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Wachstumserwartungen für 2008 werden revidiertMit Beginn der Diskussion über eine drohende Rezession in den USA im Sommer vergangenen Jahres begann zugleich – wenn auch zaghaft – die Bewertung möglicher Risiken für die türkische Wirtschaft, die sich aus einer solchen globalen Veränderung ergeben könnten. Es wirkt bizarr, dass selbst den Februar hindurch von Regierungsseite keinerlei Änderung in dieser Haltung erkennbar wurde – schließlich gehörte die Istanbuler Börse erneut, wie bereits bei den beiden internationalen Finanzmarktturbulenzen 2006 und 2007 auch, zu denen, die die größten Verluste hinnehmen mussten. Auch zeigt sich seit der Jahreswende, dass die Türkische Lira weit schneller an Wert verlor als absehbar war. Hinzu kommt, dass die Erwartungen führender Finanzinstitute im Dezember noch darauf hindeuteten, dass es zu keiner Abwertung der Lira sondern einer Stabilisierung der Wechselkurse kommen werde. Der Blick in die offizielle Statistik zeigt insbesondere im Hinblick auf die Erwartungen seit dem Jahreswechsel eine drastische Eintrübung. Diese lässt sich nicht vordergründig auf das politische Klima zurückführen – die eigentliche Konflikte begannen im Februar und März. Vielmehr zeigt sich bereits in der zweiten Hälfte 2007 eine nachlassende Konjunktur, die sich in einem langsameren Anstieg des Bruttosozialprodukts – im 3. Quartal 1,5 % und im 4. Quartal 3,4 % (Bruttoinlandsprodukt) - und erstmals seit einigen Jahren wieder einer rückläufigen Beschäftigtenzahl ausdrücken lässt. Einige revidierte Schätzwerte
Während Raymond James bereits eine Revision zuvor veröffentlichter Schätzwerte vorgenommen hat, warten Fortis und Is Yatirim noch ab. Im Hinblick auf die Zinsentwicklung gehen die Ökonomen davon aus, dass die Zentralbank in den kommenden sechs Monaten keine Senkung mehr vornehmen wird. Entwicklung von Produktionserwartung, Erwartungsabfrage der Zentralbank und des Konsumklimaindexes
Abgefragt werden die aktuelle Kaufkraft und die Erwartung an ihre Entwicklung, die allgemeine wirtschaftliche Lage, die Aussicht, Arbeit zu finden sowie ob der aktuelle Zeitpunkt günstig für den Erwerb langlebiger Konsumartikel sei. Positive Bewertungen liegen über 100, negative unter 100 – der Index entspricht der Summe von positiven und negativen Berwertungen. Die Erwartungsabfrage des produzierenden Gewerbes für Februar zeigt ebenfalls eine starke Verschlechterung des Wirtschaftsklimas. Nach der Produktionsentwicklung gefragt, geben 29 % einen Anstieg und 40 % eine Abnahme an. Auch beim Absatz auf dem Binnenmarkt liegt der Anteil derer, die von einer Verringerung ausgehen über denjenigen, die eine Steigerung erwarten. Steigend sind zudem auch die Erwartungen für die Preise und die Rohstoffpreise. (Türkisches Statistikinstitut, Erwartungsabfrage des produzierenden Gewerbes, Februar vom 11. März 2008; http://www.tuik.gov.tr/PreHaberBultenleri.do?id=1907 ) Die zweimal monatlich von der Zentralbank veröffentlichte Erwartungsumfrage gibt mit Stand 20. März an, dass der durchschnittliche Erwartungswert für den Verbraucherpreisanstieg zum Jahresende von im Januar 6,44 % auf 7,27 % gestiegen ist. Der Schätzwert für den Dollarkurs zum Jahresende stieg im gleichen Zeitraum um rund 5 Kurusch auf 1,3250 YTL. Die Schätzungen zum Zahlungsbilanzdefizit zeigen eine Entwicklung von 39,6 Mrd. $ auf 43,1 Mrd. $. Die Wachstumsprognose für das Bruttosozialprodukt sank von 5 % auf 4,5 %.
Entwicklung des Eurokurse vom 2.01.2007 bis zum 30.03.2008 Entwicklung des Devisenpreisindex der Zentralbank
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Copyright © 2001 Istanbul Post Last modified: 28.12.2003 |
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