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- Berlin Istanbul Network e.V. gegründet.
Am 25. Februar wurde BIN, das Berlin Istanbul Network e.V. gegründet,
das im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin Istanbul den Dialog
zwischen beiden Gesellschaften fördern will. Zum Vorsitzenden wurde
Emre Kiras (Geschäftsführer der EKON GmbH) gewählt. Zur
Gründung des BIN sagt Kiraz: „Unser Network bezweckt, die
städtepartnerschaftliche Beziehung zwischen Berlin und Istanbul
auf wirtschaftlichem, wissenschaftlichem, kulturellem und gesellschaftlichem
Gebiet auf einem ernsten und qualitativ hochwertigem Niveau zu vertiefen.
Erste Projekte unseres Network stellen wir bereits in Kürze im
Rahmen der offiziellen Gründungsfeierlichkeit der Öffentlichkeit
vor. Wir laden alle Interessierten dazu recht herzlich ein.“ Weitere
Info: www.berlin-istanbul.net
- Studie zur Lebenssituation von Ausländern in der Türkei
begonnen. Das Institut für Internationale
Strategische Studien (Uluslararasi Stratejik Arastirmalar Kurumu, USAK,
www.usak.org.uk) hat ein einjähriges
Projekt begonnen, um die Informationen über die Lebenssituation
von Ausländern (Schwerpunkt EU-Bürger) in der Türkei
zusammenzutragen. Neben Interviews ist auch ein Vergleich des türkischen
Ausländerrechts mit dem Griechenland und Spaniens vorgesehen. Im
Rahmen des Projekts sollen außerdem Seminare und Konferenzen durchgeführt
und ein ausführlicher Projektbericht erstellt werden. Der Bericht
soll zusammen mit Empfehlungen der Regierung vorgestellt werden. USAK
ruft dazu auf, sich aktiv an der Studie zu beteiligen und Vorschläge,
Ideen, Materialien und Adressen weiterzuleiten. Für direkten Kontakt
kann man sich an Sebla Uludag
und Gül Okutucu wenden.
- (Yeni Safak, 13.03.06) Meinungsumfrage zeigt AK Partei in
Führung. Eine vom Meinungsumfrageunternehmen
Pollmark Arastirma vom 22. bis 25. Februar in 12 Provinzen mit einem
repräsentativen Setting durchgeführte Umfrage gibt die Unterstützung
für die regierende AK Partei mit 42,8 % an. Die CHP verfügt
demgegenüber über eine Unterstützung von 17,2 % und die
MHP über 10,6 %. Die DYP liegt mit 8,9 % unter der 10-prozentigen
Sperrklausel, ihr folgen die Partei für eine demokratische Gesellschaft
DTP mit 6,6 % und die ANAVATAN mit 5,6 %. Die Ergebnisse weisen insbesondere
bei der Unterstützung der AK Partei und der DYP gravierende Unterschiede
zu einer von der Tageszeitung VATAN am 16. Januar vorgelegten Umfrage,
die die Unterstützung für die AK Partei mit 29,9 % und die
für die DYP mit 14,4 % angibt. Als wichtigste Themen des Landes
werden Arbeitslosigkeit (58,1 %), Wirtschaft (17,4 %), Bildung (5,3
%) und Armut (4,6 %) genannt. Vorgezogene Wahlen werden wegen der Befürchtung
von Instabilität abgelehnt. Bei der Bewertung der Regierungsperformanz
überwiegen sowohl bei der allgemeinen als auch bei der Bewertung
der Wirtschaftspolitik knapp die negativen Bewertungen. Neben politischen
Präferenzen wurden zudem eine Reihe weiterer Items abgefragt. Den
Ergebnisse zufolge liegt die Unterstützung für einen türkischen
EU-Beitritt bei 62 %. Beim Karikaturen-Streit lehnen 71,1 % der Befragten
die von Muslimen verübte Gewalt bei den Protesten ab. 91 % sind
der Auffassung, der dänische Mininisterpräsident Rasmussen
müsse sich entschuldigen. 56,1 % bestätigen die Aussage, dass
es einen Kampf zwischen dem Islam und dem "christlichen Westen"
gibt.
- (Zaman, 12.03.06) Gül warnt Europäer vor Prestigeverlust.
Bei einer Rede vor den EU-Außenministern, die in Salzburg zusammentrafen,
wies Außenminister Abdullah Gül im Zusammenhang mit dem Karikaturen-Streit
darauf hin, dass in den meisten europäischen Ländern die Beleidigung
von Religion strafbar sei, diese Bestimmungen jedoch lückenhaft
seien und nicht auf den Islam angewandt würden. Der Schutz von
Religionen müsse aber für alle in gleicher Weise gelten. Die
EU geräte sonst in Gefahr ihr größtes Kapital, ihr Prestige,
zu verlieren.
