Jahrgang 2 Nr. 36 vom 6.09.2002
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  • (Aksam, 7.09.02) Möbelhersteller Istikbal exportiert in 50 Länder. Angestrebt wird ein Exporterlös von 101 Millionen Dollar in diesem Jahr. Exportiert wird beispielsweise nach Deutschland, Österreich, Amerika und Japan.
  • (Aksam, 7.09.02) Turkish Airlines meldet 75,9 Trillionen TL Gewinn. Während durch den Passagierrückgang nach den Terroranschägen vom 11. September weltweit Fluggesellschaften rote Zahlen schreiben, konnte die Turkish Airlines mit Gewinnen aufwarten. Während bei den Inlandsflügen ein leichter Rückgang zu verzeichnen war, stieg die Passagierzahl bei den Auslandsflügen. Außerdem konnten Einsparungen durch Rationalisierung und Einstellung einzelner Flugrouten in Höhe von 60 Millionen Dollar erzielt werden. Außerdem wurde die Zahl der Flugzeuge reduziert. Die Kapazitätsauslastung konnte um 6 % auf 67,4 % gesteigert werden.
  • (Aksam, 7.09.02) Deutlicher Anstieg der Industrieproduktion im 2. Quartal 2002. Nach Angaben des Staatlichen Statistikinstitutes stieg der Index des Produzierenden Gewerbes im Zeitraum von April bis Juni um 11,9 %. Der Privatsektor verzeichnete einen Produktionsanstieg von 16,1 %, der öffentliche Sektor einen von 0,9 %. Die Industrieproduktion stieg im 2. Quartal um 13,7 %. Die Produktion im Bereich Gas, Strom und Wasser ging um 3,8 % zurück. Der Gesamtanstieg der Produktion in den ersten sechs Monaten dieses Jahres beläuft sich diesen Angaben zufolge auf 7,4 %. Die Tageszeitung Radikal meldet außerdem, daß das Staatliche Statistikinstitut am kommenden Mittwoch die Ergebnisse des Bruttosozialproduktes bekanntgeben wird. Man rechnet mit einem deutlichen Anstieg, der die Erreichung des 3-prozentigen Wachstumsziel wahrscheinlicher macht.
  • (Milliyet, 7.09.02) 1,7 Milliarden Dollar ins Ausland abgeflossen. In den ersten 6 Monaten dieses Jahres wurden durch von Türken im Ausland getätigte Wertpapierkäufe 1,7 Milliarden Dollar ins Ausland transferiert. Im gesamten Vorjahr belief sich die Summe auf 788 Millionen Dollar.
  • (Radikal, 4.09.02) Einnahmen aus Autoexport um 10,8 % gestiegen. Angesichts der gesunkenen Binnennachfrage hat die türkische Exportindustrie sich erfolgreich auf den Export umgestellt und in diesem Jahr bisher Exporte im Wert von mehr als 2,5 Milliarden Dollar durchgeführt. Hauptkunde war dabei Deutschland mit einem Abnahmevolumen von 525 Millionen Dollar, auch wenn dieser Wert um 14,3 % niedriger lag als das Vorjahresergebnis. Die größten Zuwächse wurden beim Export nach Algerien, Polen und Israel erzielt.
  • (Radikal, 4.09.02) Jahresinflation auf 43,9 % gesunken. Am Dienstag gab das Staatliche Statistikinstitut die Inflationszahlen für August bekannt. Mit einem Gesamtanstieg von 2,1 % im Monat und einem Anstieg der Verbraucherpreise um 2,2 % bewegten sich die Wert im Rahmen der Erwartungen. Der Preisanstieg des privaten Produzierenden Gewerbes wurde mit 2,3 % angegeben. In den ersten acht Monaten diesen Jahres stiegen die Verbraucherpreise um 23,4 %. Überdurchschnittliche Preisanstiege wurden vor allem bei Bildungsausgaben und Mieten festgestellt. Der für die Wirtschaft verantwortliche Minister Türker erklärte sich in einer Bewertung der Inflationsdaten optimistisch, daß das Ziel einer Jahresinflation von 35 % und eines 3-prozentigen Wachstums gehalten werden könne.
  • (Radikal, 3.09.02) Problematische Lage der Yapi Kredi Bankasi. Mit der Übernahme der Pamukbank in die staatliche Bankenversicherung (TMSF) war auch die Yapi Kredi Bankasi (YKB) ins Gerede gekommen. Die Absichtserklärung der türkischen Regierung gegenüber dem IMF, bis zum 16. September eine Strategie für die Klärung der Besitzverhältnisse sowohl von Yapi Kredi als auch der Pamukbank zu entwickeln, führt nun zu einem starken Wertverlust der YKB-Aktien. Lag der Wert dieser Aktien im Mai noch bei 4250 so sank er bis Donnerstag auf 1075. Zu den starken Verkäufen hatten insbesondere Gerüchte über Verkäufe ausländischer Anleger beigetragen.
  • (Hürriyet, 1.09.02) Tarifverhandlung der Beamten zunächst gescheitert. Bei den ersten Tarifverhandlungen für die Beamten kam es auch am Samstag zu keiner Einigung. Der gewerkschaftlichen Forderung einer Festbetragsanhebung um 250 Millionen TL netto stand ein Arbeitgeberangebot von 75 Millionen brutto gegenüber. Die Gewerkschaften im Öffentlichen Dienst kündigten an, ab dem 1. September 'Dienst nach Vorschrift' zu machen.
  • (Milliyet, 1.09.02) Metro-Chef Hakan Ergin: Wahlen bremsen Nachrage. In einem Interview mit der Milliyet erklärte Ergin, daß nach einer Nachfragebelebung im Mai seit der Diskussion über vorgezogene Wahlen wieder ein Rückgang der Verbrauchernachfrage eingetreten sei. Die Kunden kauften vor allem den alltäglichen Mindestbedarf und orientierten sich an den preisgünstigsten Waren. Nach Einschätzung von Ergin hat die Zahl der 'offenen Märkte' und damit auch der Schattenwirtschaft zugenommen. Dies schade dem Einzelhandel und würde zur Fortsetzung bei den Schließungen von Supermärkten führen. Andererseits hätten die 'offenen Märkte' auch eine stabilisierende Funktion, da sie einer 'sozialen Explosion' entgegenwirkten. Die Metro-Großmärkte planen pro Jahr drei neue Filialen zu eröffnen. Der Jahresumsatz 2002 soll von 400 Millionen Euro (2001) mit Hilfe der neuen Filialen auf 450 Millionen Euro erhöht werden.

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