Jahrgang 5 Nr. 20 vom 22.05.2006
Wirtschaftsmeldungen

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  • Türkisches Statistikinstitut mit neuer Webadresse. Nach der Umbenennung des Staatlichen Statistikinstitutes in Türkisches Statistikinstitut hat sich nun auch die Web-Adresse geändert: www.tuik.gov.tr. Die neue Benutzeroberfläche läuft noch nicht störungsfrei und recht langsam - für alle, die schnell Basisstatistiken zur Türkei suchen und Türkisch können, sei für die Übergangszeit die Webseite der Zentralbank empfohlen: www.tcmb.gov.tr.
  • (Zaman, 20.05.06) Ankündigung von Preiserhöhung bei Inlandsflügen. Aufgrund steigender Kosten planen einige private Fluggesellschaften die Preise für Inlandsflüge zu erhöhen. Bei Atlas sind Erhöhungen um bis zu 30 % im Gespräch, bei Onur Air bewegen sich die Planungen zwischen 7 und 12 YTL. Die geplanten Termine bewegen sich zwischen dem 1. und 15. Juni. Als Hintergrund wird darauf verwiesen, dass sich die Treibstoffpreise seit 2003 fast verdreifacht haben.
  • (Dünya, 19.05.06) TÜRKONFED-Symposium zur Berufsbildung. Der Dachverband der türkischen Unternehmervereine TÜRKONFED führte zusammen mit der Bildungsreforminitiative an der Sabanci Universität (ERG) ein Symposium zur Reform der Berufsbildung durch. In seinem Beitrag erklärte der TÜRKONFED-Vorsitzende Enis Özsaruhan, dass es bisher nicht gelungen sei, der beruflichen Bildung den ihr zukommenden Stellenwert zu verleihen. Insbesondere für die Anpassung von Klein- und Mittelbetriebe an europäische Wettbewerbsbedingungen käme der Qualifikation der Beschäftigten ein hoher Stellenwert zu. Özsaruhan beklagte, dass die Reform der berufsbildenden Oberschulen wegen des Streits zwischen Hohen Hochschulrat (YÖK) und Regierung über die Predigeroberschulen (Imam Hatip) blockiert würde.
  • (Zaman, 19.05.06) Banken erhöhen Kreditzinsen. Nach den kräftigen Schwankungen auf den türkischen Finanzmärkten haben die Banken ihre Zinsen für Immobilien und Kfz-Kredite zwischen 0,05 und 0,1 % erhöht. Bei einer Hausfinanzierung in Höhe von 100.000 YTL mit einer Laufzeit von 10 Jahren schlägt sich die Erhöhung mit ca. 50 YTL auf die monatliche Rate nieder.
  • (Dünya, 18.05.06) IMF mahnt Begrenzung von Gesundheitsausgaben an. In den ersten vier Monaten diesen Jahres sind die Ausgaben des Gesundheitswesens um 151,5 % gestiegen und belaufen sich auf mehr als 1,9 Mrd. YTL. Bei den Gesprächen der IMF-Delegation im Finanzministerium sollen die Gesundheitsausgaben eines der wichtigsten Themen gewesen sein. Sollte sich der Trend fortsetzen würden nicht nur die Sozialversicherungsträger geschädigt sondern auch der staatliche Zuschussbedarf um 500-600 Mio. Dollar steigen. Der höchste Anstieg ergab sich bei den Ausgaben für die "Yesil Kart", d.h. die Zahlung von Behandlungskosten für Sozialschwache. Aus dem Finanzministerium verlautet, dass man an Maßnahmen zur Verringerung des Ausgabenanstieges arbeite. Ein Teil des hohen Anstieges gehe jedoch auch auf vorgezogene Zahlungen zurück, so dass von einer außergewöhnlichen Situation nicht gesprochen werden könne.
  • (Dünya, 18.05.06) Gesetzentwurf zur Restrukturierung der Schulden von mittelgroßen Betrieben fertiggestellt. Nach dem Vorbild des 2001 aufgelegten "Istanbul Yaklasim", der Großunternehmen die Möglichkeit zur Umschuldung bot, soll nun ein "Anadolu Yaklasim" eingeleitet werden, der sich an die mittelständische Wirtschaft richtet. Zielgruppe sind Unternehmen mit 200 bis 500 Beschäftigten, die Inventar oder Immobilien mit Hypotheken belastet haben und über ein Schuldenniveau in Höhe von 500.000 bis eine Million YTL verfügen. Staatlicherseits soll die Umschuldung durch Verzicht auf alle steuerlichen Belastungen auf die neuen Kreditverträge gefördert werden. Der Gesetzentwurf wurde durch die unabhängige Bankenaufsicht (BDDK) vorbereitet und soll nun mit den Banken sowie der Bankenunion abgestimmt werden. Mit einer Verabschiedung des Gesetzentwurfes wird frühestens im Herbst gerechnet.
  • (Dünya, 17.05.06) Kapazitätsauslastung des produzierenden Gewerbes im April auf 82,3 % gestiegen. Der Umfrage des Türkischen Statistikinstitutes zufolge lag die Kapazitätsauslastung des produzierenden Gewerbes bei 82,3 % und setzte damit ihren Anstieg seit dem Jahreswechsel weiter fort. Als Grund für die nicht vollständige Auslastung geben 49 % der Befragten mangelnde Nachfrage auf dem Binnenmarkt, 20,5 % mangelnde Nachfrage auf Auslandsmärkten an.

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Türkisches Statistikinstitut mit neuer Webadresse


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Banken erhöhen Kreditzinsen


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