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- (Dünya, 9.02.07) Erfolgreichster Haushaltabschluss seit 30 Jahren. Ministerpräsident Erdogan ließ es sich nicht nehmen, die Haushaltsergebnisse für 2006 selbst zu verkünden. Mit einem Defizit von 3,9 Mrd. YTL wurde der beste Haushaltsabschluss seit 1976 erzielt. Erdogan liess offen, ob die Türkei 2008 nochmals ein Stand-By Abkommen mit dem Internationalen Währungsfond abschließen wird. Andererseits bewertete Erdogan die Verfehlung des Inflationsziels als einen Mißerfolg. Die Einschätzung der Wahlen in diesem Jahr als Risikofaktor für die Inflationsentwicklung wies Erdogan zurück.
- (Dünya, 9.02.07) Industrieproduktion im Dezember um 2,5 % gestiegen. Der Produktionsindex des Türkischen Statistikinstitutes weist für Dezember einen Anstieg um 2,5 %, für das vergangene Jahr einen um 6 % auf. Im Vorjahr hatte der Anstieg bei 5,4 % gelegen.
- (Zaman, 8.02.07) Mortage Gesetz im März. Das seit Jahren wartende Gesetz zur hypothekengestützten Wohnungsbaufinanzierung (Mortgage) soll auf Anweisung von Ministerpräsident Erdogan im beschleunigten Verfahren verabschiedet werden. Bisher war die Verschiebung des Gesetzes immer damit begründet worden, dass eine ausreichende wirtschaftliche Stabilität erreicht werden müsse, die ein sinkendes Zinsniveau ermögliche.
- (NTV, 7.02.07) Privatisierungen verschoben. Auf Anweisung der Regierung wird die Privatisierungsbehörde in diesem Jahr nur den Verkauf der Halkbank durchführen, wobei jedoch die Entscheidung, 25 % der Aktien der Bank an der Börse zu verkaufen, voraussichtlich zu einer Verzögerung führen wird. Projekte wie der Verkauf weiterer Anteile der Turkish Airlines, des Zigarettenzweiges von Tekel und Petkim, die eigentlich für dieses Jahr vorgesehen waren, sollen erst im kommenden Jahr erfolgen. Auch die Privatisierung der staatlichen Lotterie Milli Piyango wird erst nach den Wahlen stattfinden.
- (Dünya, 6.02.07) Public Privat Partnership (PPP) soll Staat entlasten. Die Staatliche Planungsagentur (DPT) bereitet einen Gesetzentwurf für PPP vor. Nach Einschätzung des Vorsitzenden des Vereins für institutionelle soziale Verantwortung (KSSD) Serdar Dinler ist der Entwurf in seiner jetzigen Form nicht ausreichend, weil er im Grunde nur auf das bestehende Gesetz über öffentliche Ausschreibungen verweist. PPP ist Dinler zufolge eine wichtige Alternative zur Privatisierung. In England wurden in 15 Jahren 750 Projekte auf diesem Wege verwirklicht. Angesichts von 4.000 Projekten mit einem Volumen von 200 Mrd. Dollar, die sich bei der Staatlichen Planungsagentur befinden, sollte die Türkei ein eigenes Modell entwickeln.
- (Hürriyet, 4.02.07) Vestel eröffnet fünf neue Fabriken. In Anwesenheit von Ministerpräsident Erdogan eröffnete Vestel in Manisa fünf neue Fabriken. Zum bereits vorhandenen Fabrikkomplex "Vestel City" kamen Fertigungsstätten für Laptops, LCD- und Plasmafernseher, Geschirrspüler, Herde und eine zweite Kühlschrankfabrik. Die Marke Vestel wurde vor 12 Jahren von der Zorlu Holding gekauft. Zu dieser Zeit lag die Fertigungskapazität bei 360.000 Fernsehern, der Umsatz bei 80 Mio. $ und der Export bei 60 Mio. $. Heute liegt der Umsatz bei 4 Mrd. $, wobei auf den Export 2,55 Mrd. $ entfallen. Vestel beschäftigt direkt 14.000 Menschen, wobei eine ebenso hohe Beschäftigung auf die Zulieferindustrie entfällt. Auf dem europäischen Markt für Fernsehgeräte hat Vestel einen Marktanteil von 30 %, bei Küchengeräten einen von 11 %. In den Fabriken von Vestel City werden jährlich 35,2 Mio. Geräte hergestellt.
- (Radikal, 4.02.07) Trockenheit gefährdet Landwirtschaft. Gemessen am langjährigen Durchschnitt fiel in der Türkei 2006 nur ein Viertel des erwartbaren Niederschlags. Nach Einschätzung der Landwirtschaftskammer Istanbul ist der größte Schaden beim Weizenanbau zu erwarten. Sollte die Trockenheit auch im Frühjahr anhalten, könnten Ernteverlurste bis zu 20 % eintreten. Angesichts des vorgelegten UN-Berichts zur Klimaveränderung steigt zudem die Sorge, dass auch die Fischerei beeinträchtigt wird. Bereits jetzt sei festzustellen, dass sich die Wege der Fischschwärme verändern. Einige Arten wie beispielsweise Hamsi werden, wenn sie sich den neuen Bedingungen nicht anpassen können, aussterben.
- (Dünya, 3.02.07) Januar-Inflation höher als erwartet. Mit einem Anstieg um ein Prozent stiegen die Verbraucherpreise im Januar deutlich stärker als erwartet. Die Produzentenpreise gingen um 0,5 Prozent zurück. Im Zeitraum von 12 Monaten liegt der Verbraucherpreisanstieg bei 9,65 %, der der Produzentenpreise bei 11,58 %. Vor Bekanntgabe der Daten lagen die Schätzungen auf der Grundlage von Umfragen bei 0,2 % für die Verbraucherpreise. Grund für den stärkeren Anstieg ist ein deutlicher Anstieg bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken.
Die Zentralbank hat für dieses Jahr ein Inflationsziel von vier Prozent gesetzt.
- (Dünya, 2.02.07) Exporte stiegen im Januar um 34,2 %. Daten der Vereinigung türkischer Exporteure (TIM) zufolge stieg der türkische Export im Januar auf 6,606 Mrd. Dollar, was einem Zuwachs um 34,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Das Türksiche Statistikinstitut hat außerdem die Außenhandelsdaten für Dezember bekanntgegeben. Demzufolge wurde das vergangene Jahr mit einem Exportvolumen von 85,1 Mrd. $, Importen von 137 Mrd. $ und einer Relation von Importen zu Exporten von 62,1 % abgeschlossen. Ein weiterer Beitrag in der Dünya vom 3.02. beschäftigt sich mit der Importentwicklung im Dezember. Die Exporte haben 8,45 Mrd. $, die Importe 11,53 Mrd. $ betragen. Alaatin Aktas weist in seinem Beitrag darauf hin, dass erstmals seit Februar 2002 eine rückläufige Importentwicklung zu verzeichnen war und dies noch dazu in einem Monat, der üblicherweise durch einen starken Importanstieg verfügt. Eine Erklärung für den Importrückgang durch die Abfrage von Kapazitätsauslastung und Produktionsindex liegt bisher nicht vor. Dürfte die leichte Verbesserung der Handelsbilanz auch zu einem niedrigerem Zahlungsbilanzdefizit - geschätzt wird es jetzt auf 32,5 Mrd. $ - beitragen, könnte sich hinter dieser Entwicklung angesichts der starken Importabhängigkeit der türkischen Industrie hinter dem Rückgang auch eine Produktionsdrosselung verbergen.
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