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- (Aksam, 5.07.02) Erhöhung der Beamtenbezüge um voraussichtlich
5 %. Bei den für das 2. Halbjahr anstehenden
Bezügeerhöhungen für die Beamten wird aufgrund der sinkenden
Inflation von einem Wert um 5 % ausgegangen. Mit der Bekanntgabe wird
in den nächsten Tagen gerechnet. Die Regierung hat sich außerdem
verpflichtet, im Falle eines Absinkens der Lohnerhöhungen unter
die Inflationsrate eine Inflationsausgleich zu gewähren. Dies wurde
am 15. Mai diesen Jahres vorgenommen.
- (Staatliches Statistikinstitut, 4.07.02) Steigender Import bei
sinkenden Einnahmen. Die Außenhandelsindikatoren
des Staatlichen Statistikinstitutes (DIE) zeigen für den Monat
April sowohl beim Export als auch beim Import einen mengenmäßigen
Anstieg bei einem gleichzeitigen Absinken der Preise. Stieg die Exportmenge
um 14,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat, so sank der Preisindex
gleichzeitig um 5,3 %. Bei den Importen stieg das Volumen um 46,1 %
gegenüber dem Vorjahresmonat, der Preisindex sank jedoch um 6,1
%.
- (Staatliches Statistikinstitut, 3.07.02) Weiterhin sinkende Inflation.
Mit einem Anstieg des Gesamtindex um 1,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat
setzte sich der Trend der sinkenden Inflation auch im Juni fort. Die
Verbraucherpreise stiegen den Ermittlungen des Staatlichen Statistikinstitutes
zufolge um 0,6 %. Die Preise der privaten produzierenden Gewerbes um
2,8 %. Letzterer Wert fiel höher aus, als erwartet, wofür
der starke Devisenpreisanstieg im Juni verantwortlich gemacht wird.
(Wie irreführend jedoch der Verbraucherpreisindex ist, kann
der Autor anhand seiner Einkäufe beim Lebensmittelhändler
leicht nachvollziehen. Im vergangenen Monat sind Tee, Zucker, Zigaretten,
Fleisch und eine Reihe weiterer Produkte teurer geworden. Außerdem
haben sich die Preise für Taxis und Dolmus deutlich erhöht
... ) Die Jahresinflation im Gesamtindex liegt bei 46,8 %, der Anstieg
der Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat bei 42,6 %.
- (Aksam, 4.07.02) Spekulationen über Schuldenmoratorium führen
zu Turbulenzen auf Finanzmärkten. Der für
die Koordination der Wirtschaft zuständige Staatsminister Dervis
soll bei einem Essen mit Gewerkschaftsvertretern gesagt haben, daß
die Zahlung mancher Auslandsschulden ausgesetzt werden könnte.
Die Meldung führte am nächsten Tag zu einem massiven Kursanstieg
des Dollars, einem Zinsanstieg und einem vorübergehenden Jahrestiefstand
der Börse. Gegen Mittag dementierte Dervis die Meldungen und erklärte,
daß Schuldenmoratorien den Ländern, die bisher diesen Weg
gegangen seien, nichts genützt hätten.
- (Staatliches Statistikinstitut, 30.06.02) Bruttosozialprodukt im
ersten Quartal 2002 besser als erwartet. Mit einem
Wachstum des Bruttosozialproduktes um 0,7 % und des Bruttoinlandproduktes
um 2,3 % haben sich die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den
ersten drei Monaten des Jahres schneller verbessert, als erwartet. Die
deutlichsten Zuwächse wurden mit 3,9 % beim Handel und 3,0 % beim
produzierenden Gewerbe verzeichnet. Die stärksten Einbußen
verzeichnete das Finanzwesen mit 7,4 % sowie der Bausektor mit 2,7 %.
Während die privaten Ausgaben um 2 % zurückgingen, stiegen
die staatlichen Ausgaben um 2,4 % an.
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