Jahrgang 5 Nr. 37 vom 19.09.2006
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Türkisches Statistikinstitut, 18.09.06) Durchschnittliche Haushaltsausgaben bei 1091 YTL monatlich. Dem Bericht des Türkischen Statistikinstitutes zufolge beliefen sich geschätzten monatlichen Haushaltsausgaben im vergangenen Jahr in städtischen Gebieten auf 1.218 YTL und in ländlichen auf 861 YTL. Dabei sank von 2004 auf 2005 der Anteil der Ernährungskosten von 26,4 % auf 24,8 % und der der Kosten für Haus und Miete von 27 % auf 26 %. Der Anteil der Ausgaben für den Verkehr stieg von 9,5 % auf 12,6 %. Die Gewichte der Ausgaben unterscheidet sich deutlich nach Einkommensgruppen. Die Aufwendungen für die Ernährung liegen in der niedrigsten Einkommensgruppe doppelt so hoch wie in der höchten. Der Anteil der Bildungsausgaben liegt bei der niedrigsten Einkommensgruppe bei 0,7 %, bei der höchsten Einkommensgruppe bei 2,9 %.
  • (Dünya, 18.09.06) Nord-Zypern will Steuerparadies werden. Der türkische Norden Zyperns will die Handicaps aufgrund fehlender internationaler Anerkennung und bestehendem Embargo durch niedrige Steuern und Gebühren überwinden. Für Betriebe soll eine jährliche Gebühr von 2.000 Euro anfallen, der Körperschaftssteuersatz auf den Netto-Gewinn soll 2,5 % betragen. Bei exportorientierten Unternehmen entfallen auch diese Gebühren. Um für ausländisc he Unternehmen attraktiv zu sein, wird die Möglichkeit eröffnet, pro inländischer Arbeitskraft drei ausländische zu beschäftigen.
  • (Aksam, 18.09.06) Neue Kohlekraftwerke. Das Generaldirektorat für Kohlebergbau (TKI) hat zwei weitere Gebiete, Manisa-Eynez und Kütahya-Derin, zur privaten Nutzung freigegeben. Die Ausschreibung wird in den kommenden Tagen erwartet. In der Region ist zugleich die Errichtung eines 600 MW Kohlekraftwerkes vorgesehen. Im vergangenen Jahr waren nach diesem Modell bereits sechs Fördergebiete ausgeschrieben worden.
  • (Türkisches Statistikinstitut, 15.09.06) Auslastung des produzierenden Gewerbes bei 79,7 %. Die Umfrage des türkischen Statistikinstitutes ergab, dass die Kapazitätsauslastung gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte zurückgegangen ist. Die Produktionsmenge ist gegenüber dem Vormonat um 4,1 % gesunken. Für September rechnen die Befragten mit einer Steigerung um 9,9 %.
  • (Dünya, 15.09.06) IMF rechnet mit anhaltendem Wachstum. Im Vorfeld der gemeinsamen Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IMF) und der Weltbank hat der IMF seinen Bericht zur Entwicklung der Weltwirtschaft vorgelegt, der auch Prognosen zur Türkei enthält. Demnach wird das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in diesem Jahr auf 6,7 % geschätzt. Der IMF rechnet für dieses Jahr mit einer Jahresinflation von 10,2 %, die im kommenden Jahr auf 7,2 % zurückgeht. Die Relation von Bruttoinlandsprodukt zum Zahlungsbilanzdefizit schätzt der Fond zum Jahreswechsel auf 6,7 %, geht aber davon aus, dass sie im kommenden Jahr auf 5,8 % zurückgeht.
  • (Yeni Safak, 14.09.06) Private Haushalte mit 26 % ihres Einkommens verschuldet. Einer Studie der unabhängigen Bankenaufsicht (BDDK) zufolge, ist die Verschuldung der privaten Haushalte im ersten Halbjahr diesen Jahres um 43 % gestiegen und erreicht 26 % des zur Verfügung stehenden Einkommens der Privathaushalte. Während angesichts der Zinserhöhungen in den vergangenen Monaten der Anstieg der Immobilienkredite nachließ, hält er bei Kreditkarten und Ratenkäufen mit Kreditkarten unvermindert an.
  • (Radikal, 14.09.06) YASED schätzt ausländische Direktinvestitionen in diesem Jahr auf 12 Mrd. $. Der Verein ausländischer Direktinvestoren geht davon aus, dass bis Jahresende die ausländischen Direktinvestitionen eine Höhe von 12 Mrd. $ erreichen werden. Ein großer Teil dieser Investitionen entfalle jedoch auf Privatisierungen, Unernehmenskäufe und Fusionen. Hinzu kommen Immobilienkäufe im Wert von 1,6 Mrd. Dollar. Während der Vereinsvorsitzende Saban Erdikler auf die zunehmende Sorge von Investoren angesichts der Spannungen in der Region hinwies, erklärte er auch, dass für Investitionen in die Türkei als Produktionsstandort eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie die Senkung der Steuerbelastungen nötig wären.
  • (Dünya, 13.09.06) Bewegung bei Importerlaubnis für Gebrauchtmaschinen. Dem Drängen der EU nachgebend, plant die Türkei den Import von Gebrauchtmaschinen zumindest beschränkt zuzulassen. Voraussetzung soll mindestens sein, dass die Maschine über ein CE-Zertifikat verfügt und der Kundendienst in der Türkei gewährleistet ist. Das Staatssekretariat für Außenhandel hat einen Verordnungsentwurf fertiggestellt und den zuständigen Ministerium zur Stellungnahme zugeleitet. Gegen die Freigabe des Gebrauchtmaschinenimports wehren sich die Verbände des türkischen Maschinenbaus. Sie befürchten, dass die Türkei zu einem Friedhof für ausgemusterte Maschinen werde und fordern, den Import erst mit Eintritt in die EU freizugeben.

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