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Schreibermunterung: Europäischer Drehbuch-Filmpreis für AkinVon Claus Stille Am vergangenen Sonnabend gab es Berlin anlässlich des 20. Europäischen Filmpreises 2007 eine glanzvolle Galaveranstaltung. Es ist der Preis für den besten europäischen Film. Das erste Mal wurde diese Auszeichnung im Jahre 1988 vergeben. Zum besten europäischen Film erkor die Jury dieses Mal den rumänischen Film „4 Monate. 3 Wochen und 2 Tage“ von Cristian Mungiu. Es ist ein Drama über das Thema illegale Abreibung zu Zeiten des Ceausescu-Regimes. Der junge Filmemacher Mungiu und Produzent seines Streifens wurde zudem mit dem Preis für die beste Regie prämiert. Der deutsch-türkische Filmemacher Fatih Akin ( u.a. „Kurz und schmerzlos“, „Gegen die Wand“) war mit seinem Episodendrama „Auf der anderen Seite“ ins Rennen gegangen. Akins Film erzählt die Geschichte von sechs Menschen, deren Leben auf schicksalhafte Weise miteinander verwoben sind. Charlotte Staub (Patrycia Ziolkowska) ist eine verwöhnte Studentin, und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Zum Entsetzen der Mutter Susanne (Hanna Schygulla) verliebt sie sich in die türkische Politaktivistin Ayten Öztürk (Nurgül Yesilcay), welche sich illegal in Deutschland aufhält. Der Germanistik-Professor Nejat Aksu (Baki Davrak) hat mit der Welt seines Vaters Ali (Tuncel Kurtiz) nur noch wenig gemein. Dessen Leben gerät durcheinander, als er Yeter (Nursel Köse), die Lebensgefährtin seines Vaters trifft. Yeter geht in Deutschland der Prostitution nach, um ihrer Tochter in Istanbul das Studium zu finanzieren... „Auf der anderen Seite“ war in insgesamt drei Kategorien nominiert. Am Ende gewann Fatih Akin mit seinem Drama den Europäischen Filmpreis für das beste Drehbuch. Der Regisseur, der sich als „ein Kind des europäischen Kinos“ bezeichnet, dankte in Berlin ausdrücklich seinem Cutter Andrew Bird, denn, so Akin, „das Drehbuch war ganz anders als das endgültige Resultat.“ Für Fatih Akin scheint der Drehbuch-Preis gerade passend gekommen zu sein. Auch, was das Jahr 2008 anbelangt. Er, so sagte Akin am Wochenende gegenüber der Presse, sei nämlich im Augenblick gerade wieder mit dem Schreiben beschäftigt. Und er habe auch vor, sich das kommende Jahr weitgehend dieser schöpferischen Tätigkeit zu widmen. Da sei doch der ihm zuerkannte Preis geradezu eine willkommene Ermunterung zum Weiterschreiben... |
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Copyright © 2001 Istanbul Post Last modified: 28.12.2003 |
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