Jahrgang 2 Nr. 23 vom 8.06.2002
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Aksam, 6.06.02) Yapi Kredi Bankasi zur "besten Bank der Türkei" gewählt. Die Zeitschrift Global Finance legte als Kriterien "Strategie", "Innovation", "Marktanteil" und "Potential" an.
  • (Aksam, 5.06.02) Wachstumsprognose für türkischen Tourismus. Der Weltorganisation für Reisen und Tourismus (WTTC) zufolge liegen die Wachstumserwartungen für den türkischen Tourismus bei jährlich 10,2 %.
  • (Aksam, 5.06.02) Türkei hat Nachholbedarf bei Call Center. Telefonischer Kundendienst und Telefonmarketing stecken dem Beitrag zufolge in den Kinderschuhen. Bisher sind lediglich 20 Unternehmen auf dem türkischen Markt tätig. Gerechnet wird dem Generaldirektor eines dieser Unternehmen, Global Bilgi, mit einem Wachstum um 200 bis 300 % in den kommenden 3 bis 4 Jahren. Das Beschäftigungspotential bei den Call Centern läge angesichts europäischer Erfahrungen bei ca. 1 Millionen Menschen.
  • (Milliyet, 4.06.02) Bankenaufsicht stellt ihren Report für das Jahr 2001 vor. Dem Bericht zufolge wurde Kapital in einer Höhe von 21,581 Katrillionen TL an die 19 in staatliche Verwaltung übernommenen ehemaligen Privatbanken überwiesen. Zugleich wurden die Unternehmensbeteiligungen dieser Banken zum Teil verkauft, zum Teil in Treuhänderschaft übernommen. Insgesamt ist der Bankensektor aufgrund der Krise im vergangenen Jahr geschrumpft. Die Schrumpfung wurde jedoch von den staatlichen Banken verursacht, während die Privatbanken geringfügig wuchsen. Die Zahl der Banken nahm um 22 ab und beläuft sich zum Jahresende 2001 auf 57. Gleichzeitig sanken sowohl die Zahl der Filialen als auch der Beschäftigten. Bei den staatlichen Banken wurden 14.337 Beschäftigte, bei den Privatbanken 7.458, bei den übernommenen Banken 13.377 Beschäftigte entlassen.
  • (Staatliches Statistikinstitut, 3.06.02) Mai-Inflation deutlich niedriger als erwartet. Mit einem Anstieg des Gesamtindex um 0,4 % und dem der Verbraucherpreise um 0,6 % blieb die Inflation deutlich unter den Erwartungen. Als Grund werden vor allem die starken Preisrückgänge für landwirtschaftliche Produkte angesehen. Gleichzeitig mehren sich kritische Stimmen, die darauf hinweisen, daß der zur Zeit angewandte Index veraltet sei und darum die tatsächliche Belastung der Bevölkerung durch Preissteigerungen nicht richtig wiedergebe.
  • (Aksam, 3.06.02) Zahl der Arbeitslosengeldempfänger auf über 20.000 gestiegen. Ende Mai erreichte die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger 20.432 Personen. Die Arbeitslosenversicherung hat seit März diesen Jahres mit ihren Zahlungen begonnen. Nach Berechnungen des Staatlichen Statistikinstitutes liegt die Zahl der Arbeitslosen bei 2,5 Millionen (1. Quartal 2002).
  • (Aksam, 3.06.02) Bauverband: "Die Türkei ist ein Projektfiedhof". Einer Erklärung der Union der türkischen Bauunternehmer zufolge fehlen für die Fertigstellung von Projekten 100 Katrillionen TL. Projekte, die eigentlich innerhalb von fünf Jahren abgeschloosen werden könnten, benötigten in der Türkei 15 bis 20 Jahre.
  • (Aksam, 1.06.02) Bilanz der Halkbank für das Jahr 2001 veröffentlicht. Dem im Amtsblatt veröffentlichten Bericht zufolge, erzielte die staatliche Halkbank einen Gewinn aus ihren Tätigkeiten in Höhe von 530 Trillionen TL. Aufgrund von 1,11 Katrillionen TL offener Zahlungen, die die Bank noch zu empfangen hat, schloß die Bilanz mit einem Minus in Höhe von 580 Trillionen TL.
  • (Aksam, 1.06.02) Handy-Operateur Turkcell mit 1,3 Millionen Abonnenten außerhalb der Türkei. Das Unternehmen ist in Azerbaidschan, Kazachstan, Georgien, Nord-Zypern und Moldawien tätig.
  • (Aksam, 1.06.02) Dollar nähert sich seinem tatsächlichen Wert an. Der Vorsitzende der Vereinigung der türkischen Kammern und Börsen (TOBB) Rifat Hisarciklioglu erklärte, mit Verweis auf die These von Staatsminister Dervis, daß weder vorgezogene Wahlen noch wirtschaftliche Schwankungen das makroökonomische Gleichgewicht erschüttern könnten, daß die Schwankungen auf dem Devisenmarkt als normal bewertet werden müßten.
  • (Bianet, 31.05.02) 112 Regionaldirektionen geschlossen. Im Zuge der zu Jahresanfang beschlossenen Einsparungen wurden zum 31.05. 112 Regionaldirektorate geschlossen. Das Personal soll auf andere Dienststellen verteilt, die Betriebsmittel verkauft werden. Betroffen sind u.a. die Dorfdienste, Straßenmeistereien oder die Wasserdienste.

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