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Istanbul Post |
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58. Deutscher Filmreis verliehen: Fatih Akin bekam die Lola gleich 4 MalVon Claus Stille Über ein Mangel an Preisen und Auszeichnungen kann sich der Hamburger Schauspieler, Filmregisseur und Produzent Fatih Akin (u.a. „Kurz und schmerzlos“, „Gegen die Wand“ und „Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul“) wahrlich nicht beklagen. Bei der Verleihung des 58. Deutschen Filmpreises am vergangenen Freitag nun konnte der Filmkünstler abermals ordentlich „abräumen“. Insgesamt vier Trophäen wurden dem mit reichlich mit Glück gesegneten und einem offenbar goldnen „Händchen“ fürs Filmemachen ausgestatteten Akin in Berlin überreicht werden. Ausgewählt werden die Gewinner der mit drei Millionen Euro höchstdotierten deutschen Kulturauszeichnung durch die 1000 Mitglieder zählende Deutsche Filmakademie. Fatih Akin wurde für sein deutsch-türkisches Episodendrama „Auf der anderen Seite“ (Europäischer Filmpreis 2007 für das Beste Drehbuch in Cannes) mit der LOLA in Gold ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhält Akin nun bereits zum zweiten Male. Doch damit nicht genug: Für sein an die Nieren gehendes Filmdrama über Liebe, Tod und Trauer heimste Akin auch noch Lola-Trophäen in den Kategorien Regie, Drehbuch und Schnitt ein! Der sympathische Akin bedankte sich für die 4 Lola's gewohnt bescheiden: „Ich hab' euch alle lieb!“ Der unterdessen mit Preisen für seine Werke nur so überhäufte Fatih Akin freute sich natürlich auch über neuen Erfolg, zeigte aber, dass ihm der Ruhm bisher weder zu Kopf gestiegen ist, noch, dass es das „Kassieren“ von Preisen sei, was ihn antreibe: „Nicht für Preise machen wir Filme, sondern fürs Leben.“ Fatih Akin bei der Preisverleihung; Photo/Quelle: Deutsche Filmakademie/Roman Babirad Das krafvolle Episodendrama „Auf der anderen Seite“ erzählt die Geschichte von sechs Menschen, deren Leben auf schicksalhafte Weise miteinander verbunden ist. Charlotte Staub (Patrycia Ziolkowska) ist eine verwöhnte Studentin, und auf der Suche nach dem Sinn im Leben. Ihre Mutter Susanne, gespielt von der großartigen Faßbinder-Protagonistin Hanna Schygulla, ist entsetzt, dass sich ihre Tochter in die türkische Politaktivistin Ayten Öztürk (Nurgül Yesilcay) verliebt hat, die sich illegal in Deutschland aufhält. Der Germanistik-Professor Nejat Aksu (Baki Davrak) hat mit der Welt seines Vaters Ali (Tuncel Kurtiz) kaum noch etwas gemein. Aksus Leben gerät durcheinander, als er Vaters Lebensgefährtin Yeter (Nursel Köse) trifft. Yeter prostituiert sich in Deutschland, um ihrer in Istanbul lebenden Tochter das Studium zu ermöglichen... Fatih Akin ist nicht nur ein Glücksfall für den deutsch-türkischen Film, sondern darüberhinaus auch für das europäische Kino, als dessen Kind er sich selbst einmal bezeichnete. Auch Hollywood hat den Hamburger bereits im Blick. Und Akin wohl Hollywood. Akin, der ebenfalls Dozent an der Hamburger Hochschule für Kunst ist, hat sich auch als Produzent einen Namen gemacht. Zuletzt war dessen Produktionsfirma corazón international erfolgreich mit Özer Kiziltans Drama „Takva“ (Gottesfurcht) bzw. mit dem Gangsterfilm „Chico“. |
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Copyright © 2001 Istanbul Post Last modified: 28.12.2003 |
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