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- (Radikal, 20.09.02) Verwaltungsgerichts hebt Verkaufsstop für
Pamukbank auf. In einer einstweiligen Anordnung
hatte das oberste Verwaltungsgericht Danistay den Verkauf der Pamukbank
durch die staatliche Bankenversicherung (TMSF) gestoppt, da diese auf
die Klage der früheren Eigentümer der Bank keine Entgegnung
eingereicht hatte. Nach Vorlage der Begründung hob der Danistay
gestern die Verfügung auf, so daß mit einer baldigen Reprivatisierung
gerechnet wird. Betroffen ist von der Entscheidung auch die Yapi Kredi
Bankasi, da sich 10 % ihrer Aktien im Vermögen der Pamukbank befinden.
Die Türkei hatte sich dem IMF gegenüber verpflichtet, bis
zum 16. September eine Lösung für die Eigentumsfrage der Yapi
Kredi Bankasi zu entwickeln - der Termin konnte jedoch aufgrund des
Verkaufsstops der Pamukbank nicht eingehalten werden.
- (Aksam, 19.09,02) Forschungs- und Entwicklungsausgaben gering.
Mit einem Ausgabenvolumen von 470 Millionen Dollar für Forschung
und Entwicklung liegen nach Angaben des Staatlichen Statistikinstitutes
die Ausgaben der Türkei auf einem Niveau, daß eine Firma
in einem Industrieland für die Entwicklung eines neuen Produktes
ausgibt. Im Jahr 2000 hatten die Entwicklungs- und Forschungsausgaben
noch bei 798 Trillionen TL gelegen.
- (Aksam, 19.09.02) Türkische Parteien unterstützen IMF-Kurs.
Nach Einschätzung von Odd Per Brekk, dem Türkei-Beauftragten
des IMF unterstützen die großen türkischen Parteien
das laufende Wirtschaftsprogramm. Ein Ergänzungskredit wird von
der nach dem 3. November neu zu bildenden Regierung und ihren Finanzierungsbedürfnissen
abhängen.
- (Aksam, 18.09.02) Keine neuen Verpflichtungen gegenüber dem
IMF. Nach einer Besprechung mit dem Türkeibeauftragten
des IMF erklärte der für die Wirtschaftskoordination zuständige
Minister Türker, er habe die Übernahme neuer Verpflichtungen
zurückgewiesen. Es sei wichtig, daß die an die verstaatlichten
Banken gebundenen Unternehmen nicht vernichtet würden.
- (Aksam, 18.09.02) Frist zur Änderung der parlamentarischen
Geschäftsordnung abgelaufen. Die vom Verfassungsgericht
nach der Aufhebung einiger Bestimmungen der parlamentarischen Geschäftsordnung
zugestandene Frist von 6 Monaten ist verstrichen, ohne daß eine
erforderliche Neuordnung vorgenommen worden wäre. Damit sind die
zuvor rigorosen Redezeitbeschränkungen und die Beschneidung der
Antragsrechte aufgehoben. Offen ist jedoch, ob ohne jede Beschränkung
das Parlament vor den Wahlen nochmals arbeitsfähig wird.
- (Dünya, 17.09.02) Intensivere Bilanzkontrollen zeigen Ausmaß
der 'verlorenen Kredite'. Mit einem Anstieg der
als 'verloren' einzustufenden Kredite um 2,9 Katrillionen in den Monaten
Juni und Juli wirkt sich die intensivere Überprüfung der Bankenbilanzen
durch unabhängige Prüfungsunternehmen aus.
- (Dünya, 17.09.02) Geringe ausländische Direktinvestitionen.
Mit nur rund 800 Millionen Dollar blieben die ausländischen Investitionen
in der Türkei in den ersten sechs Monaten des Jahres 2002 deutlich
hinter den Erwartungen zurück. Durch insgesamt 110 Investitionsprojekte
werden 8.364 Arbeitsplätze geschaffen.
- (Dünya, 17.09.02) Einigung in Tarifverhandlungen der Beamten
bei 100 Millionen TL brutto. Unter Beachtung des
Spruchs der Schiedskommission eingten sich die Tarifparteien Kamu Sen
und KESK mit der Regierung auf eine pauschale Erhöhung der Bezüge
der Beamten um 100 Millionen TL brutto. Eine in der Radikal (20.09.02)
wiedergegebene Erklärung des für die Wirtschaft verantwortlichen
Ministers Türker zufolge, sei der Abschluß mit dem Haushalt
vereinbar. Außerdem werde in diesem Jahr keine Angleichung der
Beamtenbezüge an die Inflation mehr vorgenommen.
- (Aksam, 17.09.02) Wettbewerbs- und Telekomaufsicht einigen sich.
Im Kompetenzstreit zwischen beiden Aufsichtsbehörden konnte ein
Kompromiß erzielt werden. Während die Telekomaufsicht für
Marktzutritt und -ausschluß zuständig ist, kümmert sich
die Wettbewerbsaufsicht um Fragen wie beispielsweise Dumping. Tatsächlich
befindet sich gerade angesichts des Preiskampfes der Mobiltelefonanbieter
vor den Wettbewerbsschützern, ist aber noch nicht entschieden.
Zwischen beiden Behörden wurde außerdem ein Koordinierungsausschuß
gebildet, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu ermöglichen.
- (Aksam, 17.09.02) Tayler-Erklärung nützt türkischen
Auslandsanleihen. Die Erklärung des amerikanischen
Schatzamtsministers John Tayler, daß die Performanz der mit Hilfe
des IMF in Brasilien und der Türkei eingeleiteten Programme gut
sei, führte auf internationalen Geldanlagemärkten zu einem
Sinken des Zinsindex für beide Länder.
- (Aksam, 17.09.02) Kreditrückzahlungserleichterung für
Klein- und Mittelbetriebe. Die Halkbank kündigt
an, daß ab dem 16. September gewerblichen Schuldnern, die mit
ihren Zahlungen in Verzug sind und deren Schulden (nominal) 200 Milliarden
TL nicht übersteigen, Verzugszinsen erlassen werden sollen. Außerdem
solle die Schuldsumme neu berechnet und neue Raten festgesetzt werden.
Die Halkbank gab an, daß damit eine Lösung für 17.000
gewerbliche Schuldner mit einem Kreditvolumen in Höhe von 40 Trillionen
TL gefunden werden soll. Die Lösung sieht außerdem vor, daß
die Schuldsumme innerhalb von 30 Monaten bei einem Zinssatz von 65 %,
die Zinsschuld innerhalb von 18 Monaten zinsfrei bezahlt werden kann.
- (Milliyet, 16.09.02) 10 Anleger der türkischen Börse
verfügen über 35 % des gesamten Aktienkapitals.
In einer Kolumne von Osman Ulagay werden Daten der Takasbank wiedergegeben,
denen zufolge nur 10 Anleger über 35 % des gesamten Aktienkapitals
an der Istanbuler Wertpapierbörse (IMKB) verfügen. 100 Anleger
verfügen über 57 % des Kapitals.
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