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- (Milliyet, 19.06.02) Voraussichtlich Preiserhöhung um 14 Prozent
bei der Telekom. Eigentlich war geplant gewesen,
die Telefonpreise kontinuierlich um die Inflationsrate zu erhöhen.
Da jedoch der Rat für Telekommunikation wegen zweier unbesetzter
Sitze bisher nicht beschlußfähig war, konnten weder die Preiserhöhung
noch einige geplante Preissenkungen durchgeführt werden. Seit der
letzten Preiserhöhung zum Jahresanfang müssen diesen Plänen
zufolge die Preise für die Leistungen der Türk Telekom um
14 % erhöht werden. Da inzwischen der Streit um die beiden fehlenden
Aufsichtsratsmitglieder beigelegt ist, wird mit einer baldigen Sitzung
des Gremiums und einem Preiserhöhungsbeschluß gerechnet.
Die Türk Telekom stebt einen Gewinn von 3 Katrillionen TL in diesem
Jahr an.
- (Aksam, 18.06.02) IFC-Investitionen in der Türkei erreichen
1 Milliarde Dollar. Die International Finance
Corporation, eine auf den Privatsektor zielende Unterorganisation der
Weltbank, gab bekannt, daß sich das Vertrauen dieser Organisation
in den türkischen Markt daran ablesen lasse, daß die Türkei
den größten Anteil an den vergebenen Krediten erhielt. Firmen-
und Bankenkredite haben ein Volumen von mehr als 1 Milliarde Dollar
erreicht.
- (Aksam, 18.06.02) Landwirtschaftsbörse in Izmir eröffnet.
Nach 11-jährigen Bemühungen wurde in Izmir eine Terminbörse
für Landwirtschaftsprodukte eröffnet. Vorbilder für diese
Art Börse existieren in London und Chicago. Von der Einrichtung
der Terminbörse wird eine Stabilisierung der Preise landwirtschaftlicher
Produkte sowie eine leichtere Vermarktung auf dem Weltmarkt erwartet.
- (Milliyet, 17.06.02) Mittel reichen für Refinanzierungsprogramm
nicht aus. Nach Einschätzung von Adnan Memis,
Vorsitzender der Reorganisationsgruppe der Türkischen Bankenvereinigung
(TBB) reichen die vorgesehenen 500 Millionen Dollar zur Finanzierung
des sog. Istanbul Yaklasim nicht aus, gebraucht würden vielmehr
2 Milliarden Dollar.
- (Aksam, 17.06.02) Energieversorgung gesichert.
Einer Erklärung von Energieminister Çakan anläßlich
der Eröffnung des internationalen Gasbildungs- und Forschungszentrums
zufolge ist aufgrund der Inbetriebnahme neuer Kraftwerke bis 2005-2006
die türkische Energieversorgung gesichert.
- (Aksam, 17.06.02) Türkei in Weltproduzentenliste auf Platz
17. Einem Bericht der Weltbank zufolge wird 1,03
% der weltweiter Güter- und Dienstleistungsproduktion in der Türkei
erbracht.
- (Milliyet, 15.06.02) Gesetzentwurf über ausländisches
Kapital dem Parlament zugestellt. Dem Gesetz
zufolge soll zukünftig nicht mehr von "ausländischem
Kapital", sondern von "ausländischen Direktinvestitionen"
gesprochen werden. Ausländische und inländische Investoren
sollen dabei gleiche Rechte erhalten, die Genehmigungspflicht durch
das Schatzamt entfallen. Das Gesetz sieht einen weitreichenden Schutz
vor Verstaatlichung für die ausländischen Investoren sowie
die Freiheit des unbeschränkten Gewinntransfers ins Ausland vor.
Das Gesetz soll auch auf Aktienbeteiligungen Anwendung finden, wenn
diese 10 % der Anteile übersteigen. Außerdem sollen auch
Auslandstürken das Gesetz nutzen können.
- (Milliyet, 15.06.02) Anstieg des Produktionsindex für das
erste Quartal vor allem im Privatsektor. Einer
Verlautbarung von Staatsminister Dervis zufolge stieg der Index des
Produzierenden Gewerbes um 3 % gegenüber dem Vorjahresquartal.
Dabei stieg die private Industrieproduktion um 3,9 %, während die
der staatlichen Industriebetriebe um 0,4 % stieg. Die Produktion im
Bergbau blieb gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zurück.
- (Aksam, 15.06.02) Verluste bei den Banken aufgrund Steuerberechnung.
Die Erstellung der Jahresabschlußbilanzen für 2001 erfolgte
erstmals unter Einbeziehung der Inflation. Dabei wurde deutlich, daß
nominale Gewinne nach dem neuen Verfahren deutlich geringer ausfielen.
Da jedoch bei der Steuerberechnung nach wie vor vom nominalen Gewinn
ausgegangen wurde, gerieten türkische Banken durch die Steuer in
die Verlustzone.
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