Jahrgang 2 Nr. 05 vom 31.01.2005
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 28.01.05) Produktionsanteil der türkischen Zulieferindustrie geht zurück. Daten des Ministeriums für Industrie und Handels der Türkei zufolge stieg selbst in traditionellen Exportsektoren wie Textil der Anteil türkischer Vor- und Rohprodukte auf 45 %. Bei der Automobilindustrie erreicht dieser Wert 75 %.
  • (Dünya, 27.01.05) 15,9 Mrd. Dollar Einnahmen aus dem Tourismus. Im vergangenen Jahr verzeichnete der türkische Tourismus sowohl hinsichtlich der Besucherzahlen als auch der Einnahmen einen Rekord. 20,3 Millionen Besucher sorgten für einen Umsatz von 15,9 Mrd. Dollar. Dabei entfiel der größte Anteil auf ausländische Besucher, die 17,2 Mio. erreichten und mit 12,1 Mrd. Dollar zum Umsatz beitrugen.
  • (Dünya, 27.01.05) Tarifeinigung im Textilsektor. Der Vertrag mit einer Laufzeit von 30 Monaten sieht alle sechs Monate eine Gehaltserhöhung um je 6 Prozent vor. Der Vertrag, der rückwirkend zum 1. September 2004 in Kraft tritt, sieht im Hinblick auf die Prämien vor, dass für Altverträge weiterhin in bisheriger Höhe gezahlt wird, während die Prämien für neueingestelltes Personal deutlich gesenkt werden.
  • (Dünya, 27.01.05) Investitionsförderung in 15 Fragen und Antworten. Das Schatzamt hat auf seiner Web-Seite einen Bekanntmachung über die Investitionsförderung für Klein- und Mittelbetriebe veröffentlicht. Dabei wird die Mindesthöhe für die Beantragung einer Investitionsbescheinigung in Förderregionen mit 200.000 YTL, in anderen Regionen mit 400.000 YTL angegeben.
  • (Dünya, 27.01.05) Turkish Airlines fliegt alle Provinzhauptstädte an, wenn Garantie übernommen wird. Wenn sich die provinziellen Industrie- und Handelskammern verpflichten, eine mindestens 55 prozentige Auslastung zu gewährleisten, ist die Turkish Airlines bereit, regelmäßige Flüge in alle Regionen aufzunehmen. Eine solche Vereinbarung wurde nun für Bursa getroffen. Der Vorsitzende der Industrie- und Handelskammer Bursa Sönmez erklärte, dass im Zusammenschluß seiner Kammer mit MÜSIAD Bursa, der Importeuere Vereinigung Uludag, dem Verein der Unternehmer und Geschäftsleute Bursa sowie des Vereins junger Industrieller ein Protokoll unterzeichnet wurde, wonach die Organisationen für die Aufnahme des Liniendienstes Bursa-Ankara eine Auslastung von mindestens 55 % garantieren und im Falle dessen Unterschreitung die Differenz aus einem eigenen Fond begleichen.
  • (Radikal, 26.01.05) Unruhe um EU-Fleischimporte. Gemäß der Zollunion hat sich die Türkei verpflichtet, jährlich 19.000 Tonnen Fleisch und Schlachtvieh im Umfang von 3.000 Tonnen einzuführen. Gegen die Umsetzung dieser Verpflichtung erhebt sich nun Widerstand, der "Rinderwahnsinn" und die in der EU herrschenden - nichtislamischen - Schlachtregeln anführt. Angsichts eines jährlichen Fleischverbrauchs in Höhe von 1 Mio. Tonnen falle die Menge nicht sehr ins Gewicht, der Schaden wäre viel eher psychologischer Natur ... (Die Situation mutet - zumindest was die möglichen Gefahren für die Gesundheit von Mensch und Tier angeht - zumindest insofern komisch an, als die Türkei nach wie vor den Tierschmuggel nicht unter Kontrolle gebracht hat. Mit Spannung kann man auch erwarten, wie islamische Schlachtregeln mit der Gemeinsamen Landwirtschaftspolitik der EU harmonisiert werden können, wird sich der Gemeinsame Markt doch auch auf Lebensmittel und Tierprodukte erstrecken ...)
  • (Radikal, 26.01.05) Landwirtschaftsbeschlüsse ohne Haushaltsdeckung. In der Woche vor dem Opferfest hatte die Regierung verschiedene Unterstützungen für die Landwirtschaft beschlossen. Zugleich wurden die Weichen dafür gestellt, das auf Druck der Weltbank 2000 durchgesetzte Primat direkter Betriebsunterstützungen durch eine Reihe anderer Instrumente aufzuheben. Landwirtschaftsminister Güler erklärte nun, dass die für dieses Jahr vorgesehene direkte Betriebsunterstützung in Höhe von 16 YTL pro Dekar nur zu 10 YTL ausgezahlt werden könne. Auch sei man auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten für die anderen angekündigten Maßnahmen. (Über lange Zeit - insbesondere auf dem Feld der Landwirtschaftspolitik - hatten zunächst Kemal Dervis und dann Ali Babacan eingefordert, haushaltsrelevante Kabinettsbeschlüsse erst zu fassen, wenn die Finanzierungsfrage geklärt ist. Zu den Klagen der türkischen Bauern gehört auch, dass sie vielfach ihnen zustehende Zahlungen nicht termingerecht erhalten...)

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