Jahrgang 5 Nr. 18 vom 22.05.2007
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 21.05.07) Diskussion über Zollunion geht weiter. Die Wirtschaftszeitung Dünya widmete eine Doppelseite der Diskussion über die Zollunion. Der Ansatzpunkt zur Problematisierung der Zollunion ist dabei nicht das Außenhandelsbilanzdefizit, sondern die von Verbänden wie der Union der Kammern und Börsen (TOBB) und der Vereinigung der Exporeuere (TIM) vorgetragenen Probleme aufgrund der Einschränkung der türkischen Außenhandelspolitik. Die Zollunion verpflichtet die Türkei, alle von der EU geschlossenen Handelsabkommen ebenfalls anzuwenden. Will die Türkei bi- oder multilaterale Handelsabkommen abschließen, muss sie dies mit der EU abstimmen. Die Integration der Türkei in die diesbezüglichen Entscheidungsmechanismen der EU ist nicht vollzogen bzw. funktioniert nicht, so dass Teile der türkischen Wirtschaft ihre Interessen nicht vertreten sehen. Der Verein türkischer Geschäftsleute und Unternehmjer wiederum fordert, dass keine Abstriche an der Zollunion gemacht werden sollten. Sie sei ein wesentlicher Bestandteil der Integration der Türkei in Europa.
  • (Aksam, 20.05.07) Hotelzimmer zu verkaufen. In Kürze soll durch eine Verordnung die Rechtsgrundlage dafür geschaffen werden, dass Hotels bis zu 25 % ihre Zimmer als Immobilie verkaufen können. Diese Möglichkeit soll auch Ausländern eröffnet werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Marti Hotels Marmaris erklärte, dass seine Gruppe ein Modell ausgearbeitet habe, dem zufolge Käufer in der Zeit, in der sie das Zimmer nicht selbst nutzen, einen Anteil am Vermietungserlös erhalten.
  • (Radikal, 19.05.07) IMF gibt Kreditrate frei. Das Direktorium des IMF hat nach Beratung des Berichts der 6. Programmphase und der zugehörigen Absichtserklärung der türkischen Regierung eine weitere Kreditrate in Höhe von 1,135 Mrd. Dollar freigegeben. In der nach der Entscheidung veröffentlichten Absichtserklärung der türkischen Regierung heißt es, dass die türkische Wirtschaft weiter an Stabilität gewonnen habe. Mit Stand April 2007 sei der Zielwert für den Haushaltsüberschuss (ohne Zinszahlungen) nicht erreicht worden. Als grund werden unterwartete Investitionsausgaben sowie Zahlungen an die Sozialversicherung angegeben.
  • (Dünya, 19.05.07) Irak-Messe in Gaziantep vom 23.-27. Mai. Die in diesem Jahr zum zweiten Mal vom iraktischen Handelsministerium und dem türkischen Messeveranstalter Forum Fuarcilik durchgefürhte Messe, zählte im vergangenen Jahr mehr als 1.000 Aussteller aus dreißig Ländern. Während der Messe werden aus dem Irak und Syrien eigens Charterflüge und Sonderbusse eingesetzt. Zur Messe werden 10.000 ausländische Geschäftsleute aus Ländern wie dem Irak, dem Iran, Syrien, Jordanien, dem Libanon, Ägypten und Lybien erwartet.
  • (Dünya, 17.05.07) Kapazitätsauslastung der Industrie bei 81,5 %. Die monatliche Umfrage des türkischen Statistikinstituts zur Kapazitätsauslastung ergab eine um 0,5 Punkte geringere Auslastung als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal hatte die Auslastung jeweils höher als in den Vorjahresmonaten gelegen. Einen starken Rückgang von 91 % auf 84 % zeigte der Staatssektor, während die Auslastung beim Privatsektor von 81,4 % auf 80,5 % zurückging. Mit 88,8 % lag die Auslastung beim Kfz- und Karroseriebau am höchsten.
  • (Milliyet, 15.05.07) Finanzministerium untersucht Grundstücksverkäufe an Ausländer. Im vergangenen Jahr haben Steuerprüfungen ergeben, dass von 100 Lira Einnahmen, die aus der Verkauf von Immobilien an Ausländer erzielt wurden, nur 60 Lira deklariert wurden. In diesem Jahr werden verstärkte Kontrolle bei Immobilienverkäufen an Ausländern in Antalya, Alanya, Didim, Kusadasi, Bursa, Istanbul, Bursa und Gebze durchgeführt.
  • (Radikal, 14.05.07) Wassermangel und Ernteausfälle beim Weizen. Während die Großstadtverwaltungen von Ankara und Istanbul die Bürger aufrufen, angesichts der weniger als zur Hälfte gefüllten Stauseen Wasser zu sparen, geht der türkische Landwirtschaftsverein von Ertragsverlusten von 2 Mio. t beim Weizen aus. Ein großer Teil der Saat in Innenanatolien sei nicht gesprossen.
  • (Dünya, 14.05.07) Lukrative Knotenpunkte für Istanbuls Nahverkehr. Mit dem Ausbau des Schienennetzes der Stadt auf 300 km sollen Transferzentren, die durch private Investoren errichtet und betrieben werden sollen, Park&Ride sowie verbesserte Umsteigemöglichkeiten für den öffentlichen Personennahverkehr geschaffen werden. Im Gegenzug für die Bereitstellung von Infrastruktur wie Übergängen und Parkplätzen sollen die Investoren von Bebauungsbeschränkungen bei der Gebäudehöhe und -tiefe befreit werden.
  • (Radikal, 13.05.07) Türkei besorgt über russische Energieabkommen. Der russische Präsident Wladimir Putin schloss Abkommen über Pipelineprojekte mit Turkmenistan und Kasachstan. Die Abkommen sehen die Leitung mittelasiatischen Erdgases über mehrere Pipelines nach Rußland vor.Zusammen mit dem Pipelineprojekt über Bulgarien und Griechenland sieht die Türkei ihre eigenen Pipelineprojekte wie die transkaukasische Gasleitung sowie ihre Stellung als "Energiekorridor" für mittelasiatisches Gas bedroht.
  • (Dünya, 12.05.07) Haushaltsdefizit um 33,6 % gestiegen. In den ersten vier Monaten 2007 erreichte das Haushaltsdefizit eine Höhe von 5,38 Mrd. YTL. Der Überschuss (ohne Zinszahlungen) stieg um 20 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 13,667 Mrd. YTL.
  • (Dünya, 10.05.07) Adapazari gründet Beratungszentrum für Investoren. Eine wesentliche Aufgabe des Zentrums wird es sein, Investoren sektorell bezogen zu beraten und Möglichkeiten des Standorts aufzuzeigen. Eines der ersten Projekte des Zentrums ist die Erarbeitung eines Raports, der ausweist, welche Investitionen für welches Gebiet in Frage kommen. Angesichts der Gewerbedichte in der angrenzenden Provinz Kocaeli steigt das Interesse an Sakarya. Neben einer verbesserten Wirtschaftsförderung verbindet Adapazari mit dem Zentrum das Ziel, eine planvolle und umweltverträgliche Gewerbeentwicklung zu fördern.

weitere Kurzmeldungen

Diskussion über Zollunion geht weiter


Hotelzimmer zu verkaufen


IMF gibt Kreditrate frei


Irak-Messe in Gaziantep vom 23.-27. Mai


Kapazitätsauslastung der Industrie bei 81,5 %


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Türkei besorgt über russische Energieabkommen


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