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- (Zaman, 24.07.05) Menschenrechtsverein führt Kampagne
zur Geiselfreilassung durch. Zur Freilassung
des vor kurzem durch die PKK entführten Soldaten Coskun Kirandi
haben neben regionalen Menschenrechtsgruppen auch der Menschenrechtsverein
zu einer landesweiten Aktion aufgerufen. Die Aktion heißt "wach
bleiben" - das Ziel ist, die Botschaft zu vermitteln, dass keine
weitere Gewalt mehr gewünscht wird und durch die Freilassung des
Soldaten ein wichtiger Schritt dazu geleistet werden könnte.
- (NTV, 24.07.05) Dogu Perinçek in der Schweiz kurzzeitig
festgenommen. Der Vorsitzende der türkischen
Isçi Parti Dogu Perinçek ist nach einer Pressekonferenz
im schweizerischen Winterthur kurzfristig festegenommen, aber am gleichen
Abend nach einem Verhör wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Perinçek hatte erklärt, dass der Vorwurf, die Türkei
habe einen "Völkermord an den Armeniern" verübt,
eine internationale Lüge sei. Die schweizer Polizei erklärte,
die Festnahme sei wegen des Verdachts "rassistischer Äußerungen"
erfolgt.
- (Dünya, 22.07.05) Warnung für Nutzer nicht registrierter
Handys. Der Rat für Telekommunikation
teilt mit, dass aufgrund neuer Bestimmungen ab dem 14. Dezember in der
Türkei alle nicht registrierten Handys abgestellt würden.
Es wird davon ausgegangen, dass zur Zeit 15 bis 16 Mio. Handys nicht
registriert sind. Bis zum 28. August werden die nötigen Vorbereitungen
zum Aufbau der Überwachungsstruktur sowie der Verwaltungskapazität
für die Registrierung der Telefone abgeschlossen. Danach sollen
per SMS Warnungen verschickt werden, die dazu auffordern, das betreffende
Handy zu registrieren, wofür eine Gebühr von 5 YTL erhoben
werde.
- (Radikal, 22.07.05) Verordnung für die Erdbebensicherung
von Gebäuden. Das Bauministerium hat den
Entwurf einer Verordnung für die Gebäudesanierung zur Erhöhung
der Erdbebensicherheit zur Diskussion gestellt. Ziel der die Stufen
und Anforderungen von Sanierungsprojekten definierenden Verordnung ist
es, Standards zu schaffen. Erfaßt werden der Prozeß der
bautechnischen Untersuchung, die Information des Eigentümers und
Verfahrensweisen. Vorgesehen ist ggf. auch der Erlaß einer Abrißanordnung,
wenn sich eine Sanierung als nicht möglich erweisen sollte.
- (Radikal, 19.07.05) EU-Kommission drängt auf mehr Freiheit
für nicht-muslimische Minderheiten. Den
Informationen der Zeitung zufolge soll die Kommission der türkischen
Regierung die Warnung zugeleitet haben, dass, wenn die nötigen
Schritte nicht vollzogen werden, der Fortschrittsbericht 2005 negativ
ausfallen könnte. In einem zweiseitigen Bericht zur Religionsfreiheit
würdigt die Kommission die verfassungsmäßig verankerten
Rechte der Minderheiten, weist jedoch darauf hin, dass es in der Praxis
wegen der fehlenden Rechtspersönlichkeit der Gemeinden, der Beschränkung
des Eigentumsrechts, der Ausbildung von religiösem Personal sowie
im Hinblick auf die Leitung der Stiftungen von Mindehreiten Probleme
gäbe. In diesem Zusammenhang wird die bereits vor kurzem von ständigen
EU-Vertreter in Ankara Kretschmer erhobene Kritik an der Unzulänglichkeit
des Entwurfs zur Reform des Stiftungsgesetzes bekräftigt. Neben
der Ermöglichung der Ausbildung von religiösem Personal im
Inland - wie zum Beispiel durch die Wiedereröffnung des griechisch-orthodoxen
Priesterseminars auf Heybeliada (Prinzeninseln) sollten auch ausländische
Geistliche in der Türkei eine Erlaubnis zur Ausübung ihrer
Tätigkeit erhalten.
- (Dünya, 18.07.05) Opposition zieht vors Verfassungsgericht.
Neben einer rekordverdächtigen Quote von Zurücküberweisungen
von Gesetzen zum Parlament durch den Staatspräsidenten macht auch
die Opposition ausgiebig Gebrauch vom Klageweg vor dem Verfassungsgericht.
Zum 15. Juli erreichte die Zahl der Klagen 59 gegen Gesetze. Zehn weitere
Klagen sind angekündigt.
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