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- (Milliyet, 19.06.02) 2,5 Millionen Unterschriften für Hinrichtung
von PKK-Vorsitzenden Öcalan. Der Verein
der Kriegsopferfamilien (Sehit Ailelerin Dernegi) hat in 46 Provinzen
des Landes 2,5 Millionen Unterschriften für die Hinrichtung des
zum Tode verurteilten ehemaligen Vorsitzenden der PKK Öcalan gesammelt
und zur Weiterleitung an das Parlament der MHP übergeben.
- (Bianet, 17.06.02) Neues Klärwerk in Konya soll Salzsee retten.
Durch die Errichtung eines neuen Klärwerkes, das durch einen spanischen
Kredit finanziert werden soll, will die Stadtverwaltung Konya zur Rettung
des Tuz Gölü (Salzsee) beitragen. Das Projekt zielt zugleich
auch auf die Gewinnung von sauberem Wasser für die landwirtschaftliche
Bewässerung. Das Kreditvolumen beträgt 26,45 Millionen Dollar.
- (Milliyet, 16.06.2002) Mehr als 1,5 Millionen Schüler nehmen
an Universitätsaufnahmeprüfungen teil.
In insgesamt 145 Zentren wurde die landesweit einheitliche Universitätsaufnahmeprüfung
durchgeführt. In der dreistündigen Prüfung waren 180
Fragen zu lösen. Die Ergebnisse sollen in der letzten Juli-Woche
bekanntgegeben werden.
- (Milliyet, 16.06.2002) Frachter rammt Ausflugsboot auf dem Bosporus.
Das unter kambodschanischer Flagge fahrende Frachtschiff "Modisk"
rammte in der Nacht zum Sonntag ein mit 30 Personen besetztes Ausflugsboot.
26 Personen konnten gerettet werden. Am 17. Juni wurde bekanntgegeben,
daß die Leichen von zwei Opfern des Unfalls erreicht werden konnten.
2 weitere Personen werden weiter vermißt. Die Kapitäne beider
Schiffe wurden vorläufig festgenommen. Der Unfall brachte erneut
die Frage der Sicherheit des Bosporus auf die Tagesordnung.
- (Aksam, 16.06.2002) Pläne der Großstadtverwaltung Istanbul.
Bis zum 100. Geburtstag der Türkischen Republik im Jahr 2023 will
die Großstadtverwaltung Istanbul ehrgeizige Ziele verwirklichen.
Geplant ist beispielsweise der Bau einer neuen Straßenbahnverbindung
zwischen Vezneciler und Sultanciftligi - der Grundstein soll in naher
Zukunft gelegt werden. Außerdem wird angestrebt, die Fahrscheine
der verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel zu vereinheitlichen.
Außerdem befinden sich 26 neue Hauptstraßen im Bau. Der
Verkehr soll zunehmend durch automatische Kameras überwacht werden.
Eine Lösung für die Parkplatzprobleme soll geschaffen werden.
Außerdem wird das großangelegte Projekt zur Sanierung der
Flußläufe im Stadtgebiet fortgesetzt, während die Sanierung
des Goldenen Horns weitgehend abgeschlossen ist. Oberbürgermeister
Gürtuna gab außerdem bekannt, daß die Großstadtverwaltung
zur Zeit schuldenfrei sei.
- (Milliyet, 15.06.02) Vorschlag des Staatspräsidenten zur Lösung
in der Diskussion über die Todesstrafe.
