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- (Milliyet, 10.04.06) 17,2 Mrd. Dollar Umsatz bei Unternehmenszusammenschlüssen
und -verkäufen erwartet. Die US-Firma
Raymond James Financial schätzt der Umsatz bei Verkäufen und
Zusammenschlüssen türkischer Unternehmen in diesem Jahr auf
17,2 Mrd. Dollar und geht davon aus, dass ein bedeutender Teil des Geldes
durch ausländische Investoren aufgebracht wird. Die Zeitung gibt
ein Interview mit dem Chefökonomen der von Raymond James Özgür
Altug wieder. Dieser schätzt das Leistungsbilanzdefizit der Türkei
in diesem Jahr auf 29 Mrd. Dollar und gibt an, dass dessen Finanzierung
durch ausländische Investitionen erfolgen muß. Zugleich wies
Altug darauf hin, dass 16,5 Mrd. Dollar aus Verkäufen des vergangenen
Jahres erst in diesem Jahr gezahlt werden. Das Potenzial möglicher
ausländischer Investitionen für dieses Jahr habe seine Institution
auf 34 Mrd. Dollar berechnet. Zu den größten Umsätzen
wird den Erwartungen nach ein Verkauf von 25 % der Akbank-Aktien, die
Privatisierung des Hafens von Izmir, die Privatisierung des TEKEL-Zigarettenzweiges
und die Lizenzvergabe für das Energieleitungsnetz führen.
- (NTV, 9.04.06) Bericht über "grüne Holdings"
kommt auf die Tagesordnung des Parlaments.
Am Dienstag wird das Parlament über den Bericht des parlamentarischen
Untersuchungsausschusses zu betrügerischen Holdings beraten, die
durch illegale Beteiligungsverfahren in der Türkei und im Ausland
Anleger um große Summen betrogen haben.
- (Milliyet, 9.04.06) Türkisch-Arabisches Wirtschaftsforum
im Juni. In Zusammenarbeit von DEIK und AIWA
(Al-Iktisad Wal-Amal Group) findet vom 6. bis zum 8. Juni ein Treffen
des Türkisch-Arabischen Wirtschaftsforums (TAF) statt zu dem neben
dem libanesischen Ministerpräsidenten Fouad Seniora und dem Generalsekretär
der Arabischen Liga Amr Mousa weitere Politiker und 300 arabische Geschäftsleute
erwartet werden.
- (Milliyet, 9.04.06) Soziales Wohnungsbauprojekt der Regierung
angekündigt. Bei einer Konferenz zum sozialen
Wohnungsbau erklärte Ministerpräsident Erdogan, dass in allen
Provinzen Sozialwohnungen errichtet werden sollen, die es ärmeren
Familien ermöglichen, ohne Anzahlung mit Tilgung in Höhe von
100 YTL eine Eigentumswohnung zu erwerben. Die Wohnungen sollen eine
Größe von 45-55 Quadratmetern haben, die Finanzierung soll
über 20 Jahre erfolgen. In das Projekt sollen die zum Verkauf anstehenden
90.000 Wohnungen in Istanbul der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft
TOKI einbezogen werden.
- (Dünya, 7.04.06) Zweifel an Zuverlässigkeit der
Berechnung des Bruttosozialproduktes. Der frühere
Direktor des Staatliches Statistikinstitutes M. Siddik Ensari erklärte,
dass Ungereimtheiten bei den am 31. März vorgelegten Daten zur
Berechnung der volkswirtschaftlichen Größe (Bruttosozialprodukt
und Bruttoinlandsprodukt) zu Zweifeln an der Zuverlässigkeit führten.
Er wies dabei insbesondere auf die beträchtlichen Korrekturen an
den Wachstumssätzen der ersten drei Quartale 2005 hin und empfand
die angegebenen Werte für den Deflator in den einzelnen Wirtschaftszweigen
als unplausibel. Die Berechnungen müßten wiederholt (und
die Details zugänglich gemacht) werden.
- (Dünya, 6.04.06) Gesetzentwurf zur Gründung einer
Agentur zur Förderung von Investitionen ins Parlament eingebracht.
Nach jahrelangen Diskussionen sind nun die Vorbereitungen für einen
Gesetzentwurf für die Gründung einer Agentur zur Türkei-Promotion
und Unterstützung von Investitionen ins Parlament eingebracht worden.
Zu den Aufgaben der Agentur soll gehören, in Abstimmung mit den
zu gründenden regionalen Entwicklungsgesellschaften und anderen
einschlägigen Institutionen eine Promotionsstrategie für die
Türkei zu entwerfen. Eine weitere Aufgabe ist die Information und
Beratung von Investoren, wobei während und nach erfolgter Investition
eine Zusammenarbeit mit den regionalen Entwicklungsgesellschaften erfolgen
soll. Zur Beschleunigung der erforderlichen Genehmigungsverfahren soll
die Agentur die Investitionsanträge bei den zuständigen Behörden
verfolgen. Außerdem soll die Agentur Investitionshindernisse feststellen
und Maßnahmen zu ihrer Überwindung entwickeln. Die Finanzierung
soll durch Haushaltsmittel sowie durch Gebühreneinnahmen erfolgen.
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