Jahrgang 2 Nr. 25 vom 22.06.2002
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Milliyet, 19.06.02) Voraussichtlich Preiserhöhung um 14 Prozent bei der Telekom. Eigentlich war geplant gewesen, die Telefonpreise kontinuierlich um die Inflationsrate zu erhöhen. Da jedoch der Rat für Telekommunikation wegen zweier unbesetzter Sitze bisher nicht beschlußfähig war, konnten weder die Preiserhöhung noch einige geplante Preissenkungen durchgeführt werden. Seit der letzten Preiserhöhung zum Jahresanfang müssen diesen Plänen zufolge die Preise für die Leistungen der Türk Telekom um 14 % erhöht werden. Da inzwischen der Streit um die beiden fehlenden Aufsichtsratsmitglieder beigelegt ist, wird mit einer baldigen Sitzung des Gremiums und einem Preiserhöhungsbeschluß gerechnet. Die Türk Telekom stebt einen Gewinn von 3 Katrillionen TL in diesem Jahr an.
  • (Aksam, 18.06.02) IFC-Investitionen in der Türkei erreichen 1 Milliarde Dollar. Die International Finance Corporation, eine auf den Privatsektor zielende Unterorganisation der Weltbank, gab bekannt, daß sich das Vertrauen dieser Organisation in den türkischen Markt daran ablesen lasse, daß die Türkei den größten Anteil an den vergebenen Krediten erhielt. Firmen- und Bankenkredite haben ein Volumen von mehr als 1 Milliarde Dollar erreicht.
  • (Aksam, 18.06.02) Landwirtschaftsbörse in Izmir eröffnet. Nach 11-jährigen Bemühungen wurde in Izmir eine Terminbörse für Landwirtschaftsprodukte eröffnet. Vorbilder für diese Art Börse existieren in London und Chicago. Von der Einrichtung der Terminbörse wird eine Stabilisierung der Preise landwirtschaftlicher Produkte sowie eine leichtere Vermarktung auf dem Weltmarkt erwartet.
  • (Milliyet, 17.06.02) Mittel reichen für Refinanzierungsprogramm nicht aus. Nach Einschätzung von Adnan Memis, Vorsitzender der Reorganisationsgruppe der Türkischen Bankenvereinigung (TBB) reichen die vorgesehenen 500 Millionen Dollar zur Finanzierung des sog. Istanbul Yaklasim nicht aus, gebraucht würden vielmehr 2 Milliarden Dollar.
  • (Aksam, 17.06.02) Energieversorgung gesichert. Einer Erklärung von Energieminister Çakan anläßlich der Eröffnung des internationalen Gasbildungs- und Forschungszentrums zufolge ist aufgrund der Inbetriebnahme neuer Kraftwerke bis 2005-2006 die türkische Energieversorgung gesichert.
  • (Aksam, 17.06.02) Türkei in Weltproduzentenliste auf Platz 17. Einem Bericht der Weltbank zufolge wird 1,03 % der weltweiter Güter- und Dienstleistungsproduktion in der Türkei erbracht.
  • (Milliyet, 15.06.02) Gesetzentwurf über ausländisches Kapital dem Parlament zugestellt. Dem Gesetz zufolge soll zukünftig nicht mehr von "ausländischem Kapital", sondern von "ausländischen Direktinvestitionen" gesprochen werden. Ausländische und inländische Investoren sollen dabei gleiche Rechte erhalten, die Genehmigungspflicht durch das Schatzamt entfallen. Das Gesetz sieht einen weitreichenden Schutz vor Verstaatlichung für die ausländischen Investoren sowie die Freiheit des unbeschränkten Gewinntransfers ins Ausland vor. Das Gesetz soll auch auf Aktienbeteiligungen Anwendung finden, wenn diese 10 % der Anteile übersteigen. Außerdem sollen auch Auslandstürken das Gesetz nutzen können.
  • (Milliyet, 15.06.02) Anstieg des Produktionsindex für das erste Quartal vor allem im Privatsektor. Einer Verlautbarung von Staatsminister Dervis zufolge stieg der Index des Produzierenden Gewerbes um 3 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Dabei stieg die private Industrieproduktion um 3,9 %, während die der staatlichen Industriebetriebe um 0,4 % stieg. Die Produktion im Bergbau blieb gegenüber dem Vorjahresquartal leicht zurück.
  • (Aksam, 15.06.02) Verluste bei den Banken aufgrund Steuerberechnung. Die Erstellung der Jahresabschlußbilanzen für 2001 erfolgte erstmals unter Einbeziehung der Inflation. Dabei wurde deutlich, daß nominale Gewinne nach dem neuen Verfahren deutlich geringer ausfielen. Da jedoch bei der Steuerberechnung nach wie vor vom nominalen Gewinn ausgegangen wurde, gerieten türkische Banken durch die Steuer in die Verlustzone.

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