Jahrgang 2 Nr. 34 vom 20.09.2004
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Zaman, 18.09.04) Teures Benzin. Ein Preisvergleich europäischer Staaten zeigt, dass der Liter Benzin in der Türkei im Endverkauf 1,37 Euro kostet, wovon 70 Cent auf Steuern entfallen. Damit liegt die Türkei auf Platz fünf der europäischen Länder beim Verkaufspreis und auf Platz 2 bei der Steuerbelastung.
  • (Referans, 18.09.04) Zahlungsbilanzdefizit mittelfristiges Risiko. Bei einer Rede vor dem Beratungsrat des Vereins Türkischer Unternehmer und Geschäftsleute (TÜSIAD) in Antalya erklärte deren Vorsitzender Ömer Sabanci, dass das Zahlungsbilanzdefizit in diesem Jahr kein Risiko darstelle, sollten jedoch keine Vorkehrungen getroffen werden, könnten im kommenden Jahr Finanzierungsschwierigkeiten auftreten. Angesichts hoher Arbeitslosigkeit verfüge die Türkei jedoch über keine Alternative zu hohem Wirtschaftswachstum - was zugleich gegen Maßnahmen zur Verlangsamung des Wachstums zur Senkung des Zahlungsbilanzdefizites spräche.
  • (Referans, 18.09.04) Auf 100 $ Export entfallen 65 $ Importe. Daten des Staatssekretariats für Außenhandel zeigen, dass zur Erzielung von 100 $ Exporterlöß Importe in einer Höhe von 65 $ erfolgen. Im vergangenen Jahr lag dieses Verhältnis bei 63,4 %. Der Anstieg wird auf die Wertsteigerung der TL zurückgeführt, die die Produzenten in der Türkei zu importierten Rohstoffen und Vorprodukten treiben.
  • (Dünya, 17.09.04) Zunahme ausländischer Investitionen. Nach Angaben des Vereins ausländischer Direktinvestoren (YASED) erreichten die ausländischen Investitionen in den ersten sieben Monaten des Jahres eine Höhe von 1,8 Mrd. $. Seit der Reform des Rechtsrahmens für ausländische Investoren im Juli 2003 seien 3.000 ausländische Firmen in der Türkei gegründet worden. Nach Einschätzung des YASED-Vorsitzenden Saban Erdikler sei ein großes internationales Interesse an Investitionen in der Türkei zu beobachten, wenn auch eine höhere Verläßlichkeit des türkischen Rechtssystems vorteilhaft wäre.
  • (Radikal, 12.09.04) Ungleichheit der Einkommensverteilung weiter gestiegen. Daten des Staatlichen Statistikinstitutes DIE zum Konsum der privaten Haushalte zeigen, dass die Ausgabenunterschiede zwischen dem untersten und dem obersten Fünftel weiter stark gestiegen sind. Während gemessen am Bevölkerungswachstum Ausgaben für Ernährung und mittleren Konsumgütern eher gering stiegen, wird der Nachfrageanstieg auf langlebige Konsumgüter und Kraftfahrzeuge vor allem mit dem Anstieg der Verbraucherkredite in Verbindung gebracht.
    monatliche Ausgaben (Mrd. TL) Anteil (%) Bevölkerung (1000 Personen) tägl. Ausgaben pro Kopf TL $
    unterstes Fünftel
    1.093
    8,8
    12.586
    2.895.548
    1,9
    2. Fünftel
    1.602
    13
    13.988
    3.819.373
    2,6
    3. Fünftel
    2.059
    16,7
    14.643
    4.687.138
    3,1
    4. Fünftel
    2.687
    21,7
    14.924
    6.001.836
    4,0
    oberstes Fünftel
    4.920
    39,8
    14.579
    11.258.086
    7,6
    Summe
    12.363
    100
    70.712
    5.827.941
    3,9
    (Daten nach Staatlichem Statistikinstitut 2002).
  • (Radikal, 7.09.04) Bankenversicherungsfond will Forderungen bis 2007 eintreiben. Von 6,2 Mrd. $ Forderungen des Versicherungsfonds für Bankguthaben (TMSF) aufgrund der Übernahme von Privatbanken, sollen 5,5 Mrd. $ bis 2007 bezahlt werden. Die verbleibenden Forderungen sollen an private Vermögensverwaltungen abgetreten werden. Aufgrund der Übernahme privater Banken in den Fond sind dem Staat Kosten in Höhe von 46 Mrd. $ entstanden, wovon 37 Mrd. $ nicht vollstreckbar seien. Der Präsident des Fonds Ahmet Ertürk erklärte, dass gemäß der Absichtserklärung gegenüber dem IMF bis zum Jahresende geklärt werden muß, wie weiter mit den Staatsanleihescheinen verfahren werden solle, die das Schatzamt dem TMSF zur Finanzierung der Bankenschulden zur Verfügung stellte. Dazu müsse die Schuldenstruktur der Banken neu geregelt werden.
  • (Radikal, 7.09.04) Geringe Ausgaben für Entwicklung&Forschung. Der Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2001 0,72 % und sank im Jahr 2002 auf 0,67 %. In den meisten OECD-Ländern liegt dieser Anteil zwischen zwei und drei Prozent. Die Daten stützen sich auf eine Befragung des Staatlichen Statistikinstitutes und beziehen sich sowohl auf den öffentlichen wie den privaten Sektor. Demnach stiegen die Aufwendung für Forschung und Entwicklung im Jahr 2002 nominal um 50 % auf 1,843 Quatrillionen TL. Dabei entfielen 64,3 % der Ausgaben auf das Hochschulwesen. Die Hälfte der Aufwendungen wurde vom öffentlichen Sektor erbracht. Die höchsten Forschungsaufwendungen entfielen auf den Gesundheitsbereich.

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