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Gedenkveranstaltungen in ganz BRD sollen an Sivas erinnern,,Aleviten fördern den Dialog der Kulturen gegen Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit'' lautete das Motto der Gedenkveranstaltungen der alevitischen Organisation AABF in Deutschland. Mit der Veranstaltungsreihe in den Städten Duisburg, Frankfurt, Augsburg etc. möchten die Aleviten an das Massaker vom 2. Juli 1993 in Sivas erinnern. Damals setzte eine meuternde, fundamentalistisch ausgerichtete Menge ein Hotel in Brand, in der ein alevitisches Kulturfestival stattfand. Dabei kamen 37 Menschen ums Leben. Die damalige Veranstaltung war von dem türkischen Schriftsteller Aziz Nesin zu Ehren des Dichters Pir Sultan Abdal einberufen worden. Radikale Moslems protestierten dagegen, dass Aziz Nesin in einer Zeitung die ,,Die Satanischen Verse'' von Salman Rushdie ins türkische übersetzte. Die Teilnehmer der Sivas-Veranstaltung wurden als Ungläubige beschimpft. Trotz der Drohungen seitens der Fundamentalisten hatten die Sicherheitskräfte der Stadt Sivas keine Maßnahmen ergriffen. Im Berufungsurteil des Staatsicherheitsgerichts in Ankara wurde damals festgestellt, dass die Menge schariafreundliche Slogans skandierte und die Feuerwehr daran hinderte, das Leben der Menschen zu retten. Der Vorstand der AABF versucht mithilfe solcher Veranstaltungen eine breite Öffentlichkeit zu sensibilieren, um in Zukunft Pogrome wie in Sivas gegen Aleviten nicht wiederholen zu lassen. Seydi Koparan, 2. Vorsitzender der AABF, beklagt, dass die eigentlichen Hintermänner des Sivas-Massakers nie angeklagt und verurteilt wurden. Zu den Gedenkveranstaltungen wurden Künstler und Politiker aus der Türkei und aus Deutschland eingeladen. So nahmen unter anderem Zafer Güngogdu, Selda Bagcan und Emrah Mahzuni teil. Zu den bisherigen Erfolgen der jahrelangen Arbeit der AABF gehören unter anderem die Gründung eines europäischen Dachverbandes am 18. Juni 2002 in Brüssel und die Zulassung der alevitischen Lehre an Berliner Schulen ab August 2002. Ali Sirin |
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