Jahrgang 5 Nr. 47 vom 28.11.2006
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Milliyet, 28.11.06) Armutsgrenze bei 1.971 YTL. Im Vorfeld der Verhandlungen um die Festsetzung des Mindestlohns für 2007 hat der Gewerkschaftsbund Türk Is seine Berechnung der Ernährungskosten und der Armutsgrenze für eine vierköpfige Familie bekannt gegeben. Den Berechnungen zufolge benötigt eine Familie für eine ausgewogene Ernährung 605 YTL. In der vergangenen Woche wurde berichtet, dass die Regierung plant, die Einkommenssteuer auf den Mindestlohn zu senken und auch die Kinderzahl zu berücksichtigen.
  • (Dünya, 27.11.06) Seit Beginn der Zollunion mit der EU hat sich das Außenhandelsdefizit vervierfacht. Seit Beginn der Zollunion mit der EU hat der Export um 220,7 %, der Import um 236,7 % zugenommen. Das Außenhandelsdefizit stieg von 76,2 Mrd. $ auf 279,8 Mrd. Dollar. Im Beitrag wird angegeben, dass ein wichtiger Faktor für das Außenhandelsdefizit auch die Gasimporte aus Russland sind. (Den Effekt der Wechselkursparität, der sonst in der Diskussion dominiert, wurde nicht einbezogen).
  • (Dünya, 27.11.06) Zahl der PKW von 1992 bis 2006 verdreifacht. Im Jahr 1992 waren 2,181 Mio. PKW, insgesammt 4,584 Mio. Kraftfahrzeuge zugelassen. Bis Ende September 2006 erreichte die Zahl der PKW 6,062 Mio., die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge 12,027 Mio.
  • (Radikal, 25.11.06) Keine Erfolge in der Bekämpfung der Schattenwirtschaft. Bei seinem Beitrag vor dem Weltwirtschaftsforum in Istanbul erklärte der für die Koordination der Wirtschaftspolitik zuständige Staatsminister Ali Babacan, dass die Schattenwirtschaft einer der wenigen Bereiche sei, in denen in den vergangenen vier Jahren keine Fortschritte erzielt werden konnten. Die Senkung der Steuerbelastung habe zu keiner verbesserten Steuermoral geführt. Zum gleichen Thema erklärte Zentralbankspräsident Durmus Yilmaz, dass die Schattenwirtschaft zu den wesentlichen Entwicklungshemmnissen der Türkei gehöre. Er rief dazu auf, die Ursachen, die Unternehmer in die Schattenwirtschaft drängen zu untersuchen und wies insbesondere auf die hohe Belastung von Gehältern mit Steuern und Sozialabgaben hin.
  • (Radikal, 25.11.06) Vier Risiken der türkischen Volkswirtschaft. Der Repräsentant des IMF in der Türkei Hugh Bredenkamp nannte als Risikofaktoren für die türkische Volkswirtschaft das geringe Kapitalaufkommen, die öffentliche Verschuldung, eine wirksame Überwachung des Bankwesens angesichts einer möglichen schnellen Ausweitung der privaten Kreditaufnahme sowie mangelnde Flexibilität des Arbeitsmarktes.

weitere Kurzmeldungen

Armutsgrenze bei 1.971 YTL


Seit Beginn der Zollunion mit der EU hat sich das Außenhandelsdefizit vervierfacht


Zahl der PKW von 1992 bis 2006 verdreifacht


Keine Erfolge in der Bekämpfung der Schattenwirtschaft


Vier Risiken der türkischen Volkswirtschaft

 

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