Jahrgang 5 Nr. 09 vom 13.03.2007
Wirtschaftsmeldungen

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  • (NTV, 13.03.07) Neue Europa-Route für LKW im Gespräch. Die Gespräche mit Bulgarien über die Visa-Erteilung für LKW-Fahrer sowie über einen LKW-Transport mit der Bahn haben bisher zu keiner Einigung geführt. Außerdem klagen türkische Spediteure, dass durch die Verkürzung der Aufenthaltsdauer bei einem 6-Monatsvisum in Deutschland zusätzliches Personal eingestellt werden müsste. Als Alternative ist nun im Gespräch, den TIR-Verkehr über das Schwarze Meer, die Ukraine und Weißrussland nach Litauen abzuwickeln. Von Litauen aus könnten die LKW dann per Fähre in die übrigen europäischen Länder verteilt werden. Dies Verfahren sei zwar teurer als bisher, böte jedoch eine praktikable Lösung, weil Zeitverluste vermieden werden.
  • (Milliyet, 13.03.07) Tahir Uysal neuer YASED-Vorsitzender. Der bei der ordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins ausländischer Direktinvestoren vor zwei Wochen neugewählte Vorstand hat seine Aufgabenverteilung vorgenommen. Zum Vorsitzenden wurde dabei der Direktor von BP Tahir Uysal, zu seiner Stellvertreterin die Direktorin der türkischen Deutsche Bank Niederlassung Dilek Yardim gewählt.
  • (Dünya, 12.03.07) Zwei Nachrichten zur Regionalentwicklung. Die Türk Ekonomi Bankasi hat einen Bericht über Entwicklungsstrategien für Trabzon vorgestellt und erklärt, aktiv an der Umsetzung mitzuwirken. Der Industriekongress der Union türkischer Kammern und Börsen (TOBB) hat nicht nur zu einer Vielzahl wirtschaftspolitischer Fragen Stellung genommen und differenzierte Stellungnahmen zu zahlreichen Gesetzesentwürfen vorgestellt, sondern auch für zehn Regionen der Türkei Schritte benannt, die die Entwicklung beschleunigen sollen. Der Bericht in der Dünya hebt hervor, dass alle Regionen die Einrichtung spezialisierter Industriegebiete fordern. Die Kammern der Ostregion fordern, dass bis zum Ausgleich des Entwicklungsgefälles gegenüber den anderen Regionen dort Privatisierungen ausgesetzt werden sollen. (Der TOBB-Bericht (türkisch) kann mit diesem Link heruntergeladen werden).
  • (Radikal, 10.03.07) IMF empfiehlt beschleunigtes Wirtschaftswachstum. Zum Abschluss der Anfang März begonnenen IMF-Inspektion legte die Delegation ein Vorschlagspapier vor, das im Kern Vorschläge zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums der Türkei zielt. Das erreichte Wachstumstempo von mehr als 5 Prozent jährlich läge zwar über dem langjährigen Durchschnitt der Türkei, doch unter dem anderer Schwellenländer. Um das Vertrauen von Märkten und Investoren zu verbessern und dadurch die nötigen Bedingungen für beschleunigtes Wachstum zu schaffen rät der IMF zur Fortsetzung der Haushalts- und Finanzdisziplin sowie zur Fortsetzung struktureller Reformen, die auf eine Erhöhung der Produktivität, Beschäftigung und Investition zielen. Die Delegation rät, die Umsetzung der Reform des Gesundheitswesen mit Priorität zu versehen sowie die Arbeitsgesetzgebung zu flexibilisieren. Die Steuerbelastung von Arbeit sollte verringert werden.
  • (Radikal, 9.03.07) Industrieproduktion im Januar stark gestiegen. Der Index des produzierenden Gewerbes des Türkischen Statistikinstitutes zeigte im Januar einen Anstieg um 14,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Dies ist die höchste Zuwachsrate seit Juni 2004. Bezogen auf den Zeitraum von 12 Monaten liegt der Anstieg bei 5,8%. Bei den Bergbauprodukten lag der Anstieg im Januar bei 16,2 %, der Industrie bei 15,4 % und bei Gas/ Wasser / Strom bei 10,3 %.
  • (Dünya, 9.03.07) Real setzt auf schnelle Expansion. Nach Auskunft des operativen Direktors der Real Supermarktkette Türkei Horat Schneider soll die Zahl der jetzt acht Supermärkte bis 2011 auf 30 steigen. Damit würde die Beschäftigung von jetzt 1.200 auf 8.000 anwachsen. Der Umsatz von jetzt 180 Mio. Euro würde sich auf 350 Mio. Euro nahezu verdoppeln. Schneider kündigt außerdem an, dass im September in Istanbul-Ümraniye der erste Mediamarkt der Metro Gruppe eröffnet wird.
  • (Dünya, 8.03.07) 800 Mio. Dollar für Grundstück in Istanbul. Bei der Versteigerung eines Geländes des Generaldirektorats für das Straßenwesens erhielt die Zorlu Gruppe mit einem Gebot von 800 Mio. Dollar den Zuschlag. Das Bebauungsrecht für das Grundstück in zentraler Stadtlage (Levent) liegt bei 237.000 Quadratmetern. Die Nutzungsverteilung sieht 35 % für Wohnnutzung, 10 % für Büros, 15 % für Handel, 30 % für Tourismus und 10 % für soziale/kulturelle Zwecke vor.

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