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- Türkisches Statistikinstitut mit neuer Webadresse.
Nach der Umbenennung des Staatlichen Statistikinstitutes in Türkisches
Statistikinstitut hat sich nun auch die Web-Adresse geändert: www.tuik.gov.tr.
Die neue Benutzeroberfläche läuft noch nicht störungsfrei
und recht langsam - für alle, die schnell Basisstatistiken zur
Türkei suchen und Türkisch können, sei für die Übergangszeit
die Webseite der Zentralbank empfohlen: www.tcmb.gov.tr.
- (Zaman, 20.05.06) Ankündigung von Preiserhöhung
bei Inlandsflügen. Aufgrund steigender
Kosten planen einige private Fluggesellschaften die Preise für
Inlandsflüge zu erhöhen. Bei Atlas sind Erhöhungen um
bis zu 30 % im Gespräch, bei Onur Air bewegen sich die Planungen
zwischen 7 und 12 YTL. Die geplanten Termine bewegen sich zwischen dem
1. und 15. Juni. Als Hintergrund wird darauf verwiesen, dass sich die
Treibstoffpreise seit 2003 fast verdreifacht haben.
- (Dünya, 19.05.06) TÜRKONFED-Symposium zur Berufsbildung.
Der Dachverband der türkischen Unternehmervereine TÜRKONFED
führte zusammen mit der Bildungsreforminitiative an der Sabanci
Universität (ERG) ein Symposium zur Reform der Berufsbildung durch.
In seinem Beitrag erklärte der TÜRKONFED-Vorsitzende Enis
Özsaruhan, dass es bisher nicht gelungen sei, der beruflichen Bildung
den ihr zukommenden Stellenwert zu verleihen. Insbesondere für
die Anpassung von Klein- und Mittelbetriebe an europäische Wettbewerbsbedingungen
käme der Qualifikation der Beschäftigten ein hoher Stellenwert
zu. Özsaruhan beklagte, dass die Reform der berufsbildenden Oberschulen
wegen des Streits zwischen Hohen Hochschulrat (YÖK) und Regierung
über die Predigeroberschulen (Imam Hatip) blockiert würde.
- (Zaman, 19.05.06) Banken erhöhen Kreditzinsen.
Nach den kräftigen Schwankungen auf den türkischen Finanzmärkten
haben die Banken ihre Zinsen für Immobilien und Kfz-Kredite zwischen
0,05 und 0,1 % erhöht. Bei einer Hausfinanzierung in Höhe
von 100.000 YTL mit einer Laufzeit von 10 Jahren schlägt sich die
Erhöhung mit ca. 50 YTL auf die monatliche Rate nieder.
- (Dünya, 18.05.06) IMF mahnt Begrenzung von Gesundheitsausgaben
an. In den ersten vier Monaten diesen Jahres
sind die Ausgaben des Gesundheitswesens um 151,5 % gestiegen und belaufen
sich auf mehr als 1,9 Mrd. YTL. Bei den Gesprächen der IMF-Delegation
im Finanzministerium sollen die Gesundheitsausgaben eines der wichtigsten
Themen gewesen sein. Sollte sich der Trend fortsetzen würden nicht
nur die Sozialversicherungsträger geschädigt sondern auch
der staatliche Zuschussbedarf um 500-600 Mio. Dollar steigen. Der höchste
Anstieg ergab sich bei den Ausgaben für die "Yesil Kart",
d.h. die Zahlung von Behandlungskosten für Sozialschwache. Aus
dem Finanzministerium verlautet, dass man an Maßnahmen zur Verringerung
des Ausgabenanstieges arbeite. Ein Teil des hohen Anstieges gehe jedoch
auch auf vorgezogene Zahlungen zurück, so dass von einer außergewöhnlichen
Situation nicht gesprochen werden könne.
- (Dünya, 18.05.06) Gesetzentwurf zur Restrukturierung
der Schulden von mittelgroßen Betrieben fertiggestellt.
Nach dem Vorbild des 2001 aufgelegten "Istanbul Yaklasim",
der Großunternehmen die Möglichkeit zur Umschuldung bot,
soll nun ein "Anadolu Yaklasim" eingeleitet werden, der sich
an die mittelständische Wirtschaft richtet. Zielgruppe sind Unternehmen
mit 200 bis 500 Beschäftigten, die Inventar oder Immobilien mit
Hypotheken belastet haben und über ein Schuldenniveau in Höhe
von 500.000 bis eine Million YTL verfügen. Staatlicherseits soll
die Umschuldung durch Verzicht auf alle steuerlichen Belastungen auf
die neuen Kreditverträge gefördert werden. Der Gesetzentwurf
wurde durch die unabhängige Bankenaufsicht (BDDK) vorbereitet und
soll nun mit den Banken sowie der Bankenunion abgestimmt werden. Mit
einer Verabschiedung des Gesetzentwurfes wird frühestens im Herbst
gerechnet.
- (Dünya, 17.05.06) Kapazitätsauslastung des produzierenden
Gewerbes im April auf 82,3 % gestiegen. Der
Umfrage des Türkischen Statistikinstitutes zufolge lag die Kapazitätsauslastung
des produzierenden Gewerbes bei 82,3 % und setzte damit ihren Anstieg
seit dem Jahreswechsel weiter fort. Als Grund für die nicht vollständige
Auslastung geben 49 % der Befragten mangelnde Nachfrage auf dem Binnenmarkt,
20,5 % mangelnde Nachfrage auf Auslandsmärkten an.
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