| |
- (Aksam, 10.08.02) Schließungsbeschluß für die
Türkbank. Auf einer außerordentlichen
Aktionärsversammlung wurde die Auflösung der Türk Ticaret
Bankasi gegen den Protest der Beschäftigten und eines Teils der
Aktionäre beschlossen. Die Türk Ticaret Bankasi, die 1913
in Adapazari gegründet wurde, war im vergangenen Jahr auf Beschluß
der Bankenaufsicht in die Obhut des Kreditversicherungsfonds (TMSF)
genommen worden, mußte jedoch kurze Zeit später aufgrund
eines Gerichtsbeschlusses wieder freigegeben werden. 84,5 % der Aktienanteile
blieben jedoch beim TMSF. Die TMSF-Vertreterin stimmte für die
Schließung. Die Munzam Sandigi Vakfi, die über ein anderes
Aktienpaktet verfügt, kündigte an, die Auflösung der
Bank durch eine Klage anzufechten.
- (Staatliches Statistikinstitut, 8.08.02) Arbeitslosigkeit im 2.
Quartal über 2 Millionen gestiegen. Mit der
Veröffentlichung der Ergebnisse der Haushaltsbefragung zur Arbeitsmarktbeteiligung
der Haushalte mußte das Staatliche Statistikinstitut (DIE) einen
weiteren Rückgang der Beschäftigung feststellen. Der Auswertung
wurden Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zugrundegelegt.
Den Werten zufolge waren im 2. Quartal 20,869 Millionen Personen beschäftigt,
2,217 Millionen Menschen waren arbeitslos. Die Arbeitslosenquote stieg
von 6,9 % im Vorjahr auf 9,6 %.
- (Staatliches Statistikinstitut, 8.08.02) Produktion auch im Juni
weiter gestiegen. Auch wenn die Geschwindigkeit
des Anstiegs nachgelassen hat, so liegt mit einem Anstieg um 6,6 % der
Index der Industrieproduktion deutlich über dem Vorjahreswert.
Gleichwohl bleibt die Produktion mit einem Indexwert von 99,7 unter
dem Niveau von 1997. Während die Produktion im Bergbau um 19,7
% gegenüber dem Vorjahr zurückging, stieg sie im Produzierenden
Gewerbe um 8,3 %. Einen Spitzenzuwachs erzielte mit 75,5 % die Produktion
von Fernsehern und Radios. Seit zwei Jahren andauernde Produktionsrückgänge
sind in der Möbelindustrie, den Medien/Druckerzeugnissen und der
Lederverarbeitung zu verzeichnen.
- (Ekohaber) Freiberufler zahlen weniger Steuern als Arbeiter.
Einer Analyse auf der Grundlage von Steuerdaten durch Ekohaber
ergab, daß Freiberufler bei höherem Verdienst weit geringere
Steuern zahlen. Dies betrifft nicht allein den prozentualen Anteil der
Steuerzahlung am Einkommen, sondern gilt auch für die Höhe
der Steuerzahlung selbst. So zahlt ein Metallarbeiter mit einem Monatseinkommen
von 750 Mio. TL im Zahr 1,6 Milliarden TL Steuern. Ein Juwellier mit
einem Einkommen von 5,6 Milliarden TL zahlt demgegenüber nur 1,5
Milliarden TL im Jahr.
- (Aksam, 7.08.02) Preiserhöhungen für Tee und Zucker.
Der Abgabepreis für Zucker wurde um 8 %, der für Tee zwischen
4,4 und 7,5 % erhöht. Das 500 g Paket "Rize Turist" Tee
kostet nun 2,8 Millionen TL.
- (Aksam, 7.08.02) 10 Prozent Zinsrückgang bei Staatsanleihen
nach EU-Paket. Bei der gestrigen Schuldaufnahme
für den Zeitraum von 273 Tagen konnten der Zinssatz gegenüber
einer am 23. Juli mit ähnlicher Laufzeit ausgeschriebenen TL-Anleihe
um knapp 10 Prozent gesenkt werden. Aufgenommen wurden 787,7 Trillionen
TL zu einem Zinssatz von 68 %.
