Wochenspiegel Dossiers
Magazin Wirtschaft
Adresse Veranstaltungen
Kleinanzeigen Istanbul Post
Suchen Archiv
Kommunikation Aktuelles
Titel 

Istanbul    Post
Das  wöchentliche deutschsprachige  Internetmagazin  der  Türkei

Jahrgang 4 Nr. 17 vom 24.04.2008
 

Jetzt kostenlos!



 

Für der Kinder ZUKUNFT

Zum 16. Male in Folge: „Internationales Kinderfest 23 Nisan“ in Deutschland

Von Claus Stille

 

Internationales Kinderfest 23 Nisan; Screenshot Website:Autor

 

„Unsere Kinder sind unsere Zukunft.“ Dieser einfache Satz stimmte immer; so wie er heute noch stimmt. Er stammt von Mustafa Kemal Atatürk, dem Staatsgründer der Türkischen Republik. Auch die Idee aus dem Jahre 1920, den „23 Nisan“, den 23. April alljährlich als Feiertag zu Ehren und Freude der Kinder mit Festen für den Nachwuchs zu begehen, geht auf den Begründer der modernen Türkei zurück.

Sich am Vorbild des türkisches Kinderfestes „23 Nisan“ (es ist der weltweit älteste Feiertag für Kinder) orientierend, gibt es in Deutschland seit nunmehr 16 Jahren auch ein „Internationales Kinderfest 23 Nisan“.

Die Praxis des türkischen Kinderfeiertages nahm die EATA e.V. 1993 zum Anlass, um eine Festiviät für alle Kinder und Familien Deutschlands zu begründen.

Die European Assembly of Turkish Academics (EATA) ist ein europaweites Netzwerk von Hochschulabsolventen türkischer Herkunft.

Das „Internationale Kinderfest 23 Nisan“ hat sich in Berlin und Stuttgart (wo es ebenfalls jährlich veranstaltet wird) durchaus etabliert. Es zählt nun schon zu den Traditionsveranstaltungen. Allein in Berlin zog das Fest jedes Jahr bis zu 700. 000 Besucher (polizeiliche Angaben) an.

Anno 2008 findet Deutschlands größtes Familienfest am 26. und 27. April am Brandenburger Tor statt. Schirmherr der Veranstaltung ist Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Hervorzuheben ist, dass das Fest Familien aus vielen Schichten der Bevölkerung in seinen Bann zieht. Zirka die Hälfte der Besucher entstammen der deutschen Bevölkerung. Die andere Hälfte stellt ein Besucherkreis aus Nichtdeutschstämmigen verschiedenster Nationalitäten und Glaubensrichtungen.

Das „Internationale Kinderfest 23 Nisan“ bezeichnet sich selbst als „größtes Familienevent Deutschlands“. Es überfüllt darüber hinaus den Anspruch, gleichzeitig auch die größte „interkulturelle Festiviät“ der BRD zu sein; und erfährt als solche stets höchste mediale Aufmerksamkeit.

Auch die diesjährige Veranstaltung peilt laut Pressetext abermals, „die Würdigung von Kindern und die Förderung des Miteinanders der Nationalitäten und Glaubensbekenntnisse“ als Ziel an.

Mit dem zweitägigen Fest will man überdies die „kulturübergreifenden Werte Familie und Kinder“ ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken und so „einen gemeinsamen Erlebnisraum“ schaffen, in welchem „sich Angehörige verschiedener Völker und Religionen friedlich begegnen.“

Das Kulturprogramm auf den insgesamt vier Bühnen ist mit „200 Act's für Jung & Alt“ ein weiteres Mal sehr umfangreich und bietet so ein breites Spektrum unterschiedlichster Unterhaltung. Rund um die Bühnen am Brandenburger Tor wird es sich zudem reichlich um Sport, Spiel, Interaktives und Kreatives drehen. Ein Schwerpunktthema beim „23 Nisan“ in Berlin wird die Gesundheit sein. Und damit unmittelbar zusammenhängend, kommen freilich nicht zufällig auch die Themen Ernährung und Bewegung ausführlich aufs Tapet.

Wiederum werden Spezialisten von Polizei und Feuerwehr samt Personal und Ausrüstung zur Stelle sein, und damit sicherlich garantiert abermals ein großes Anziehungspotential darstellen.

Aktiv sind dabei am Brandenburger Tor sind Unternehmen, Medien, Vereine, Verbände, öffentliche Einrichtungen, Kindergärten und Schulen.

Für Kinder ist der Eintritt zu den Veranstaltungen des „23 Nisan“ frei. Besucher ab 14 Jahre zahlen einen Obulus von 1 Euro. Das gesamte Konzertprogramm und die allermeisten Aktivitäten (Hüpfburgen, kreative und sportliche Angeboten) beim Kinderfestival sind in Gänze kostenfrei.

Atatürks Satz hat nach wie vor eine hohe Berechtigung, denn er stimmt über die Zeiten immer: „Unsere Kinder sind unsere Zukunft“. In aller Welt sollte er gelten. Dort vor allem, in den ärmeren Teilen der Welt, wo viele Kinder so etwas wie Zukunft gar nicht haben, weil sie zuvor sterben, verhungern.

Aber auch – man lasse sich nicht täuschen - im reichen Deutschland, wo auf Grund verfehlter Politik, Sozialabbau und hoher Arbeitslosigkeit neuerdings wieder etwas bereits überwunden Geglaubtes beängstigend hohe Steigerungsraten verzeichnet und so nicht nur von sich reden macht, sondern im Alltag durchaus sichtbar seine hässliche Fratze zeigt: KINDERARMUT. Danach geht’s vielleicht dann gleich durch in Hartz IV. Und im Alter heißt die Zukunft der Kinder von heute womöglich „Grundsicherung“. Allerdings muss das nicht so sein. Die falsche Politik ist von Menschen gemacht. Menschen können können Fehler einsehen. Und Politik lässt sich korrigieren.

Möge das „Internationale Kinderfest 23 Nisan“ am Wochenende in Berlin ein wenig dazu beitragen, dass Atatürks richtiger Satz sich mal um mal wieder mehr mit Leben erfüllt. Und zwar so, dass das Wort ZUKUNFT auch für Zuversicht steht...

 

Reklame

Seminare und Trainings zu interkultureller Kommunikation und Moderation


Wieviel ist Ihnen dieser Beitrag wert?

 

Archiv

Zurück

 

Impressum

Istanbul  Post

Dr. Stefan Hibbeler

Redaktion: redaktion@istanbulpost.net

Reklame
Hier könnte Ihre Reklame stehen.

 

 

Copyright © 2001 Istanbul Post

Last modified: 28.12.2003