Staatspräsident Sezer hat in einem Gespräch mit Parlamentspräsident
Izgi angeregt, die Frage der Abschaffung der Todesstrafe durch die Anerkennung
des 6. Protokolls zur Europäischen Menschenrechtskonvention zu
lösen. In Paragraph 2 des Protokolls werden den beigetretenen Ländern
Ausnahmen zugestanden, in denen die Todesstrafe doch verhängt werden
kann. Genannt werden Krieg und drohender Krieg. Bei der Verfassungsänderung
im vergangenen Jahr wurde neben diesen genannten Ausnahmen noch Terror
als Tatbestand aufgenommen. Die Frage des Amnestieausschluß könnte
durch eine Verfassungsänderung gelöst werden. Parlamentspräsident
Izgi wandte zu letzterem Vorschlag ein, daß zur Zeit für
eine Verfassungsänderung im Parlament keine ausreichende Mehrheit
vorhanden zu sein scheine. Im Milliyet-Artikel wird zum Schluß
angemerkt, daß, während die Türkei noch über die
Anerkennung des 6. Protokolls diskutiere, der Europarat inzwischen dabei
sei, daß 13. Protokoll vorzubereiten, in dem die Todesstrafe vollkommen
abgeschafft wird. In einem Beitrag von Fikret Bila in derselben Ausgabe
wird außerdem der DSP Abgeordnete Içli wiedergegeben, der
eine Verfassungsänderung für überflüssig hält,
da eine Amnestie ohnehin an einen Parlamentsbeschluß mit 3/5-Mehrheit
gebunden sei - d.h. an eine Hürde, die ebenso hoch ist, wie die
zur Änderung der Verfassung.
- (Aksam, 15.06.02) "Beyaz Enerji"-Akte verschwunden.
Wie Justizminister Türk bestätigte, ist die Gerichtsakte zur
"Beyaz Enerji"-Affäre nach Ankunft bei der Ankaraner
Justiz verschwunden. Die Affäre hatte im vergangenen Jahr zum Rücktritt
des ANAP-Energieministers geführt.
- (Aksam, 15.06.02) Erschwerte Gefängnisstrafe für Öcalan?
In der Diskussion über die Abschaffung der Todesstrafe spielt zur
Zeit die Position, diese in eine erschwerte Haftstrafe umzuwandeln,
eine große Rolle. Durch einen Sonderstatus soll unmöglich
gemacht werden, daß der ehemalige PKK-Vorsitzende Öcalan
durch ein Amnestiegesetz freigelassen werden kann. Vorbild ist die Haftstrafe
gegen Rudolf Hess. Die MHP wiederum legte nun ein juristisches Gutachten
vor, demzufolge Öcalan, der zum Tode verurteilt ist, im Falle einer
gesetzlichen Umwandlung der Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe
ohne Amnestiemöglichkeit eventuell nicht unter diese neue Bestimmung
fallen könnte. Der Grund ist nach Auffassung der MHP-Juristen,
daß zu dem Zeitpunkt, zu dem Öcalan die Straftaten, für
die er verurteilt wurde, begangen hat, diese Form der Strafe nicht bestand.
- (Bianet, 14.06.02) Menschenrechte in Schulbüchern.
Unter Koordination durch die Tarih Vakfi, in Zusammenarbeit mit der
Türk Bilimler Akademisi (Türkische Akademie der Wissenschaften)
und der Türkischen Menschenrechtsstiftung (TIHV) begann ein Projekt,
bei dem Schulbücher unter dem Gesichtspunkt ihres Beitrages zur
Vermittlung eines modernen Menschenrechtsverständnisses untersucht
werden sollen. Untersucht werden sollen Inhalt, Form und Methodik. Das
Projekt strebt an, neben der Formulierung allgemeiner Grundsätze
für einen menschenrechtsorientierten Unterricht, zur Verbesserung
von Schulbüchern beizutragen.
- (Bianet, 14.06.02) Generalswitwe spendet Bibliothek.
Durch eine Spende an den Cagdas Yasam Destekleme Dernegi ermöglichte
die Witwe von General Ugur die Einrichtung einer Bibliothek im Stadtteil
"450 Evler" von Diyarbakir, in dem hauptsächlich Menschen
wohnen, die im Zuge der Kämpfe gegen die PKK dorthin umsiedelten.
In seiner Eröffnungsrede wies der Vorsitzende des Vereins darauf
hin, daß zur Verwirklichung solcher Projekte Zusammenarbeit von
Staat und zivilgesellschaftlichen Organisationen nötig sei.
weitere Kurzmeldungen
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2,5 Millionen Unterschriften für
Hinrichtung von PKK-Vorsitzenden Öcalan
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