- (Dünya, 11.03.06) Arbeitszeiten in Istanbul ändern
sich zum 27. März. Die Provinzverwaltung
Istanbul gab bekannt, dass am ersten Werktag nach der Umstellung auf
die Sommerzeit als reguläre Öffnungszeiten 8:30-12:30 Uhr
und 13:00 bis 17:00 Uhr gelten.
- (Radikal, 11.03.06) Konservatismus bestimmt mehr das Privatleben.
Die Bosporus Universität hat in Zusammenarbeit mit dem Open Society
Institut eine Studie über Konservatismus in der Türkei durchgeführt.
Dazu wurden in 15 Provinzen 1644 Befragungen durchgeführt. Auf
die Frage nach zu bewahrenden Werten nannten 41,6 % Gleichheit, 47,4
% Freiheit und 17,4 % Solidarität. 30 % der Befragten charakterisierten
ihre politische Orientierung als konservativ, 24 % sehen sich selbst
als nicht konservativ und 35 % geben an, dass ihr Konservatismus sich
nur auf ihr Privatleben beschränke. Als wichtigste zu bewahrende
Institution gaben 45,6 % die Familie, 22,2 % die Religion, 19 % den
Staat und 10,5 % die Nation an. Demgegenüber wünschen sich
63 % eine Veränderung ihres Lebens, wobei mit 47 % eine ökonomische
Veränderung die höchste Priorität genießt. 73 %
der Befragten kritiserten den Verfall von Traditionen. 93 % der Befragten
gaben an, sich vom Kopftuchtragen bei Frauen nicht gestört zu fühlen.
Demgegenüber fühlen sich 76 % von Homosexualität, 65
% durch vor der Ehe zusammenlebende Paare, 56 % durch Ohrringe bei Männern
und 54 % durch leicht bekleidete Frauen gestört.
- (NTV, 8.03.06) Warnung vor Wiedererstarken der Hizbullah.
In einem Geheimdienstbericht an den Hohen Rat zur Terrorismusbekämpfung
wird vor einem Wiedererstarken der Hizbullah, die große Fortschritte
beim Wiederaufbau ihrer Strukturen gemacht habe, gewarnt. In diesem
Zusammenhang wurde die Vermutung geäußert, dass hinter der
großen Karikaturen-Demonstration in Erzurum die Hizbullah stünde.
Als Gegenmaßnahme wurde beschlossen, die unbesetzten Stellen von
Imamen in den Ost- und Südost-Provinzen zu besetzen.
- (International Crisis Group, 8.03.06) Zypern-Bericht vorgelegt
- Situationsanalyse und Wege aus der Sackgasse.
Die Analyse der Internationalen Krisen(präventions-)Gruppe ist
bereits im Titel angelegt: Zur Zeit steckt der Konflikt in einer Sackgasse.
In dem Kapitel über die möglichen Lösungsszenarien des
Konflikts wird dabei hervorgehoben, dass die Politik der derzeitigen
griechisch-zypriotischen Führung auf eine einseitige Lösung
hinausläuft, die die Interesse der türkischen Zyprioten nicht
berücksichtigt. Sie warnen in diesem Zusammenhang vor der Wahrscheinlichkeit,
dass eine Fortsetzung dieser Politik in eine Festschreibung der Spaltung
der Insel münden könnte. Anliegen der Studie ist jedoch nicht,
die Frage der Verantwortung zu klären. Adressiert an griechische
Zyprioten, türkische Zyprioten sowie internationale Akteure werden
Schritte formuliert, die zur Lösung von Teilproblemen führen
könnten. Unilaterale Teilschritte im Sinne von "vertrauensbildenden
Maßnahmen" werden dabei nicht ausgeschlossen. Abgeraten wird
mit Verweis auf den bisherigen Verhandlungsverlauf jedoch von einer
Strategie, die auf die Lösung von Teilproblemen führt. Dies
habe bisher nur zur Zerstreuung der Aufmerksamkeit geführt und
die Kernprobleme unangetastet gelassen. (Zypern-Studie,
PDF, englisch und Zypern-Kurzbericht,
PDF, englisch)
- (NTV, 6.03.06) DTP ruft PKK zur Einstellung der Gewalt und
Abzug aus der Türkei auf. Bei einer Pressekonferenz
der Partei für eine demokratische Gesellschaft (DTP) rief einer
ihrer beiden Vorsitzenden Ahmed Türk die PKK dazu auf, unverzüglich
die Waffen niederzulegen und aus der Türkei abzuziehen, um den
Weg für die Entwicklung eines politischen Friedensplans zu öffnen.
- Spezielles Therapieangebot für türkische Patienten
in Deutschland. Die Asklepios Wesebergland
Klinik Höxter hat seit Anfang Januar 2006 eine ethno-medizinische
Station für türkische Patienten. Nährere
Informationen.
weitere Kurzmeldungen
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