotz Verbote in der Türkei nicht mehr zu ignorieren sei. Ali Yakar trug Gedichte vor, die die alevitische Jugend und Mahsuni Serif priesen. Danach folgte eine Theateraufführung, die das Leben von Pir Sultan Abdal bis zum seinen Tod, herbeigeführt durch seinen Schüler Hizir, erzählten. Für musikalische Unterhaltung sorgte als erste die Gruppe Caneller. Arzu, die Senkrechtstarterin der türkischen Musikszene, sorgte mit ihrem entzückenden Lachen, ihrer Natürlichkeit und vor allem mit ihrer Stimme dafür, dass die Atmosphäre in dem ,,Serhat 2 Dügün'' Salon angeheitert wurde. Erdal Erzincan stellte wieder mal sein Können unter Beweis. Er spielte auf seinem Saz ,,Selpe''. Diese Spielkunst wird von sehr wenigen beherrscht. Der Überraschungsgast des Abends, quasi eine Art Wiedergutmachung für den Ausfall für von Kivircik Ali, war Tolga Sag, der Sohn von Arif Sag. Sein Auftritt war jedoch kurz, da er von einem Konzert kam und bald zum nächsten mußte. Zum Schluss trat Selda Bagcan auf, die trotz ihres Alters mit ihrer Stimme immer noch zu Tränen rührt! Viele drängten sich vor die Bühne und sangen mit ihr. Eine Dame hielt sogar ihr Handy Richtung Bühne, damit auch die Person am anderen Ende der Leitung Teil an der Atmosphäre nehmen konnte. So endete die Veranstaltung, die mit viel Streß begann, für alle versöhnlich und gelungen.
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