Jahrgang 5 Nr. 35 vom 31.10.2007
Wirtschaftsmeldungen

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  • (NTV, 28.10.07) Haushaltszuschuss für die Sozialversicherung auf 26,4 Mrd. YTL geschätzt. Der Haushaltszuschuss für die Sozialversicherungen wird Schätzungen zufolge von 17,5 Mrd. YTL im vergangenen Jahr auf 26,4 Mrd. YTL in diesem Jahr ansteigen. Für das kommende Jahr wird eini Zuschussbedarf von 28,8 Mrd. YTL erwartet.
  • (NTV, 28.10.07) Programm für 2008 im Staatsanzeiger veröffentlicht. Das Wirtschaftsprogramm für das kommende Jahr geht davon aus, dass in diesem Jahr das Wachstumsziel von 5 % beim Bruttosozialprodukt erreicht und im kommenden Jahr auf 5,5 % gesteigert werden kann. Als mögliche Risikofaktoren werden ein geringeres Wirtschaftswachstum in den USA sowie die Ölpreisentwicklung angegeben. Es wird davon ausgegangen, dass im kommenden Jahr 425.000 neue Arbeitsplätze entstehen und die Arbeitslosenquote auf 9,6 % sinkt. Die staatlichen Investitionen werden netto um 3,9 % sinken, die des Privatsektors um 8,5 % steigen. Beim Export wird für 2008 eine Steigerung um 12,5 % auf 117 Mrd. Dollar erwartet. Für dieses Jahr wird ein Zahlungsbilanzdefizit von 36,4 Mrd. Dollar erwartet, das im kommenden Jahr auf 39,2 Mrd. Dollar steigen wird (7,5 % des Bruttosozialproduktes 2008). Als Inflationsziel für 2008 und 2009 wird jeweils das Ziel von 4 % formuliert.
  • (Milliyet, 27.10.07) Zentralbank hebt Inflationsschätzung für 2007 auf 6,7 - 7,9 %. Während Zentralbankspräsident Yilmaz um Verständnis bat, dass die Senkung des Zinsniveaus langsamer vollzogen werden müsse, als insbesondere von Wirtschaftskreisen gefordert, verwies er im Hinblick auf die Revision der Inflationserwartung auf die Ölpreiserhöhung, erwartete Strompreiserhöhungen sowie steigende Nahrungsmittelpreise.
  • (Dünya, 25.10.07) Finanzverwaltung sperrt Bankkonten. Die Konten von 130.000 Firmen und Gewerbetreibenden sind auf Anordnung der Finanzverwaltung wegen Steuerrückständen gesperrt worden. Gegen die Maßnahme wurden zahlreiche Beschwerden erhoben. Zum einen würde das Guthaben der Konten zum Teil die Steuerschuld um ein Mehrfaches übersteigen, zum anderen würden die übrigen Zahlungsflüsse der Unternehmen durch die Maßnahme gestört. Angesichts von Fälligkeitsterminen von Schecks und anderen Zahlungen werden Probleme erwartet. Einige Betroffene berichten zudem, dass Banken begonnen hätten, bei Steuerrückständen Kredite zu verweigern.
  • (Radikal, 26.10.07) Sozialversicherungsreform soll im März 2008 in Kraft treten. Der Minsiter für Arbeit und Soziales Faruk Celik hat als Zeitplan für die Verabschiedung des Gesetzes zur Reform der Sozialversicherung Ende November für die Ausschussberatungen, Dezember für die Plenarberatungen und März 2008 als Zeitpunkt des Inkrafttretens genannt. (Am 26. Oktober berichtet die Milliyet über die Ankunft von Staatsminister Mehmet Simsek, der nach seinen Gesprächen mit dem IMF noch auf dem Flughafen von "Maßnahmen zur Verbesserung der Staatseinnahmen" sprach. Dabei deutete Simsek auch an, dass die geplante Senkung der Sozialabgaben auf Arbeitseinkommen voraussichtlich verschoben werden muss).
  • (Dünya, 25.10.07) Devisenschulden des Privatsektors stark gestiegen. Die Schulden türkischer Unternehmen (ohne Bankensektor) sind im dritten Quartal 2007 auf 61,654 Mrd. Dollar angestiegen. Seit der Jahreswende hat diese Verschuldung um 22,784 Mrd. Dollar zugenommen. Demgegenüber haben die Devisenguthaben von Privatpersonen weiter zugenommen und belaufen sich auf 71,8 Mrd. Dollar. Ein Bericht der Fortis Bank empfiehlt türkischen Unternehmen zur Absicherung ihrer Devisenverpflichtungen die Terminbörse in Anspruch zu nehmen. (Bereits zuvor hatte die unabhängige Bankenaufsicht BDDK die Banken gewarnt, dass sie sich gegenüber den Kreditrisiken von Großschuldnern absichern sollten.)
  • (Dünya, 22.10.07) TESK legt alternativen Gesetzentwurf für Einkaufszentren vor. Die Konföderation türkischer Gewerbetreibender schlägt vor, dass Einkaufszentren außerhalb des Stadtgebietes von Provinz- und Kreisstädten mit Zustimmung der Kommune, der IHK, den Gewerbetreibenden und eines Vertreters der Verbrauchervereine gegründet werden können. Sie sollen an Wochentagen zwischen 10.00 Uhr und 20.00 Uhr öffnen können und an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben.

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