Jahrgang 5 Nr. 23 vom 27.06.2007
Wirtschaftsmeldungen

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  • (Dünya, 27.06.07) Wettbewerb um Energienetze. Bei der Gipfelkonferenz anläßlich des 15. Jahrestages der Schwarzmeer Kooperation hatten insbesondere Gas- und Ölpipelineprojekte an Bedeutung gewonnen. Mit Sorge wird in der Türkei vermerkt, dass Rußland in Kooperation mit der italienischen ENI ein alternatives Balkan-Pipelineprojekt entwickelt hat. Zugleich ist die europäische Beteiligung am Nabuco-Projekt nach wie vor nicht gesichert. Demgegenüber verwies der türkische Energieminister Hilmi Güler bei einer in Zusammenarbeit von Schwarzmeerkooperationsrat und der Cambridge Universität durchgeführten Konferenz darauf, dass bereits in diesem Jahr die Lieferung von Gas vom Kaspischen Meer an Griechenland beginnen könne. In das Leitungsnetz, das über Balkan und Adria bis nach Italien weitergeführt werden soll, könnten nach Rücksprache mit Aserbaidschan auch Makedonien und Albanien einbezogen werden. Der Anschluss der Samsun-Ceyhan Pipeline, mit deren Bau bereits begonnen wurde, an die Pipeline zum Roten Meer könne zudem den Transportweg für Energie nach Indien um die Hälfte verkürzen. Die Tageszeitung Radikal berichtete am 26. Juni, dass die türkische Position im Wettbewerb um die Energieleitungen deutlich geschwächt sei. Mit einem vor kurzem geschlossenen Abkommen hat sich Rußland das Verkaufsrecht von kasachischem und turkmenischem Erdgas an Europa gesichert. Die Türkei hatte dieses Gas über eine eigene Leitung vom Kaspischen Meer nach Europa führen wollen. Mit Verwirklichung des italienisch-russischen "South-Stream" Projekts einer Pipeliine nach Bulgarien würde die Bedeutung des Nabuco Projekts zwischen der Türkei und den EU-Ländern geschwächt. Andererseits stehen die Entwicklungen im deutlichen Widerspruch zur europäischen Strategie, die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen reduzieren zu wollen...
  • (Dünya, 27.06.07) Stundenlöhne in der Industrie im ersten Quartal um 8,3 % gestiegen. Die quartalsweise vorgelegten Umfrageergebnisse des Türkischen Statistikinstitutes geben den Verdienstanstieg im Staatssektor mit 10, 8 % pro Stunde und in der Privatwirtschaft mit 8,6 % an. Pro Beschäftigten lag der Anstieg im Staatssektor bei 10,7 % und in der Privatwirtschaft bei 9,7 %. Der bereits am Donnerstag veröffentlichten Arbeitszeitstatistik zufolge ist im gleichen Zeitraum die Zahl der Beschäftigten um 2,5 %, die der geleisteten Arbeitsstunden um 3,5 % gestiegen (Dünya, 22.06.07)
  • (Dünya, 27.06.07) Zentralbank ruft zu Haushaltsdisziplin auf. Im geldpolitischen Bericht der Zentralbank wird davon ausgegangen, dass der Trend einer sinkenden Inflatin anhält. Die anhaltende Trockenheit könnte jedoch insbesondere bei Nahrungsmitteln Preisdruck schaffen. Die Hochzinspolitik zeige Wirkung auf die Nachfrageentwicklung, jedoch trage die Entwicklung der Haushaltsausgaben das Risiko, die Wirkung der Zinspolitik zu schwächen.
  • (Milliyet, 26.06.07) Sozialversicherungsschulden bei 2,1 Mrd. YTL. Das Sozialversicherungsinstitut gibt die Zahl der Schuldner mit Ausständen über 50.000 YTL mit 9.455 an. Unter den Schuldner von Sozialabgaben befinden sich insbesondere auch Kommunen und kommunale Eigenbetriebe. Das Unternehmen mit den zweihöchsten Aussenständen ist der Istanbuler Verkehrsbetrieb IETT. Unter den 50 größten Schuldnern befinden sich 32 Kommunen.
  • (Radikal, 25.06.07) Öger Türk Tur beginnt Flüge Stuttgart Sivas. Die Direktflüge werden einmal wöchtenlich, samstags durchgeführt.
  • (Dünya, 23.06.07) Unternehmerinnen organisieren sich. Nilüfer Baran, Vositzende des Vereins der Unternehmerinnen (DIKAD) geht davon aus, dass die Zahl der organisierten Unternehmerinnen in naher Zukunft 1.000 erreichen wird. Bisher haben sich Unternehmerinnen in Diyarbakir, Urfa, Mardin und Adiyaman zusammengeschlossen. Die Vorbereitungen für die Einbeziehung der Provinzen Konya, Tunceli, Kars, Agri, Elazig, Batman und Mus sind bereits eingeleitet.

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