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- (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Wochenbericht 21/03)
Türkei noch weit entfernt von Erfüllung wirtschaftlicher
Kriterien für EU-Beitritt. Neben einem Überblick
über Grundlinien der türkischen Wirtschaftspolitik der vergangenen
Jahre und dem Stellenwert der wirtschaftlichen Kriterien im Zusammenhang
mit den Kopenhagener Kriterien für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen
mit der EU thematisiert der Bericht vor allem die Defizite bei der Überwindung
des regionalen Entwicklungsgefälles als wichtiges Problem auf dem
Weg zur EU-Mitgliedschaft. Der Bericht tritt dafür ein, hier keine
Zugeständnisse zu machen, da eine nachhaltige Entwicklung und ein
problemloser EU-Beitritt erst möglich sein werden, wenn dieses
Problem gelöst ist. (Originalbericht)
- (Yeni Safak, 24.05.03) Rund eine Trillionen Mehreinnahmen durch
Umschuldung von Stromschulden. Bei der vom 1. April
bis zum 20. Mai durchgeführten Kampagne wurden Zahlungsvereinbarungen
in Höhe von einer Trillionen TL erzielt. Im Rahmen der Umschuldung
wurden Nachlässe zwischen 50 und 20 % vorgesehen. Die verbleibenden
Schulden sollen innerhalb von 6 Monaten in Raten gezahlt werden. Dabei
wird als Zinssatz der Verbraucherpreisanstieg zugrunde gelegt. In der
vorläufigen Bilanz sind die Anträge öffentlicher Institutionen
noch nicht enthalten, weil sie erst zum Fristende eingereicht und noch
keine Zahlungen eingeleitet wurden.
- (Zentralbank, 22.05.03) Positive Entwicklung des Wirtschaftsklimas.
Die Ergebnisse der zweiten Erwartungsabfrage der Zentralbank im Mai
zeigen eine weiter rückläufige Inflationserwartung. Mit einem
Durchschnittswert von 26 % sind die Inflationserwartungen zum Jahresende
um einen weiteren halben Prozentpunkt gegenüber der Umfrage zwei
Wochen zuvor zurückgegangen. Bei der Schätzung des Zinses
zum Jahresende ergab sich mit einem Durchschnittswert von 38,8 % ein
Rückgang gegenüber der ersten Maibefragung um 0,9 Prozentpunkte.
Gleichzeitig verringerte sich die Schätzung des Jahresendkurses
des Dollars auf 1,85 Mio. TL, während eine stärkere Zunahme
des Zahlungsbilanzdefizits erwartet wird. Die Wachstumserwartungen stiegen
um 0,4 Prozentpunkte auf 4,1 %.
- (Yeni Safak, 20.05.03) CHP skeptisch bei Privatisierung.
Ein von Ökonomen der CHP vorbereiteter Bericht über die in
der Türkei im Zeitraum 1986 bis 2000 vollzogenen Privatisierungen
kommt zu dem Schluß, dass das ehrgeizige Privatisierungsziel der
Regierung nur geringe Erfolgsaussicht habe. Kritisiert wird dabei die
Übertragung der Privatisierungsbehörde zum Finanzministerium,
unzureichende Studien zum Verkehrswert der zu privatisierenden Betriebe
sowie ungelöste soziale Probleme. Dem Bericht zufolge wurden im
genannten Zeitraum 938 öffentliche Betriebe privatisiert und dabei
10 Milliarden Dollar eingenommen, wovon 3,4 Milliarden Dollar an das
Schatzamt gezahlt wurden.
- (Bianet,19.05.03) Wichtige Museen in schlechtem Zustand.
Zum Anlass der vom 18. bis 24. Mai veranstalteten Museumswoche trat
der Verband der türkischen Fremdenführer mit einer deutlichen
Kritik an die Öffentlichkeit. Viele Museen seien verwahrlost, große
Bereiche seit Jahren geschlossen, eingeleitete Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen
kämen nicht zuende, es gibt lange Schlangen beim Kartenverkauf
und hohe Eintrittspreise. Zu den kritisierten Museen gehören die
Hagia Sofia, der Topkapi Palast und die Akropolis von Pergamon. Gelobt
wurden demgegenüber u.a. das Museum der Zivilisationen in Ankara,
Ephesus und das Unterwassermuseum in Bodrum.
weitere Kurzmeldungen
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Türkei noch weit entfernt von Erfüllung
wirtschaftlicher Kriterien für EU-Beitritt
Rund eine Trillionen Mehreinnahmen durch
Umschuldung von Stromschulden
Positive Entwicklung des Wirtschaftsklimas
CHP skeptisch bei Privatisierung
Wichtige Museen in schlechtem Zustand
Produktionsstatistik: Erwartungsbefragung
April
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