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Rezension: Ferenc Majoros/Bernd Rill: Das Osmanische Reich 1300-1922. Die Geschichte einer Großmacht, Wiesbaden 2004.von Markus Beek Majoros und Rill haben auf knapp 400 Seiten die Geschichte des Osmanischen Reiches beschrieben. Schwerpunkt bei der Betrachtung ist das Militär und das politische Geschehen der ehemaligen Weltmacht. Das Buch richtet sich an Einsteiger zur Geschichte des Osmanischen Reichs. Bern Rill ist wissenschaftlicher Referent der Hans-Seidel Stiftung und Autor von Geschichtsbüchern. Sein Mitautor, Professor Ferenc Majoros, ist Dozent und lehrt an der Universität Würzburg und beschäftigt sich vor allem mit Fragen zum Militär der Frühen Neuzeit (1500-1800). Das Buch gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil beschreiben die Autoren auf knapp 70 Seiten die militärischen und politischen Strukturen des Osmanischen Reichs. Sie erklären den Aufbau des Militärs, des Staatswesens und die politische Kultur. Zudem wird die außenpolitische Konstellation im Zusammenhang mit den europäischen Mächten erläutert. Im zweiten Teil werden die wichtigsten Ereignisse von 1300 bis 1922 beschrieben. Die bedeutendsten Schlachten und deren Auswirkungen werden aufgezählt. Allerdings ist die Schlachtenfolge manchmal ermüdend für den Leser. Genau beschreiben die Autoren die Taktik des Militärs der Osmanen. So werden die Erneuerungen in der Kriegstechnik (Sultanschanze, Artillerie) detailliert erklärt. Als die Osmanen bei ihren Feldzügen scheiterten, kam es zum Untergang des Reichs. Die territoriale Expansion war die Geldquelle des Reichs; sie brachte Schätze und Tribut der Besiegten in die Staatskasse. Mit den Niederlagen versiegte die Geldquelle der Osmanen. Und so konnten die Kriegszüge nicht mehr finanziert werden, und das Weltreich verschuldete sich. Allerdings geschah der Untergang auf Raten und bis zum Ende des 18. Jahrhunderts blieb das Osmanische Reich eine Macht, die von den Westeuropäern gefürchtet wurde. Die Daten 1453 – 1683 – 1923 sind Eckdaten des Osmanischen Reiches und markieren Aufstieg und Niedergang des Weltreichs. Die Eroberung Konstantinopels, die letzte Schlacht der Osmanen vor Wien und die Ausrufung der Republik Türkei werden in dem Buch gut geschildert. Das Buch ist zu empfehlen, wer keine oder nur wenige Kenntnisse über das Osmanische Reich und seine Geschichte besitzt. Leider geben die Autoren der Kulturgeschichte nur wenig Platz in ihrer Darstellung und Fehler in der Schreibweise türkischer Orte sind ärgerlich. Trotzdem ist das Buch ein verständlicher Einblick ins Thema.
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