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- (Yeni Safak, 3.05.03) AKP für Bayern nicht mehr terroristische
Organisation. Am 2. Mai hatte die Tageszeitung Milliyet
gemeldet, dass das Bundesland Bayern bei der Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen
oder Beantragung der deutschen Staatsangehörigkeit türkische
Staatsbürger nach der Mitgliedschaft in einer Reihe von Organisationen
befrage. Neben bekannten Terrororganisationen fanden sich auf der Liste
jedoch auch eine Reihe von in der Türkei zugelassenen Parteien,
darunter auch der Name der jetzigen Regierungspartei AKP. Nach einem
Gespräche des deutschen Botschafters in Ankara Schmidt mit Außenminister
Gül, so die Tageszeitung Yeni Safak, sei erklärt worden, dass
nunmehr die AKP nicht mehr im Fragebogen enthalten sei. Sie sei im Sommer
vergangenen Jahres aufgenommen worden, weil sie möglicherweise
eine Nachfolgeorganisation der verbotenen Fazilet Partei sein könnte,
hätte jedoch in der Bewertung der Fragebögen keine Rolle gespielt,
hieß es in einer von der Yeni Safak wiedergegebenen Erklärung.
- (Yeni Safak, 3.05.03) Reporter ohne Grenzen bemängelt Pressefreiheit
in der Türkei. Anläßlich des 3.
Mai als "internationalen Tag der Pressefreiheit" veröffentlichte
die Organisation "Reporter ohne Grenzen" eine Reihe von Berichten
zur Lage der Pressefreiheit weltweit. Auf 15 Seiten wird dabei auch
auf die Lage der Journalisten in der Türkei eingegangen. Dem Bericht
zufolge verbrachten 18 Journalisten das vergangene Jahr ganz oder teilweise
in Haft. Von ihnen befinden sich immer noch fünf aufgrund ihrer
Tätigkeit in Haft. Außerdem wurden im vergangenen Jahr 17
türkische Journalisten festgenommen, 31 bei der Ausübung ihrer
Tätigkeit geschlagen.
- (Yeni Safak, 1.05.03) Verfassungsgericht hebt erneut Änderung
der parlamentarischen Geschäftsordnung auf.
In Rekordgeschwindigkeit erließ das Verfassungsgericht auf Antrag
der oppositionellen CHP eine vorläufige Aussetzung einer jüngst
geänderten Bestimmung der parlamentarischen Geschäftsordnung.
Die beanstandete Bestimmung folgt dem Vorbild einer bereits von der
DSP-MHP-ANAP Regierung getroffenen Regelung, die eine Beschleunigung
der Verabschiedung "grundsetzlicher Gesetze" vorsah, die vom
Verfassungsgericht im vergangenen Jahr verworfen wurde.
- (Aksam, 30.04.03) Erweiterung der visumsfreien Einreise und dritter
Grenzübergang auf Zypern. Die zypriotische
Regierung zeigt sich äußerst befriedigt über die Entwicklungen
seit dem Beschluß zur Grenzöffnung. Durch den starken Besucherverkehr
aus dem Süden haben sich bedeutende zusätzliche Deviseneinnahmen
ergeben, die für die erste Woche auf 2,5 Millionen Dollar geschätzt
werden. Nun wird diese Entscheidung zu einem Recht auf einen 72-stündigen
visumsfreien Aufenthalt für Bürger Süd-Zyperns sowie
die Öffnung eines weiteren Grenzübergangs in Güzelyurt-Bostanci
ausgeweitet.
- (Aksam, 30.04.03) Zweites Schließungsverfahren gegen die
DEHAP eingeleitet. Kurz bevor der Generalstaatsanwalt
am Kassationsgerichtshof Kanadoglu in den Ruhestand tritt, hat er ein
zweites Schließungsverfahren gegen die kurdisch-orientierte DEHAP
eingeleitet. Stützte sich das erste Verfahren auf den Vorwurf,
die Unterlagen zur Beantragung der Zulassung zu den Parlamentsjahren
im vergangenen Jahr manipuliert zu haben, so lautet dieses mal der Vorwurf
auf "separatistische Tätigkeit". Kanadoglu zeigt sich
überzeugt, dass die DEHAP zu einem Fokus für Aktivitäten
geworden sei, die auf die Spaltung der Türkei zielten. Auch bestünden
Beziehungen zwischen der Partei und der verbotenen PKK.
- (Aksam, 30.04.03) Erkan Mumcu an die Spitze des vereinigten Tourismus-
und Kulturministeriums getreten. Die vorherige Tourismusministerin
Güdal Aksit wurde zur Staatsministerin mit Zuständigkeit für
Familie und Frauen ernannt. Die Vereinigung beider Ministerien und die
damit verbundenen Umstrukturierungen traten mit der Veröffentlichung
des diesbezüglichen Gesetzes durch Staatspräsident Sezer im
Amtsblatt in Kraft.
- (ABHaber, 27.04.03) "Sollten Beitrittsverhandlungen mit der
Türkei 2005 nicht aufgenommen werden, werden sich die Wege von
EU und Türkei trennen". Kemal Dervis,
CHP-Abgeordneter und türkisches Mitglied im europäischen Konvent,
erklärte bei einer Konferenz mit dem Thema "Nähert sich
die Türkei der EU?", dass die Türkei gegenüber den
neu aufgenommenen Mitgliedern sowohl im wirtschaftlichen Bereich als
auch bei den Menschenrechten weiterentwickelt sei. Dervis merkte außerdem
an, dass die Entscheidung der Türkei, ihr Territorium für
einen Angriff auf den Irak nicht zur Verfügung zu stellen, eine
positivere Wahnehmung des Landes in Europa herbeigeführt habe.
Er wies jedoch auch darauf hin, dass man sich im klaren sein müsse,
dass, sollten die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei im Jahr
2005 nicht aufgenommen werden, sich die Wege trennen werden.
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der Türkei 2005 nicht aufgenommen werden, werden sich die Wege von
EU und Türkei trennen"
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