- (Aksam, 5.08.02) Beamte haben an Kaufkraft verloren.
Um zu demonstrieren, daß seit 1999 die Kaufkraft der Beschäftigten
im öffentlichen Dienst zurückgegangen ist, gibt die Unabhängige
Gewerkschaft der Beschäftigten im Öffentlichen Dienst drei
Beispiele: Ein Beschäftigter der untersten Gehaltsklasse mußte
1999 3 Stunden 58 Minuten arbeiten, um eine Gasflasche kaufen zu können.
Heute sind es 10,5 Stunden. Für einen Anzug mußte er 1999
71 Stunden 41 Minuten arbeiten, heute sind es 89 Stunden 26 Minuten.
Die Miete konnte 1999 durchschnittlich mit 95 Stunden 35 Minuten abgegolten
werden, heute sind es 104 Stunden, 20 Minuten.
- (Yeni Safak/Aksam, 4.08.02) Wahlökonomie.
Während die Tageszeitung Aksam den Zentralbankpräsidenten
Serdengecti mit den Worten wiedergibt, daß aufgrund der vollzogenen
Wirtschaftsreformen eine "Wahlökonomie" unmöglich
sei, erklärt die Yeni Safak mit Verweis auf eine Untersuchung von
www.ekohaber.net, daß das
mögliche Volumen von "Wahlinvestitionen" bei ca. 7 Katrillionen
TL läge. Verwies Serdengecti vor allem auf die Autonomie staatlicher
Banken und der Zentralbank sowie den eingeschränkten Spielräumen
bei den staatlichen Betrieben, ergab die von "ekohaber" vorgestellte
Analyse, daß durch vorgezogene Investitionen beträchtliche
Summen mobilisiert werden können, ohne das mit dem IMF vereinbarte
Haushaltslimit zu überschreiten.
- (Radikal, 4.08.02) Inflation im Juli wieder gestiegen.
Mit einem Preisanstieg von 2,7 % im Gesamtindex und einem von 1,4 bei
den Verbraucherpreisen ist die Inflation seit Februar diesen Jahres
erstmals wieder deutlich gestiegen. Der Preisanstieg beim Poduzierenden
Gewerbe stieg auf 4,1 % gegenüber dem Vormonat. Im Jahreszeitraum
stiegen die Preise nach dem Gesamtindex um 45,9 %, gemäß
des Verbraucherpreisindex um 41,3 %. Noch im April war mit einem Preisrückgang
(Deflation) in den Sommermonaten gerechnet worden. Aufgrund des starken
Devisenpreisanstieges infolge der politischen Krise sind jedoch sowohl
die Juni als auch die Juli-Inflation deutlich über diesen Prognosen
ausgefallen.
- (MSNBC, 2.08.02) Zahlungsbilanz im Zeitraum Januar bis Mai unausgeglichen.
Daten der Zentralbank zufolge ist im Zeitraum Januar bis Mai 2002 ein
Zahlungsbilanzdefizit in der Größenordnung von 884 Millionen
Dollar entstanden. In diesem Zeitraum konnte das Außenhandelsdefizit
um 16,2 % verringert werden, wozu insbesondere steigende Exporterlöse
(3,5 %) und der steigende grenzüberschreitende Kleinhandel (24,1%)
beitrugen. Demgegenüber gingen jedoch die Einnahmen aus "sonstigen
Dienstleistungen und Gütern" um 64,5 % zurück.
weitere Kurzmeldungen
|
|

Zum Ausbau unserer Marktstellung auf dem Werkzeugsektor
suchen wir für unsere Niederlassung in der Türkei
zum sofortigen Eintritt folgende Mitarbeiter:
INFO
|
Archiv
Zurück
|